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- Die Geschichte der Apostel
- Apg 8,30ff
60Dann sank er auf die Knie
und rief laut:
"Herr, rechne ihnen diese Schuld nicht an!"
Mit diesen Worten starb er.
81Saulus war völlig einverstanden
mit der Hinrichtung von Stephanus.
30Philippus lief hin
und hörte,
wie der Mann laut im Buch des Propheten Jesaja las.
Philippus fragte:
"Verstehst du eigentlich,
was du da liest?"
31Der Eunuch sagte:
"Wie soll ich es verstehen,
wenn mir niemand hilft?"
Und er bat Philippus:
"Steig auf
und setz dich zu mir!"
32An der Stelle, die er gerade las, stand:
"Er ertrug alles,
ohne zu klagen –
wie ein Schaf,
das zum Schlachten geführt wird,
und wie ein Lamm,
das beim Scheren keinen Laut von sich gibt.
33Er wurde zutiefst erniedrigt,
doch das Urteil gegen ihn wurde aufgehoben.
Wer wird je seine Nachkommen zählen können?
Denn sein Leben wurde von der Erde weg
zum Himmel emporgehoben."
34Der Eunuch fragte Philippus:
"Bitte sag mir,
von wem spricht der Prophet hier –
von sich selbst
oder von einem anderen?"
35Philippus nahm die Frage auf.
Ausgehend von dem Wort aus Jesaja,
verkündete er ihm die Gute Nachricht von Jesus.
36Als sie auf der Straße weiterfuhren,
kamen sie an einer Wasserstelle vorbei.
Der Eunuch sagte:
"Sieh doch,
dort ist eine Wasserstelle.
Spricht etwas dagegen,
dass ich getauft werde?"
37[…]
38Er befahl, den Wagen anzuhalten.
Beide, Philippus und der Eunuch,
stiegen ins Wasser,
und Philippus taufte ihn.
39Als sie aus dem Wasser herausstiegen,
wurde Philippus vom Geist des Herrn fortgenommen.
Der Eunuch sah ihn nicht mehr.
Aber er setzte seinen Weg voller Freude fort.
40Philippus fand sich in Aschdod wieder.
Von dort zog er weiter bis nach Cäsarea.
Unterwegs verkündete er in allen Städten die Gute Nachricht.
Die Gute Nachricht kommt zu den Heiden: Petrus als Missionar und die erste Missionsreise von Paulus
Die Berufung des Saulus
Saulus wird Christ
91Saulus verfolgte immer noch die Jünger des Herrn
und drohte ihnen mit Gefängnis und Hinrichtung.
Er ging zum Obersten Priester
2und bat um eine schriftliche Vollmacht
für die Synagogen in Damaskus.
Dort wollte er die Anhänger des neuen Weges aufspüren.
Er wollte sie, Männer wie Frauen, festnehmen
und nach Jerusalem bringen.
3Auf dem Weg nach Damaskus,
kurz vor der Stadt,
umstrahlte ihn plötzlich ein Licht vom Himmel.
4Er stürzte zu Boden
und hörte eine Stimme,
die zu ihm sagte:
"Saul, Saul, warum verfolgst du mich?"
5Er fragte:
"Wer bist du, Herr?"
Die Stimme antwortete:
"Ich bin Jesus,
den du verfolgst.
6Doch jetzt steh auf
und geh in die Stadt.
Dort wirst du erfahren,
was du tun sollst."
7Den Männern, die Saulus begleiteten,
verschlug es die Sprache.
Sie hörten zwar die Stimme,
doch sie sahen niemand.
8Saulus erhob sich vom Boden.
Er öffnete die Augen,
aber er konnte nichts sehen.
Seine Begleiter nahmen ihn an der Hand
und führten ihn nach Damaskus.
9Drei Tage lang war Saulus blind.
Er aß nichts und trank nichts.
10In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias.
Dem erschien der Herr
und sprach ihn an:
"Hananias!"
Hananias antwortete:
"Hier bin ich, Herr!"
11Der Herr sagte:
"Steh auf!
Geh in die Gerade Straße
und frage im Haus von Judas
Sieh doch!
Er ist dort und betet.
12In einer Erscheinung
hat er einen Mann namens Hananias gesehen.
Der kam zu ihm
und legte ihm die Hände auf,
damit er wieder sehen konnte."
13Hananias antwortete:
"Herr, ich habe schon viel
von diesem Mann gehört.
Er hat deinen Heiligen in Jerusalem
viel Böses angetan.
14Und jetzt ist er mit einer Vollmacht
von den führenden Priestern hierhergekommen.
Er soll alle festnehmen,
die deinen Namen anrufen."
15Aber der Herr sagte zu ihm:
"Geh nur hin!
Denn gerade ihn habe ich mir
als Werkzeug gewählt.
Er soll meinen Namen bekannt machen –
vor den Heiden und ihren Königen
wie vor dem Volk Israel.
16Ich werde ihm zeigen,
wie viel er leiden muss,
weil er sich zu mir bekennt."
17Da machte sich Hananias auf den Weg
und ging in das Haus.
Er legte Saulus die Hände auf
und sagte:
"Saul, Bruder,
der Herr hat mich gesandt –
Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist.
Du sollst wieder sehen können
und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden."
18Sofort fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen
und er konnte wieder sehen.
Er stand auf
und ließ sich taufen.
19Dann aß er etwas
und kam wieder zu Kräften.
Saulus verkündet Jesus in Damaskus
19Danach verbrachte Saulus einige Zeit
20Er verlor keine Zeit
und verkündete in den Synagogen:
"Jesus ist der Sohn Gottes."
21Alle, die das hörten,
waren sehr erstaunt
und sagten:
"Das ist doch der Mann,
der in Jerusalem die Leute verfolgt hat,
die sich zu Jesus bekennen.
Ist er nicht sogar gekommen,
um sie auch hier festzunehmen
und vor die führenden Priester zu bringen?"
22Aber Saulus ließ sich nicht beirren
und stürzte die Juden in Damaskus
in völlige Verwirrung.
Denn er wies nach,
23Das ging längere Zeit so.
Da reifte bei den Juden der Entschluss,
Saulus zu töten.
24Aber der erfuhr von ihrem Plan.
Die Juden ließen sogar die Stadttore
Tag und Nacht bewachen,
um ihn ganz sicher festnehmen zu können.
25Doch die Jünger verhalfen ihm zur Flucht.
Sie ließen ihn bei Nacht
in einem Korb die Stadtmauer hinunter.
Saulus in Jerusalem. Seine Abreise nach Tarsus
26Saulus kehrte nach Jerusalem zurück.
Dort wollte er sich den Jüngern anschließen.
Aber sie hatten alle Angst vor ihm.
Sie konnten nicht glauben,
dass er wirklich ein Jünger geworden war.
27Da nahm sich Barnabas der Sache an
und brachte ihn zu den Aposteln.
Er erstattete ihnen Bericht:
Wie Saulus auf dem Weg den Herrn gesehen hatte.
Wie der Herr mit ihm geredet hatte.
Und wie Saulus dann in Damaskus
unerschrocken im Namen von Jesus aufgetreten war.
28Von da an ging Saulus
bei den Aposteln in Jerusalem ein und aus.
Zusammen mit ihnen trat er nun auch hier
unerschrocken im Namen des Herrn auf.
29Aber vor allem führte er Streitgespräche mit den Griechen,
doch die wollten ihn umbringen.
30Als die Brüder das erfuhren,
brachten sie Saulus nach Cäsarea.
Von dort schickten sie ihn weiter nach Tarsus.
Petrus als Missionar
Eine Zeit der Ruhe für die Gemeinde
31Die Gemeinde in ganz Judäa, Galiläa und Samarien
erlebte nun eine Zeit des Friedens.
Ihr Glaube wurde immer fester
und sie lebte ganz nach dem Willen des Herrn.
Der Heilige Geist stand ihr bei
und verhalf ihr zu ständigem Wachstum.
Petrus in Lydda: Die Heilung von Äneas
32Damals besuchte Petrus alle Gemeinden.
Er kam auch zu den Heiligen,
die in Lydda wohnten.
33Dort traf er einen Menschen namens Äneas,
der seit acht Jahren gelähmt
und bettlägerig war.
34Petrus sagte zu ihm:
"Äneas, Jesus Christus heilt dich.
Steh auf
und mach dein Bett!"
Im selben Augenblick konnte Äneas aufstehen.
35Alle Bewohner von Lydda und der Scharon-Ebene
sahen den Geheilten.
Da nahmen sie Jesus als ihren Herrn an.
Petrus in Joppe: Die Auferweckung von Tabita
36In Joppe lebte eine Jüngerin namens Tabita
– der Name heißt auf Griechisch Dorkas.
Sie hatte viele gute Werke getan
und den Armen durch reiche Gaben geholfen.
37Damals, als Petrus in Lydda war,
wurde sie krank und starb.
Man wusch sie
und bahrte sie im oberen Stockwerk auf.
Als die Jünger hörten,
dass Petrus sich dort aufhielt,
schickten sie zwei Männer zu ihm.
Die baten ihn:
"Verlier keine Zeit.
Komm so schnell wie möglich zu uns!"
39Petrus brach sofort auf
und ging mit ihnen.
Als er in Joppe ankam,
führten sie ihn hinauf ins obere Stockwerk.
Dort drängten sich alle Witwen aus der Gemeinde um ihn.
Weinend zeigten sie ihm ihre Untergewänder und Mäntel.
Die hatte Dorkas für sie gemacht,
als sie noch unter ihnen lebte.
40Petrus schickte sie alle hinaus.
und betete.
Dann wandte er sich der Toten zu
und sagte:
"Tabita, steh auf!"
Da öffnete sie die Augen.
Als sie Petrus sah,
setzte sie sich auf.
41Er gab ihr die Hand
und half ihr hoch.
Dann rief er die Heiligen und die Witwen herein
und zeigte ihnen,
dass Tabita lebte.
42Das wurde in ganz Joppe bekannt,
und viele Menschen kamen zum Glauben an den Herrn.
43Petrus blieb noch einige Tage in Joppe
bei einem gewissen Simon, einem Gerber.
Der Hauptmann Kornelius hat eine Erscheinung
101In Cäsarea lebte ein Mann namens Kornelius.
Er war ein Hauptmann
der sogenannten Italischen Kohorte.
2Kornelius war ein frommer Mann,
der mit seiner ganzen Hausgemeinschaft
Er half den Armen im Volk durch großzügige Gaben
und betete regelmäßig zu Gott.
3Eines Nachmittags,
ungefähr um die neunte Stunde,
hatte Kornelius eine Erscheinung.
Ganz deutlich sah er einen Engel Gottes.
Der trat bei ihm ein
und sagte:
"Kornelius!"
4Erschrocken starrte Kornelius den Engel an
und fragte:
"Was willst du, Herr?"
Der Engel antwortete:
"Gott hat deine Gebete
und deine Gaben für die Armen
mit Wohlgefallen aufgenommen –
wie Weihrauch,
der zu ihm emporsteigt.
5Darum schicke jetzt einige Männer nach Joppe.
Sie sollen einen gewissen Simon zu dir bitten,
der auch Petrus genannt wird.
6Er ist zu Gast bei dem Gerber Simon,
dessen Haus direkt am Meer liegt."
7Dann verließ ihn der Engel wieder,
der mit ihm gesprochen hatte.
Kornelius rief zwei seiner Bediensteten
und einen frommen Soldaten
aus seiner Leibwache.
8Er erklärte ihnen,
was sie zu tun hatten,
und schickte sie nach Joppe.
Petrus hat eine Erscheinung
9Es war am nächsten Tag um die sechste Stunde.
Die Männer waren noch unterwegs,
hatten Joppe aber schon fast erreicht.
um zu beten.
10Da bekam er Hunger
und bat um etwas zu essen.
Während das Essen zubereitet wurde,
hatte er eine Erscheinung.
11Er sah den Himmel offen.
Daraus kam ein Behältnis herab.
Es sah aus wie ein großes Leinentuch,
das an seinen vier Ecken zur Erde hinuntergelassen wurde.
12Darin befanden sich alle möglichen Arten von Vierbeinern.
Dazu auch Tiere, die über die Erde kriechen,
und Vögel des Himmels.
13Eine Stimme sprach zu ihm:
"Steh auf, Petrus!
Schlachte und iss!"
14Aber Petrus erwiderte:
"Auf gar keinen Fall, Herr!
Denn ich habe noch nie
etwas Unvorschriftsmäßiges oder Unreines gegessen."
15Da forderte ihn die Stimme ein zweites Mal auf
und sagte:
"Was Gott rein gemacht hat,
das sollst du nicht unvorschriftsmäßig nennen!"
16Noch ein drittes Mal wurde Petrus aufgefordert.
Gleich danach wurde das Tuch
wieder in den Himmel hinaufgezogen.
Die Boten des Kornelius bei Petrus in Joppe
17Petrus rätselte noch darüber,
was die Erscheinung bedeuten sollte,
die er gerade gehabt hatte.
Sieh doch,
da kamen die Männer,
die Kornelius gesandt hatte.
Sie hatten sich bis zum Haus von Simon durchgefragt
und standen jetzt am Tor.
18Lautstark erkundigten sie sich:
"Ist Simon, der auch Petrus genannt wird,
hier zu Gast?"
19Petrus grübelte immer noch über die Erscheinung.
Da sagte der Heilige Geist zu ihm:
"Sieh doch,
da sind drei Männer,
die dich suchen.
20Steh auf,
geh hinunter
und mach dich mit ihnen auf den Weg!
Du brauchst keine Bedenken zu haben,
denn ich habe sie geschickt!"
21Petrus ging hinunter
und sagte zu den Männern:
"Seht doch,
ich bin der,
den ihr sucht.
Was wollt ihr von mir?"
22Sie antworteten:
"Hauptmann Kornelius hat von einem heiligen Engel
den Auftrag bekommen,
dich in sein Haus zu bitten.
Er hält Gottes Gebote
und glaubt an den Gott Israels.
Beim ganzen jüdischen Volk
genießt er hohes Ansehen.
Er braucht deinen Rat."
23Da ließ Petrus die Männer herein
und nahm sie als Gäste auf.
Am nächsten Morgen machte sich Petrus
mit den Männern auf den Weg.
Auch einige Brüder aus Joppe gingen mit.
Petrus bei Kornelius in Cäsarea
24Einen Tag später trafen Petrus und seine Begleiter
in Cäsarea ein.
Kornelius erwartete sie schon.
Er hatte auch seine Verwandten
und engsten Freunde zu sich eingeladen.
25Als Petrus ins Haus eintreten wollte,
kam Kornelius ihm entgegen.
Ehrfürchtig fiel er vor Petrus auf die Knie.
26Aber der zog ihn hoch
und sagte:
"Steh auf!
Ich bin auch nur ein Mensch."
27Während er sich mit Kornelius unterhielt,
betrat er das Haus.
Dort fand er all die Leute vor,
die herbeigekommen waren.
28Petrus sagte zu ihnen:
"Ihr wisst ja:
Einem Juden ist es nicht erlaubt,
Umgang mit einem Fremden zu haben
oder ihn zu Hause aufzusuchen.
Aber Gott hat mir gezeigt,
dass man keinen Menschen
unvorschriftsmäßig oder unrein nennen darf.
29Deshalb bin ich eurer Einladung
ohne Widerspruch gefolgt.
Aber jetzt möchte ich gerne wissen,
warum ihr mich eingeladen habt."
30Kornelius antwortete:
"Es war vor drei Tagen, genau zur gleichen Zeit –
um die neunte Stunde.
Ich betete gerade in meinem Haus.
Sieh doch,
da stand plötzlich ein Mann vor mir,
der ein strahlend weißes Gewand trug.
31Er sagte:
'Kornelius, dein Gebet ist erhört worden.
Gott hat deine Gaben für die Armen
mit Wohlgefallen aufgenommen.
32Schicke also jemanden nach Joppe
und lass Simon zu dir bitten,
der auch Petrus genannt wird.
Er ist zu Gast im Hause des Gerbers Simon am Meer.'
33Da habe ich sofort nach dir geschickt.
Schön, dass du gekommen bist.
Jetzt sind wir alle hier vor Gott versammelt,
um zu hören,
was der Herr dir aufgetragen hat."
Petrus verkündet im Haus des Kornelius die Gute Nachricht
34Petrus begann zu sprechen:
"Jetzt begreife ich wirklich,
dass Gott nicht auf die Person sieht!
35Wer ihn ehrt
und nach seinen Geboten handelt,
den nimmt Gott an –
ganz gleich aus welchem Volk er stammt.
36Das entspricht dem Wort,
das Gott dem Volk Israel gesandt hat.
Er hat ihm die Gute Nachricht verkündet,
Frieden auf die Erde gebracht hat.
Und Jesus Christus ist Herr über alle Menschen!
37Ihr wisst doch,
was im ganzen jüdischen Land geschehen ist:
Alles begann in Galiläa,
nachdem Johannes dort zur Taufe aufgerufen hat.
38Damals hat Gott Jesus von Nazaret
mit dem Heiligen Geist gesalbt
und ihm Kraft geschenkt.
Wo immer Jesus hinkam,
tat er Gutes.
Er heilte alle,
die der Teufel in seiner Gewalt hatte.
Denn Gott stand ihm bei.
39Und wir sind Zeugen für alles,
was er im jüdischen Land
und in Jerusalem getan hat.
Zuletzt hat man ihn an den Pfahl gehängt
und umgebracht.
40Aber Gott hat ihn am dritten Tag auferweckt
und ihn als Lebenden auftreten lassen –
41allerdings nicht vor dem ganzen Volk,
sondern vor Zeugen,
die Gott im Voraus bestimmt hat.
Diese Zeugen sind wir.
Wir haben mit ihm gegessen und getrunken,
nachdem er vom Tod auferstanden war.
42Uns hat Gott auch beauftragt,
dem Volk zu verkünden
und zu bezeugen:
Gott hat Jesus zum Richter
über die Lebenden und die Toten eingesetzt.
43Ebenso bezeugen alle Propheten von Jesus:
Durch die Macht seines Namens
wird allen Menschen,
die an ihn glauben,
ihre Schuld vergeben."
Heiden empfangen den Heiligen Geist und werden getauft
44Während Petrus noch redete,
kam der Heilige Geist auf alle herab,
die ihm zuhörten.
45Es waren auch Glaubende jüdischer Herkunft anwesend,
die mit Petrus dorthin gekommen waren.
Sie waren sehr erstaunt,
dass die Gabe des Heiligen Geistes
auch über Heiden ausgegossen wurde.
46Sie hörten nämlich,
wie die Versammelten in fremden Sprachen redeten
und Gott priesen.
Darauf sagte Petrus zu seinen Begleitern:
47"Wer kann diesen Menschen jetzt noch
das Wasser für die Taufe verweigern?
Sie haben doch genau wie wir
den Heiligen Geist empfangen!"
48Er ordnete an,
sie im Namen von Jesus Christus zu taufen.
Danach baten sie Petrus,
noch einige Tage bei ihnen zu bleiben.
Petrus rechtfertigt sich in Jerusalem
111Die Apostel und die Brüder in Judäa hörten,
dass auch die Heiden
das Wort Gottes angenommen hatten.
2Als Petrus nun nach Jerusalem zurückkehrte,
warfen ihm die Brüder jüdischer Herkunft vor:
3"Du bist zu Fremden gegangen
und hast sogar mit ihnen gegessen."
4Da erzählte ihnen Petrus alles der Reihe nach:
5"Ich war in der Stadt Joppe
und betete.
Plötzlich hatte ich eine Erscheinung.
Ein Behältnis kam von oben herab.
Es sah aus wie ein großes Leinentuch,
das an seinen vier Ecken
vom Himmel hinuntergelassen wurde.
Es kam direkt zu mir.
6Gespannt schaute ich hinein.
Da sah ich die Vierbeiner der Erde,
zahme und wilde,
dazu die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.
7Ich hörte eine Stimme,
die zu mir sagte:
'Steh auf, Petrus!
Schlachte und iss!'
8Ich erwiderte:
'Auf gar keinen Fall, Herr!
Noch nie ist etwas Unvorschriftsmäßiges oder Unreines
in meinen Mund gekommen.'
9Da erklang die Stimme aus dem Himmel ein zweites Mal:
'Was Gott rein gemacht hat,
das sollst du nicht unvorschriftsmäßig nennen!'
10Dies wiederholte sich noch ein drittes Mal.
Dann wurde alles
wieder in den Himmel hinaufgezogen.
11Und sieh doch,
in demselben Augenblick standen drei Männer
vor dem Haus, in dem wir waren.
Sie waren aus Cäsarea zu mir geschickt worden.
12Der Heilige Geist sagte zu mir:
'Geh mit ihnen!
Du brauchst keine Bedenken zu haben.'
Die sechs Brüder hier begleiteten mich.
So kamen wir zum Haus des Mannes,
der nach mir geschickt hatte.
13Der berichtete uns von dem Engel,
den er gesehen hatte –
wie er plötzlich in seinem Haus stand
und sagte:
'Schicke jemanden nach Joppe
und lass Simon zu dir bitten,
der Petrus genannt wird.
14Der wird dir eine Botschaft bringen,
durch die du gerettet wirst
zusammen mit deiner ganzen Hausgemeinschaft.'
15Ich hatte noch kaum begonnen zu reden,
da kam der Heilige Geist
auf die dort Versammelten herab –
genau so,
wie es am Anfang bei uns war.
16Ich erinnerte mich,
was der Herr gesagt hatte:
'Johannes hat mit Wasser getauft.
Aber ihr werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden.'
17Auch sie sind zum Glauben
an Jesus Christus, den Herrn, gekommen.
Und Gott hat ihnen die gleiche Gabe geschenkt
wie damals uns.
Wenn das so ist:
Sollte ich Gott etwa daran hindern?"
18Als die Apostel und die anderen das hörten,
beruhigten sie sich.
Sie priesen Gott
und sagten:
"Gott hat also auch den Heiden den Weg gezeigt,
sich von Grund auf zu ändern.
Auch sie können nun das wahre Leben finden!"
Die aus Griechenland zugezogenen Christen in Antiochia
In Antiochia wird eine Gemeinde gegründet
19Während der Verfolgung
nach dem Tod von Stephanus
hatte sich die Gemeinde im Land zerstreut.
Dabei kamen die Flüchlinge bis nach Phönizien,
Zunächst verkündeten sie die Botschaft Gottes
nur unter den Juden.
20Zu den Flüchtlingen gehörten Männer aus Zypern und Zyrene.
Als sie nach Antiochia kamen,
verkündeten sie auch den Griechen
die Gute Nachricht von Jesus, dem Herrn.
21Der Herr stand ihnen bei.
Viele Menschen kamen zum Glauben
und nahmen Jesus als ihren Herrn an.
22Das kam der Gemeinde in Jerusalem zu Ohren
und sie schickte Barnabas nach Antiochia.
23Als er dort eintraf
und sah,
was Gottes Gnade bewirkt hatte,
freute er sich.
Er bestärkte die Gemeinde in Antiochia in ihrem Vorsatz,
dem Herrn von ganzem Herzen treu zu bleiben.
24Denn Barnabas war ein tüchtiger Mann
mit unerschütterlichem Glauben,
der ganz vom Heiligen Geist erfüllt war.
So gewann die Gemeinde
eine große Zahl von Glaubenden hinzu.
25Dann zog Barnabas weiter nach Tarsus,
um Saulus aufzusuchen.
26Als er ihn getroffen hatte,
nahm er ihn mit nach Antiochia.
Ein ganzes Jahr lang waren sie gemeinsam
in der Gemeinde tätig.
Sie lehrten viele Menschen.
Hier in Antiochia wurden die Jünger
zum ersten Mal Christen genannt.
Die Gemeinde in Antiochia sammelt Geld für die Gemeinde in Jerusalem
27Zu dieser Zeit kamen Propheten
28Einer von ihnen hieß Agabus.
Mit einer Ankündigung,
die vom Heiligen Geist kam,
trat er vor die Gemeinde:
"Eine große Hungersnot
wird über die ganze Erde kommen!"
So geschah es dann auch
während der Regierungszeit von Klaudius.
29Da beschlossen die Jünger in Antiochia,
die Brüder und Schwestern in Judäa zu unterstützen.
Jeder sollte so viel geben, wie er konnte.
30Und so machten sie es.
Sie schickten ihre Gaben durch Barnabas und Saulus
zu den Ältesten der Gemeinde in Jerusalem.
Herodes Agrippa I. verfolgt die Gemeinde in Jerusalem
Jakobus wird hingerichtet, Petrus gefangen genommen
121Um diese Zeit ging König Herodes
mit äußerster Grausamkeit
gegen einige Mitglieder der Gemeinde vor.
2Jakobus, den Bruder des Johannes,
ließ er enthaupten.
3Herodes merkte,
dass das bei den Juden Beifall fand.
Da ließ er auch Petrus verhaften,
und zwar während des Festes der Ungesäuerten Brote.
4Nach seiner Verhaftung
ließ Herodes ihn ins Gefängnis werfen.
Die Bewachung übertrug er
vier Abteilungen von je vier Soldaten.
Nach dem Passafest
wollte er Petrus vor dem Volk öffentlich verurteilen.
5So saß Petrus also streng bewacht im Gefängnis.
Aber die Gemeinde betete Tag und Nacht für ihn zu Gott.
Petrus wird aus dem Gefängnis befreit
6In der Nacht,
bevor Herodes ihn öffentlich verurteilen wollte,
schlief Petrus zwischen zwei der Soldaten.
Er war mit zwei Ketten an sie gefesselt.
Die beiden anderen Soldaten hielten vor der Zellentür Wache.
7Und sieh doch:
Der Engel des Herrn trat herein
und Licht erhellte den Raum.
Der Engel weckte Petrus mit einem Stoß in die Seite
und sagte:
"Schnell, steh auf!"
Dabei fielen Petrus die Ketten von den Händen ab.
8Der Engel sagte zu ihm:
"Binde dir den Gürtel um
und zieh deine Sandalen an!"
Petrus gehorchte.
Dann sagte der Engel:
"Wirf deinen Mantel über
und folge mir!"
9Petrus folgte ihm nach draußen.
Er wusste nicht,
dass es Wirklichkeit war,
was er gerade mit dem Engel erlebte.
Er glaubte zu träumen.
10Sie gingen am ersten Wachposten vorbei
und auch am zweiten.
Dann kamen sie zu dem eisernen Tor,
das in die Stadt führte.
Das Tor öffnete sich von selbst vor ihnen.
Sie traten hinaus
und gingen bis zur nächsten Straße.
Dann war der Engel plötzlich verschwunden.
11Petrus fasste sich
und sagte:
"Es ist tatsächlich wahr –
der Herr hat seinen Engel gesandt.
Der hat mich aus der Hand des Herodes befreit.
Und er hat mich vor dem bewahrt,
was ich vom jüdischen Volk zu erwarten hatte."
12Als ihm das klar geworden war,
ging er zum Haus von Maria.
Sie war die Mutter von Johannes,
der auch Markus genannt wurde.
Viele aus der Gemeinde waren dort versammelt
und beteten.
13Petrus klopfte an das Hoftor.
Eine Dienerin kam,
um zu öffnen.
Ihr Name war Rhode.
14Sie erkannte Petrus an der Stimme.
Vor lauter Freude vergaß sie,
das Tor zu öffnen.
Sie lief zurück ins Haus
und meldete:
"Petrus steht vor dem Tor!"
15Die dort Versammelten sagten zu ihr:
"Du bist verrückt."
Doch sie blieb dabei.
Da hieß es:
"Dann ist es wohl sein Engel."
16Doch Petrus klopfte und klopfte.
Schließlich öffneten sie die Tür.
Als sie ihn sahen,
waren sie außer sich vor Freude.
17Petrus bat mit einer Handbewegung um Ruhe.
Dann erzählte er ihnen,
wie der Herr ihn aus dem Gefängnis geführt hatte.
Er sagte:
"Berichtet das auch Jakobus
und den anderen Brüdern!"
Dann verabschiedete er sich
und verließ die Stadt.
18Bei Tagesanbruch entstand große Aufregung
unter den Soldaten.
Sie fragten sich,
was wohl mit Petrus geschehen war.
19Denn jetzt wollte Herodes ihn holen lassen,
aber er war unauffindbar.
Da ließ Herodes die Wachposten verhören
und befahl,
sie zur Hinrichtung abzuführen.
Danach begab sich Herodes von Judäa nach Cäsarea.
Dort lag sein Regierungspalast.
Der Tod von Herodes Agrippa I.
20Damals lag Herodes im Streit
mit den Einwohnern von Tyrus und Sidon.
Gemeinsam schickten sie eine Abordnung zu ihm
und baten um Frieden.
Dabei konnten sie den königlichen Palastverwalter Blastus
als Fürsprecher gewinnen.
Die Einwohner von Tyrus und Sidon
waren nämlich auf Nahrungsmittel
aus dem Gebiet des Königs angewiesen.
21Am festgesetzten Tag legte Herodes
seine königlichen Gewänder an.
Er nahm auf der Rednertribüne Platz
und hielt eine Ansprache an die Abordnung.
22Die Volksversammlung rief ihm zu:
"Da hören wir die Stimme Gottes
und nicht die eines Menschen!"
23Im selben Augenblick
schlug ihn der Engel des Herrn,
weil er nicht Gott die Ehre gab.
Er wurde von Würmern zerfressen
und starb.
24Das Wort Gottes aber breitete sich immer weiter aus.
25Barnabas und Saulus erfüllten in Jerusalem ihren Auftrag.
Dann kehrten sie nach Antiochia zurück.
Johannes Markus nahmen sie mit.
Die erste Missionsreise von Barnabas und Paulus
Barnabas und Paulus werden für ihre Reise beauftragt
131In der Gemeinde von Antiochia
gab es eine Reihe von Propheten und Lehrern:
Barnabas,
Simeon, genannt Niger,
Lukius von Zyrene,
Manaën,
der gemeinsam mit dem Landesfürsten Herodes
erzogen worden war,
und Saulus.
2Einmal fasteten sie für einige Zeit
und widmeten sich ganz dem Gebet vor dem Herrn.
Da sagte der Heilige Geist zu ihnen:
"Stellt mir Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei,
zu der ich sie berufen habe."
3Daraufhin fasteten sie noch einmal,
legten ihnen die Hände auf
und ließen sie ziehen.
Barnabas und Paulus auf Zypern: Die Begegnung mit dem Zauberer Barjesus
4Der Heilige Geist schickte Saulus und Barnabas
auf den Weg.
Sie begaben sich nach Seleuzia.
Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Zypern weiter.
5In Salamis angekommen,
verkündeten sie das Wort Gottes
Als Helfer hatten sie noch Johannes bei sich.
6Dann reisten sie über die ganze Insel bis nach Paphos.
Dort trafen sie einen Juden namens Barjesus.
Der betrieb Zauberei
und war ein falscher Prophet.
7Er gehörte zum Gefolge des Gouverneurs Sergius Paulus,
der ein gebildeter Mann war.
Der Gouverneur hatte Barnabas und Saulus
zu sich rufen lassen,
um die Botschaft Gottes zu hören.
8Aber der Zauberer Elymas
– so hieß er auf Griechisch –
trat ihnen entgegen.
Er versuchte mit allen Mitteln zu verhindern,
dass der Gouverneur zum Glauben kam.
9Saulus,
der auch Paulus heißt,
nahm Elymas fest in den Blick.
Erfüllt vom Heiligen Geist,
10sagte er:
"Du bist voll List und Tücke,
du Sohn des Teufels
und Gegner von allem,
was Gott will.
Willst du nicht endlich aufhören,
die klaren Anweisungen des Herrn zu verdrehen?
11Jetzt sieh!
Der Herr wird dich bestrafen!
Du wirst blind sein
und eine Zeit lang die Sonne nicht mehr sehen!"
Sofort wurde Elymas in tiefste Dunkelheit getaucht.
Er tappte umher
und suchte jemanden,
der ihn an der Hand führte.
12Als der Gouverneur sah,
was geschehen war,
kam er zum Glauben.
Er war tief beeindruckt,
wie mächtig die Lehre des Herrn war.
Barnabas und Paulus in Antiochia in Pisidien: Paulus spricht in der Synagoge
13Paulus und seine Begleiter setzten mit dem Schiff
von Paphos nach Perge in Pamphylien über.
Dort trennte sich Johannes von ihnen
und kehrte nach Jerusalem zurück.
14Paulus und Barnabas
zogen von Perge aus weiter
und kamen nach Antiochia in Pisidien.
Am Sabbat gingen sie dort in die Synagoge
und nahmen Platz.
15Nach der Lesung aus dem Gesetz und den Propheten
ließen die Synagogenleiter ihnen sagen:
"Ihr Brüder,
wenn ihr ein ermutigendes Wort für das Volk habt,
dann sprecht!"
16Da stand Paulus auf,
bat mit einer Handbewegung um Ruhe
und sagte:
"Ihr Männer von Israel
und ihr anderen, die ihr an den Gott Israels glaubt,
hört her!
17Der Gott unseres Volkes,
der Gott Israels,
hat unsere Vorfahren erwählt.
Er hat sie zu einem großen Volk gemacht,
während sie als Fremde im Land Ägypten lebten.
Mit starker Hand
hat er sie aus Ägypten herausgeführt.
18Vierzig Jahre lang ertrug er ihr Verhalten,
während sie durch die Wüste zogen.
19Er unterwarf im Land Kanaan sieben Völker
und gab das Land den Israeliten zum Erbbesitz.
20Das dauerte insgesamt 450 Jahre.
Dann gab Gott dem Volk Israel Richter
bis zur Zeit des Propheten Samuel.
21Von da an wollten sie einen König haben.
Und Gott gab ihnen Saul, den Sohn von Kisch
aus dem Stamm Benjamin.
Saul regierte vierzig Jahre lang.
22Dann setzte Gott ihn wieder ab
und erhob David zu ihrem König.
Von ihm hat Gott bezeugt:
'Ich habe David ausgewählt,
den Sohn von Isai.
Er ist ein Mann nach meinem Herzen.
Er wird in allem so handeln,
wie ich es will.'
23Nun hat Gott einen Nachkommen Davids
als Retter zu Israel gesandt
– genau wie er es versprochen hat.
Dieser Retter ist Jesus.
24Bevor er auftrat,
hat Johannes dem ganzen Volk Israel verkündet:
'Lasst euch taufen!
Ändert euer Leben!'
25Als Johannes am Ende seines Wirkens stand,
sagte er zu den Leuten:
'Was denkt ihr,
wer bin ich?
Ich bin nicht der,
für den ihr mich haltet!
Seht doch,
der kommt nach mir.
Ich bin nicht einmal wert,
ihm die Sandalen von den Füßen loszubinden.'
26Ihr Brüder,
ihr Nachkommen Abrahams
und auch ihr |panderen, |&z]
die ihr an den Gott Israels glaubt:
Wir sind es,
denen Gott
die Botschaft von dieser Rettung gesandt hat.
27Die Bewohner von Jerusalem
und ihre führenden Männer
haben nicht erkannt,
wer Jesus war.
Sie haben ihn zum Tod verurteilt.
Dadurch haben sie die Ankündigungen der Propheten
in Erfüllung gehen lassen,
die an jedem Sabbat vorgelesen werden.
28Sie fanden nichts,
wofür Jesus den Tod verdient hätte.
Dennoch forderten sie von Pilatus seine Hinrichtung.
29Damit hatten sie alles getan,
was in den Heiligen Schriften
über Jesus vorhergesagt ist.
Danach nahmen sie ihn von dem Pfahl ab
und legten ihn ins Grab.
30Aber Gott hat ihn vom Tod auferweckt.
31Viele Tage hindurch
zeigte Jesus sich seinen Begleitern,
die mit ihm von Galiläa
nach Jerusalem hinaufgezogen waren.
Die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk.
32Und wir verkünden euch nun die Gute Nachricht:
Was Gott unseren Vorfahren versprochen hat,
33das hat er in Erfüllung gehen lassen –
und zwar für uns, ihre Nachkommen.
Er hat Jesus vom Tod auferweckt,
wie es ja auch im zweiten Psalm steht:
'Du bist mein Sohn,
heute habe ich dich gezeugt.'
34Gott hat Jesus vom Tod auferweckt
und nicht zugelassen,
dass sein Körper verwest.
Davon hatte Gott gesprochen,
als er sagte:
'Ich will euch geben,
was ich David versprochen habe:
das unvergängliche Heil.'
35Darum heißt es auch an einer anderen Stelle:
'Du lässt nicht zu,
dass dein treuer Diener verwest.'
36David starb nach Gottes Willen,
nachdem er sein Leben lang
den Menschen seiner Zeit gedient hatte.
Er wurde bei seinen Vorfahren bestattet
und sein Leib verweste.
37Aber derjenige,
den Gott auferweckt hat,
dessen Leib verweste nicht.
38Ihr Brüder,
das sollt ihr wissen:
Durch Jesus wird euch
die Vergebung eurer Schuld angeboten.
Das Gesetz des Mose hatte nicht die Kraft,
euch vor Gott gerecht zu machen.
39Aber durch Jesus wird jeder, der glaubt,
vor Gott als gerecht dastehen.
40Gebt also Acht,
dass es nicht so kommt,
wie es bei den Propheten vorhergesagt ist:
41'Schaut her, ihr Spötter!
Wundert euch
und geht zugrunde.
Denn in euren Tagen handle ich so,
wie ihr es nicht erwartet.
Ihr könntet es nicht glauben,
wenn man euch davon erzählen würde.'"
42Als Paulus und Barnabas die Synagoge verließen,
bat man sie:
"Erzählt uns am nächsten Sabbat noch mehr
von dieser Sache."
43Die Versammlung löste sich auf.
Viele Juden und Leute,
die zum Judentum übergetreten waren
und an den Gott Israels glaubten,
folgten Paulus und Barnabas.
Die beiden sprachen ausführlich mit ihnen.
Sie redeten ihnen zu,
sich ganz auf die Gnade Gottes zu verlassen.
Barnabas und Paulus in Antiochia in Pisidien: Paulus wendet sich den Heiden zu
44Am folgenden Sabbat
kam fast die ganze Stadt zusammen,
um die Botschaft vom Herrn zu hören.
45Als die Juden sahen,
wie groß die Menge war,
wurden sie eifersüchtig.
Ständig widersprachen sie dem,
was Paulus sagte,
und spotteten darüber.
46Aber Paulus und Barnabas ließen sich nicht einschüchtern
und sagten:
"Ihr wart die Ersten,
denen wir das Wort Gottes verkünden mussten.
Aber ihr wollt nichts davon wissen.
Ihr habt euch selbst davon ausgeschlossen,
das ewige Leben zu empfangen.
Seht doch,
deshalb wenden wir uns jetzt an die Heiden.
47So hat es uns der Herr aufgetragen:
'Ich habe dich zum Licht für die Heiden gemacht.
Du sollst die Rettung zu allen Menschen bringen –
bis ans Ende der Welt.'"
48Als die Heiden das hörten,
freuten sie sich
und priesen den Herrn für dieses Wort.
Und alle,
die für das ewige Leben bestimmt waren,
kamen zum Glauben.
49Die Botschaft vom Herrn
verbreitete sich in der ganzen Gegend.
50Aber die Juden hetzten die Leute in der Stadt
gegen Paulus und Barnabas auf –
die vornehmen Frauen,
die an den Gott Israels glaubten,
ebenso wie die angesehensten Männer der Stadt.
Sie veranlassten,
dass man gegen die beiden vorging.
Deshalb mussten sie das Gebiet der Stadt verlassen.
51Die beiden schüttelten den Staub von ihren Füßen
als Warnung für die Bewohner.
Dann zogen sie weiter nach Ikonion.
52Aber die Jünger,
die sie in Antiochia gewonnen hatten,
wurden von Freude erfüllt
und der Heilige Geist kam auf sie herab.
Paulus und Barnabas in Ikonion
141In Ikonion gingen Paulus und Barnabas
wieder in die jüdische Synagoge.
Sie sprachen dort genauso,
wie sie es auch in Antiochia getan hatten.
Daraufhin kamen viele Leute zum Glauben,
2Die übrigen Juden,
die sich nicht überzeugen lassen wollten,
stachelten die Heiden gegen die Brüder auf.
3Trotzdem blieben Paulus und Barnabas
noch längere Zeit dort.
Im Vertrauen auf den Herrn
verkündeten sie unerschrocken
die Botschaft von der Gnade Gottes.
Der Herr bestätigte die Botschaft,
indem er durch Paulus und Barnabas
Zeichen und Wunder geschehen ließ.
4Da spalteten sich die Bewohner der Stadt in zwei Lager.
Die einen hielten zu den Juden,
die anderen zu den Aposteln.
5Schließlich planten die gegnerischen Heiden und Juden
samt ihren führenden Männern
einen Anschlag auf Paulus und Barnabas:
Sie wollten die beiden gewaltsam ergreifen
und sie steinigen.
6Aber Paulus und Barnabas erfuhren davon.
Sie flohen nach Lystra und Derbe,
zwei Städten in Lykaonien.
7Dort und in der weiteren Umgebung
setzten sie die Verkündigung der Guten Nachricht fort.
Paulus und Barnabas in Lystra
8In Lystra wohnte ein Mann,
der keine Kraft in seinen Beinen hatte.
Er war von Geburt an gelähmt
und hatte noch nie einen Schritt getan.
9Dieser Mann war unter den Zuhörern,
als Paulus redete.
Paulus blickte den Gelähmten an.
Er sah,
dass der Mann fest darauf vertraute,
geheilt zu werden.
10Da rief er laut:
"Stell dich auf deine Beine –
gerade und aufrecht!"
Da sprang der Gelähmte auf
und tat die ersten Schritte.
11Als die Leute sahen,
was Paulus getan hatte,
riefen sie auf Lykaonisch:
"Die Götter haben Menschengestalt angenommen
und sind zu uns herabgestiegen!"
12Sie nannten Barnabas Zeus
weil er der Wortführer war.
13Der Priester aus dem Zeustempel vor der Stadt
brachte Stiere und Blumenkränze zum Stadttor.
Zusammen mit den Leuten
wollte er den beiden Opfer darbringen.
14Als die Apostel Barnabas und Paulus das hörten,
zerrissen sie ihre Kleider.
Sie stürzten sich in die Menge
und riefen:
15"Männer, was tut ihr da?
Wir sind doch Menschen genau wie ihr.
Wir verkünden euch die Gute Nachricht,
damit ihr euch von diesen nutzlosen Götzen abwendet.
Wendet euch dem lebendigen Gott zu!
Er hat Himmel, Erde und Meer geschaffen
mit allem, was darin ist.
16In den vergangenen Zeiten
ließ Gott alle heidnischen Völker
ihre eigenen Wege gehen.
17Und doch hat er sich auch ihnen
immer wieder deutlich zu erkennen gegeben –
durch all das Gute,
das er tut:
Vom Himmel her gibt er euch Regen
und lässt die Ernte reifen.
Er schenkt euch Nahrung
und erfüllt euer Herz mit Freude."
18Doch selbst mit diesen Worten
konnten Paulus und Barnabas
die Leute kaum davon abhalten,
ihnen Opfer darzubringen.
19Aber dann kamen Juden aus Antiochia und aus Ikonion.
Sie brachten die Menge auf ihre Seite
und steinigten Paulus.
Dann schleiften sie ihn aus der Stadt hinaus,
denn sie hielten ihn für tot.
20Doch als sich die Jünger um ihn drängten,
stand er auf
und ging in die Stadt zurück.
Am nächsten Tag machte er sich mit Barnabas
auf den Weg nach Derbe.
Paulus und Barnabas in Derbe -- Rückreise nach Antiochia und Besuche bei den Gemeinden
21In Derbe verkündeten Paulus und Barnabas
die Gute Nachricht
und konnten viele Jünger gewinnen.
Dann machten sie sich auf den Rückweg
und kamen über Lystra und Ikonion
schließlich nach Antiochia.
22Überall machten sie den Jüngern Mut
und ermahnten sie,
unbeirrt am Glauben festzuhalten:
"Nach Gottes Plan werden wir
durch große Not hindurch
schließlich in das Reich Gottes gelangen."
23In jeder Gemeinde ließen sie Älteste wählen.
Dann beteten sie und fasteten.
So vertrauten sie die Gemeinden dem Herrn an,
an den sie nun glaubten.
24Dann zogen Paulus und Barnabas durch Pisidien
und kamen wieder nach Pamphylien.
25In Perge verkündeten sie das Wort Gottes.
Anschließend zogen sie zum Meer hinab nach Attalia.
26Von dort segelten sie nach Antiochia.
Hier waren sie ja für ihre Aufgabe
der Gnade Gottes anvertraut worden.
Und diese Aufgabe hatten sie nun erfüllt.
27Nach ihrer Ankunft riefen sie die Gemeinde zusammen.
Sie berichteten,
was Gott durch sie getan hatte:
"Er hat den Heiden
die Tür zum Glauben geöffnet."
28Danach blieben Paulus und Barnabas
für längere Zeit bei den Jüngern dort.
Die Gute Nachricht auf dem Weg bis ans Ende der Erde
Die Versammlung in Jerusalem und die zweite Missionsreise von Paulus
Die Versammlung in Jerusalem
Der Anlass -- eine Streitfrage in Antiochia: Müssen Heidenchristen beschnitten werden?
151Da kamen einige Leute aus Judäa nach Antiochia.
Sie erklärten den Brüdern:
"Ihr müsst euch beschneiden lassen,
wie es nach Mose Vorschrift ist.
Sonst könnt ihr nicht gerettet werden."
2Das verursachte große Aufregung in der Gemeinde.
Und Paulus und Barnabas gerieten
mit den Männern in heftigen Streit.
Deshalb beschloss man,
Paulus, Barnabas und einige andere aus der Gemeinde
nach Jerusalem zu schicken.
Dort sollten sie die Streitfrage
den Aposteln und Gemeindeältesten vorlegen.
3Paulus, Barnabas und ihre Begleiter
wurden von der Gemeinde feierlich verabschiedet.
Dann reisten sie durch Phönizien und Samarien
und erzählten überall,
wie die Heiden den Glauben angenommen hatten.
Damit lösten sie bei allen Brüdern große Freude aus.
Die Versammlung in Jerusalem: Die Forderung der Pharisäer
4Als Paulus, Barnabas und ihre Begleiter
in Jerusalem ankamen,
wurden sie von der ganzen Gemeinde,
den Aposteln und den Gemeindeältesten empfangen.
Sie berichteten ausführlich,
was Gott durch sie bewirkt hatte.
5Aber einige von der Partei der Pharisäer,
die zum Glauben gekommen waren,
standen auf.
Sie forderten:
"Man muss diese Menschen beschneiden
und von ihnen verlangen,
das Gesetz des Mose zu befolgen!"
Die Versammlung in Jerusalem: Die Rede des Petrus
6Daraufhin versammelten sich die Apostel
und die Gemeindeältesten,
um über diese Frage zu beraten.
7Dabei kam es zu einem heftigen Streit.
Da stand Petrus auf
und sagte zu ihnen:
"Ihr Brüder!
Ihr wisst doch,
dass Gott schon längst
hier bei euch die Entscheidung getroffen hat:
Durch meine Verkündigung
sollten die Heiden die Gute Nachricht hören
und zum Glauben kommen.
8Und Gott, der ja die Herzen kennt,
hat das selbst bestätigt:
Er hat nämlich auch ihnen den Heiligen Geist gegeben –
genauso wie uns.
9Er hat keinen Unterschied
zwischen uns und ihnen gemacht.
Durch den Glauben hat er ihre Herzen
von aller Schuld gereinigt.
10Warum fordert ihr Gott heraus
und legt den Jüngern ein Joch auf den Nacken?
Weder unsere Vorfahren noch wir selbst
waren stark genug,
ein solches Joch zu tragen!
11Im Gegenteil:
Durch die Gnade des Herrn Jesus
werden wir gerettet –
wir genauso wie sie!
Davon sind wir überzeugt."
Die Versammlung in Jerusalem: Die Rede des Jakobus
12Da schwieg die ganze Versammlung
und hörte Barnabas und Paulus zu.
Sie berichteten von den Zeichen und Wundern,
die Gott durch sie
bei den Heiden vollbracht hatte.
13Als Paulus und Barnabas mit ihrem Bericht
zu Ende waren,
ergriff Jakobus das Wort:
"Ihr Brüder, hört mir zu!
14Simeon hat deutlich gemacht,
wie Gott selbst sich als Erster
den Heiden zugewandt hat.
Aus ihnen hat er ein Volk gebildet,
das zu ihm gehört.
15Das stimmt mit den Worten der Propheten überein.
Dort heißt es:
16'Danach werde ich mich euch wieder zuwenden.
Ich werde die verfallene Hütte Davids wieder aufbauen.
Aus ihren Trümmern werde ich sie aufrichten
und sie neu erstehen lassen.
17Das werde ich tun,
damit alle Menschen,
die übrig geblieben sind,
mich, den Herrn, suchen –
auch die Heiden.
Sie sind ja mein Eigentum.
Das sage ich, der Herr.
Denn ich führe aus,
18was ich von jeher angekündigt habe.'
19Deshalb bin ich der Ansicht,
wir sollten die Heiden,
die sich Gott zuwenden,
nicht unnötig belasten.
20Wir sollten sie lediglich in einem Brief auffordern,
einige Dinge zu unterlassen,
die sie unrein machen:
Sie sollen keine Götzen verehren
und nicht mit Verwandten schlafen.
Und sie sollen kein Fleisch von Tieren essen,
die nicht ausgeblutet sind,
oder Blut zu sich nehmen.
21Denn diese Vorschriften des Mose werden
seit vielen Generationen in allen Städten verkündet.
An jedem Sabbat werden sie
in den Synagogen vorgelesen.“
Die Versammlung in Jerusalem: Der Beschluss und der Brief nach Antiochia
22Darauf fassten die Apostel und die Gemeindeältesten
sowie die ganze Gemeinde einen Beschluss:
Sie wollten Männer aus ihrer Mitte wählen,
um sie zusammen mit Paulus und Barnabas
nach Antiochia zu schicken.
Die Wahl fiel auf Judas, genannt Barsabbas, und Silas,
die zu den führenden Männern unter den Brüdern gehörten.
23Den beiden gaben sie folgendes Schreiben mit:
"Die Apostel und die Gemeindeältesten,
eure Brüder.
An unsere Brüder in Antiochia, Syrien und Zilizien,
die aus den Heidenvölkern zu uns gestoßen sind.
Wir grüßen euch herzlich!
24Wie wir erfahren haben,
waren einige aus unserer Gemeinde bei euch.
Was sie euch sagten,
hat euch erschreckt
und zutiefst beunruhigt.
Dazu hatten sie von uns keinen Auftrag.
25Wir haben einstimmig beschlossen,
ausgewählte Männer zu euch zu schicken.
Sie kommen zusammen mit unseren geliebten Brüdern
Barnabas und Paulus.
26Es sind Männer, die für unseren Herrn Jesus Christus
ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben:
27Wir haben Judas und Silas zu euch geschickt.
Sie werden euch dasselbe auch noch mündlich mitteilen.
28Der Heilige Geist und zusammen mit ihm auch wir
haben nämlich beschlossen,
euch keine weiteren Lasten aufzubürden.
Nur die folgenden Dinge solltet ihr unbedingt beachten:
29Esst kein Fleisch von Tieren,
die als Opfer für Götzen geschlachtet wurden.
Nehmt kein Blut zu euch.
Verzehrt kein Fleisch von Tieren,
die nicht ausgeblutet sind,
und schlaft nicht mit Verwandten.
Wenn ihr dies vermeidet,
macht ihr alles richtig.
Und nun lebt wohl!"
Die Gesandschaft nach Antiochia
30Paulus, Barnabas und die beiden Abgesandten
wurden in Jerusalem feierlich verabschiedet
und gingen nach Antiochia.
Dort riefen sie die ganze Gemeinde zusammen
und übergaben den Brief.
31Er wurde vorgelesen,
und alle freuten sich über den ermutigenden Bescheid.
32Judas und Silas,
die beide selbst Propheten waren,
sprachen lange mit den Brüdern.
Sie machten ihnen Mut
und bestärkten sie im Glauben.
33Die beiden blieben noch einige Zeit dort.
Dann wurden sie von den Brüdern
mit Segenswünschen verabschiedet
und kehrten zu ihren Auftraggebern
nach Jerusalem zurück.
34[...]
35Paulus und Barnabas blieben in Antiochia.
Zusammen mit vielen anderen unterwiesen sie
die Gemeinde im Wort des Herrn
und verkündeten die Gute Nachricht.
Die zweite Missionsreise von Paulus
Paulus trennt sich von Barnabas und bricht zur zweiten Reise auf
36Nach einigen Tagen sagte Paulus zu Barnabas:
"Lass uns noch einmal alle Städte besuchen,
in denen wir das Wort des Herrn verkündet haben.
Wir wollen sehen,
wie es den Brüdern dort geht."
37Barnabas wollte auch Johannes Markus dabeihaben.
38Aber Paulus lehnte es ab,
ihn noch einmal mitzunehmen.
Er hatte sie ja in Pamphylien im Stich gelassen
und nicht weiter bei ihrer Arbeit unterstützt.
39Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung.
Schließlich trennten sich Paulus und Barnabas.
Barnabas nahm Markus mit
und segelte nach Zypern.
40Paulus wählte sich Silas zum Begleiter.
Die Brüder beteten,
dass die Gnade des Herrn ihn begleite.
Dann machte er sich auf den Weg.
41Er reiste durch Syrien und Zilizien
und bestärkte die Gemeinden im Glauben.
Paulus gewinnt Timotheus als Begleiter
161Paulus kam wieder nach Derbe und Lystra.
Sieh doch!
In Lystra lebte ein Jünger namens Timotheus.
Er war der Sohn einer Christin jüdischer Herkunft,
aber sein Vater war Grieche.
2Timotheus hatte einen guten Ruf
bei den Brüdern in Lystra und Ikonion.
3Paulus wollte Timotheus gerne
als Begleiter auf die Reise mitnehmen.
Aus Rücksicht auf die Juden in der Gegend
ließ er ihn beschneiden.
Denn alle wussten,
dass sein Vater Grieche war.
4Dann zogen Paulus und Timotheus von Stadt zu Stadt.
Sie teilten den Gemeinden mit,
was die Apostel und die Gemeindeältesten in Jerusalem
beschlossen hatten.
An diese Beschlüsse sollten sie sich halten.
5So wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt,
und sie wuchsen von Tag zu Tag.
Paulus in Troas
6Dann zogen Paulus und Timotheus weiter durch Phrygien
und das Gebiet von Galatien.
Denn der Heilige Geist hinderte sie daran,
die Botschaft in der Provinz Asien zu verkünden.
7Als sie schon fast in Mysien waren,
wollten sie nach Bithynien weiterreisen.
Doch der Geist, durch den Jesus sie führte,
ließ das nicht zu.
8Also zogen sie durch Mysien
und stiegen zum Meer hinab nach Troas.
9In der Nacht hatte Paulus eine Erscheinung.
Ein Mann aus Mazedonien stand vor ihm
und bat:
"Komm herüber nach Mazedonien
und hilf uns!"
10Gleich nachdem Paulus die Erscheinung gehabt hatte,
suchten wir nach einer Möglichkeit,
um nach Mazedonien zu gelangen.
Denn wir waren sicher:
Gott hatte uns dazu berufen,
den Menschen dort die Gute Nachricht zu verkünden.
Paulus in Philippi: Die Bekehrung von Lydia
11Von Troas aus setzten wir
auf dem kürzesten Weg nach Samothrake über.
Einen Tag später erreichten wir Neapolis.
12Von dort gingen wir nach Philippi.
Das ist eine bedeutende Stadt in diesem Bezirk Mazedoniens
In dieser Stadt blieben wir einige Zeit.
13Am Sabbat gingen wir
durch das Stadttor hinaus an den Fluss.
Wir nahmen an,
dass dort eine jüdische Gebetsstätte war.
Wir setzten uns
und sprachen zu den Frauen,
die an diesem Ort zusammengekommen waren.
14Unter den Zuhörerinnen
war auch eine Frau namens Lydia.
Sie handelte mit Purpurstoffen
und kam aus der Stadt Thyatira.
Lydia glaubte an den Gott Israels.
Der Herr öffnete ihr das Herz,
sodass sie die Worte des Paulus gerne aufnahm.
15Sie ließ sich taufen
zusammen mit allen,
die in ihrem Haus lebten.
Danach bat sie:
"Wenn ihr überzeugt seid,
dass ich wirklich an den Herrn glaube,
dann kommt in mein Haus.
Ihr könnt bei mir wohnen!"
Und sie drängte uns förmlich dazu.
Paulus in Philippi: Paulus treibt einen Wahrsagegeist aus und muss mit Silas ins Gefängnis
16Einmal, als wir zur Gebetsstätte gingen,
begegnete uns eine Dienerin.
Sie war von einem Geist besessen,
der wahrsagen konnte.
Und mit ihrer Wahrsagerei
brachte sie ihren Besitzern viel Geld ein.
17Sie lief hinter Paulus und uns anderen her
und rief:
"Diese Leute sind Diener des höchsten Gottes.
Sie verkünden euch den Weg zur Rettung!"
18So ging das viele Tage.
Zum Schluss war Paulus so aufgebracht,
dass er sich umdrehte
und zu dem Geist sagte:
"Im Namen von Jesus Christus befehle ich dir:
Gib diese Frau frei!"
Im gleichen Augenblick ließ der Geist sie frei.
19Die Besitzer der Dienerin sahen,
dass damit auch ihre Hoffnung auf Gewinn verloren war.
Da packten sie Paulus und Silas
und schleppten sie zum Marktplatz
vor das Stadtgericht.
20Sie führten die beiden den Stadtobersten vor
und sagten:
"Diese Menschen stiften Unruhe in unserer Stadt.
Sie sind Juden.
21Sie wollen Bräuche einführen,
die wir als Römer weder annehmen
noch ausüben dürfen."
22Auch die Volksmenge ergriff gegen sie Partei.
Da ließen die Stadtobersten
Paulus und Silas die Kleider vom Leib reißen
und befahlen,
sie mit Ruten zu schlagen.
23Nachdem man ihnen viele Schläge verabreicht hatte,
ließen sie die beiden ins Gefängnis werfen.
Dem Gefängniswärter wurde eingeschärft,
sie besonders gut zu bewachen.
24Befehlsgemäß brachte er sie
in die hinterste Zelle
und schloss ihre Füße in den Holzblock.
Paulus in Philippi: Die Befreiung der Gefangenen und die Bekehrung des Gefängniswärters
25Um Mitternacht beteten Paulus und Silas
und sangen Gott Loblieder.
Die anderen Gefangenen hörten ihnen zu.
26Plötzlich gab es ein starkes Erdbeben,
das die Fundamente des Gefängnisses erschütterte.
Da sprangen alle Türen auf,
und die Ketten fielen von den Gefangenen ab.
27Der Gefängniswärter wurde
aus dem Schlaf gerissen.
Als er sah,
dass die Gefängnistüren offen standen,
zog er sein Schwert
und wollte sich töten.
Denn er dachte:
Die Gefangenen sind entflohen.
28Aber Paulus schrie laut:
"Tu dir nichts an!
Wir sind alle noch hier."
29Der Wärter rief nach Licht.
Er stürzte in die Zelle
und warf sich zitternd vor Paulus und Silas nieder.
30Dann führte er sie hinaus
und fragte:
"Ihr Herren,
was muss ich tun,
damit ich gerettet werde?"
31Sie antworteten:
dann wirst du gerettet
und mit dir alle in deinem Haus."
32Und sie verkündeten ihm
und allen anderen in seinem Haus
das Wort des Herrn.
33Noch in derselben Nachtstunde
nahm der Wärter Paulus und Silas zu sich.
Er wusch ihnen die Wunden aus.
Dann ließ er sich umgehend taufen,
und mit ihm alle,
die in seinem Haus lebten.
34Anschließend führte er die beiden in sein Haus hinauf
und lud sie zum Essen ein.
Die ganze Hausgemeinschaft freute sich,
dass sie zum Glauben an Gott gefunden hatte.
Paulus in Philippi: Entschuldigung der Richter und Abschied von Philippi
35Als es Tag geworden war,
schickten die Stadtobersten die Amtsdiener
und gaben dem Wärter die Anweisung:
"Lass diese Leute frei!"
36Der Gefängniswärter gab Paulus die Nachricht weiter:
"Die Stadtobersten haben mich angewiesen,
euch freizugeben.
Ihr dürft das Gefängnis verlassen.
Der Friede Gottes begleite euch!"
37Aber Paulus sagte zu den Amtsdienern:
"Man hat uns ohne ordentliches Gerichtsverfahren
öffentlich verprügeln lassen.
Dabei besitzen wir das römische Bürgerrecht!
Dann hat man uns ins Gefängnis geworfen.
Und jetzt will man uns heimlich abschieben?
Das kommt nicht infrage!
Die Stadtobersten sollen herkommen
und uns persönlich aus dem Gefängnis begleiten!"
38Die Amtsdiener meldeten das den Stadtobersten.
Die waren sehr erschrocken,
als sie erfuhren,
dass Paulus und Silas das römische Bürgerrecht besaßen.
39Sie kamen selbst
und entschuldigten sich.
Dann begleiteten sie die beiden aus dem Gefängnis
und baten sie,
die Stadt zu verlassen.
40Vom Gefängnis aus
gingen Paulus und Silas zu Lydia.
Dort trafen sie die Brüder
und machten ihnen Mut.
Dann verließen sie die Stadt.
Paulus in Thessalonich: Konflikt mit den Juden vor Ort
171Über Amphipolis und Apollonia
kamen Paulus und Silas nach Thessalonich.
Dort gab es eine jüdische Synagoge.
2Wie gewohnt ging Paulus dorthin.
An drei Sabbaten sprach er mit den Versammelten
über die Heiligen Schriften.
3Er legte sie aus
und wies dabei nach:
"Der Christus musste leiden
und danach vom Tod auferstehen.
Jesus, den ich euch verkünde, ist dieser Christus."
4Einige Juden ließen sich überzeugen
und konnten für die Sache von Paulus und Silas
gewonnen werden.
Dazu kamen viele Griechen,
die an den Gott Israels glaubten.
Unter ihnen waren auch etliche einflussreiche Frauen.
5Die übrigen Juden missgönnten ihnen diesen Erfolg.
Sie holten sich eine Handvoll übler Kerle,
die auf dem Markt herumlungerten.
Mit deren Hilfe wiegelten sie das Volk auf
und brachten die ganze Stadt in Aufruhr.
Dann zogen sie zum Haus des Jason.
Sie waren auf der Suche nach Paulus und Silas,
um sie vor die Volksversammlung zu stellen.
6Aber sie trafen die beiden nicht an.
Da schleppten sie Jason und einige Brüder
vor die Stadtobersten
und schrien:
"Diese Leute versetzen die ganze Welt in Aufruhr.
Und jetzt sind sie hier bei uns aufgetaucht!
7Jason hat sie bei sich aufgenommen.
Allesamt verstoßen sie gegen die Gesetze des Kaisers.
Sie behaupten nämlich,
dass ein anderer König ist –
Jesus!"
8Als die Stadtobersten und die Volksmenge das hörten,
waren sie empört.
9Jason und die anderen
mussten eine Kaution stellen,
dann ließ man sie wieder frei.
Paulus in Beröa
10Noch in derselben Nacht schickten die Brüder
Kurz nach ihrer Ankunft gingen sie
11In Beröa waren die Juden aufgeschlossener
als in Thessalonich.
Sie nahmen die Botschaft
mit großer Bereitwilligkeit auf.
Täglich überprüften sie an den Heiligen Schriften,
ob das, was Paulus sagte, auch stimmte.
12Viele von ihnen kamen zum Glauben,
darunter nicht wenige einflussreiche Griechen,
vor allem Frauen,
aber auch Männer.
13Die Juden von Thessalonich erfuhren,
dass Paulus nun in Beröa das Wort Gottes verkündete.
Also reisten sie ihm nach.
Auch hier versetzten sie die Leute in Unruhe
und hetzten sie gegen Paulus auf.
14Deshalb schickten die Brüder ihn schnell weiter,
hinunter zur Küste.
Silas und Timotheus blieben in Beröa.
15Seine Begleiter brachten Paulus bis nach Athen,
dann kehrten sie zurück.
Paulus gab ihnen die Anweisung
für Silas und Timotheus mit,
so schnell wie möglich nachzukommen.
Paulus in Athen: Eine Stadt voller Götzenbilder
16Paulus wartete in Athen auf Silas und Timotheus.
Die Stadt war voller Götzenbilder.
Als Paulus das sah,
packte ihn der Zorn.
17Er sprach in der Synagoge zu den Juden
und zu denen, die an den Gott Israels glaubten.
Und jeden Tag redete er mit den Leuten,
die er zufällig auf dem Marktplatz antraf.
18Darunter waren auch epikureische und stoische Philosophen,
die mit ihm diskutierten.
Einige von ihnen bemerkten:
"Was will dieser Angeber eigentlich?"
Andere meinten:
"Er scheint irgendwelche fremde Gottheiten zu verkünden."
Denn Paulus verkündete die Gute Nachricht
von Jesus und von der Auferstehung.
19Sie nahmen ihn mit zum Areopag
und fragten:
"Was ist das für eine neue Lehre,
die du da vertrittst?
Können wir mehr darüber erfahren?
20Was du uns erzählst,
klingt in unseren Ohren sehr fremd.
Wir würden gerne wissen,
was es damit auf sich hat."
21Die Athener und auch die Fremden,
die dort lebten,
waren nämlich sehr neugierig.
Sie kannten keinen besseren Zeitvertreib,
als stets das Neueste in Erfahrung zu bringen
und es weiterzuerzählen.
Paulus in Athen: Paulus spricht vor dem Areopag
22Paulus trat in die Mitte des Areopags
und sagte:
"Ihr Männer von Athen!
Nach allem, was ich sehe,
seid ihr sehr religiöse Leute.
23Ich bin durch die Stadt gegangen
und habe mir eure heiligen Stätten angeschaut.
Dabei habe ich auch einen Altar gefunden,
auf dem stand:
'Für einen unbekannten Gott'.
Das, was ihr da verehrt,
ohne es zu kennen,
das verkünde ich euch.
24Es ist der Gott,
der die Welt geschaffen hat
und alles, was in ihr ist.
Er ist der Herr über Himmel und Erde.
Er wohnt nicht in Tempeln,
die von Menschenhand errichtet wurden.
25Er ist auch nicht darauf angewiesen,
von Menschen versorgt zu werden.
Er selbst gibt uns ja das Leben,
die Luft zum Atmen
und alles, was wir zum Leben brauchen.
26Er hat aus einem einzigen Menschen
die ganze Menschheit hervorgehen lassen,
damit sie die Erde bewohnt.
Für jedes Volk hat er festgesetzt,
wie lange es bestehen
und in welchen Grenzen es leben soll.
27Er wollte,
dass die Menschen nach ihm suchen –
ob sie ihn vielleicht spüren
oder entdecken können.
Denn keinem von uns ist er fern.
28Durch ihn leben wir doch,
bewegen wir uns
und haben wir unser Dasein.
Oder wie es einige eurer Dichter gesagt haben:
'Wir sind sogar von seiner Art.'
29Weil wir Menschen also von Gottes Art sind,
dürfen wir uns nicht täuschen:
Die Gottheit gleicht keineswegs
irgendwelchen Gebilden aus Gold, Silber oder Stein.
Die sind nur das Ergebnis menschlichen Könnens
und menschlicher Vorstellungskraft.
30Nun –
Gott sieht nachsichtig über die Zeiten hinweg,
in denen die Menschen ihn nicht gekannt haben.
Aber jetzt fordert er die Menschen auf
– alle und überall –,
ihr Leben zu ändern.
31Denn er hat einen Tag festgesetzt,
an dem er über die ganze Welt
ein gerechtes Gericht halten wird.
Und zwar durch den Mann,
den er dazu bestimmt hat.
Dass dieser Mann wirklich dafür bestimmt ist,
hat Gott allen Menschen
durch seine Auferweckung vom Tod bewiesen."
Paulus in Athen: Geteiltes Echo auf die Rede
32Als die Leute Paulus
von der Auferweckung vom Tod reden hörten,
lachten einige ihn aus.
Aber andere sagten:
"Darüber wollen wir ein andermal
mehr von dir hören!"
33So verließ Paulus die Versammlung.
34Einige Leute schlossen sich ihm an
und kamen zum Glauben.
Unter ihnen waren auch Dionysius aus dem Areopag,
eine Frau namens Damaris
und noch einige andere.
Paulus in Korinth
181Bald darauf verließ Paulus Athen
und ging nach Korinth.
2Dort traf er einen Juden namens Aquila
und seine Frau Priszilla.
Aquila stammte aus Pontus
und war erst kürzlich aus Italien gekommen.
Denn Klaudius hatte alle Juden
aus Rom ausweisen lassen.
Paulus schloss sich den beiden an.
3Und weil er dasselbe Handwerk ausübte wie sie,
blieb er bei ihnen.
Er arbeitete in ihrem Betrieb mit,
denn sie waren Zeltmacher von Beruf.
4Jeden Sabbat sprach Paulus in der Synagoge
und versuchte, Juden und Griechen zu überzeugen.
5Als dann Silas und Timotheus
aus Mazedonien nachkamen,
konnte sich Paulus ganz der Verkündigung widmen.
Eindrücklich bezeugte er den Juden:
6Aber sie wollten nichts davon wissen
und spotteten darüber.
Da schüttelte Paulus den Staub aus seinen Kleidern
und sagte zu ihnen:
"Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben,
wenn ihr zugrunde geht.
Mich trifft keine Schuld!
Von jetzt ab werde ich mich
an die Heiden wenden."
Er lehrte nun im Haus eines Mannes namens Titius Justus,
der an den Gott Israels glaubte.
Sein Haus grenzte direkt an die Synagoge.
8Krispus, der Synagogenleiter,
und alle in seinem Haus
kamen zum Glauben an den Herrn.
Viele Korinther,
die davon hörten,
kamen ebenfalls zum Glauben
und ließen sich taufen.
9Eines Nachts hatte Paulus eine Erscheinung.
Der Herr sagte zu ihm:
"Hab keine Angst!
Verkünde weiter die Gute Nachricht
und schweige nicht!
10Ich bin bei dir.
Niemand kann dir etwas anhaben.
Denn viele Menschen in dieser Stadt
sind dazu bestimmt,
an mich zu glauben."
11Paulus blieb noch eineinhalb Jahre in Korinth
und lehrte dort das Wort Gottes.
Paulus wird vor dem Gouverneur Gallio angeklagt
12Dann wurde Gallio Gouverneur der Provinz Achaia.
Da taten sich die Juden gegen Paulus zusammen,
schleppten ihn vor den Richterstuhl
13und sagten:
"Dieser Mann verführt die Menschen dazu,
Gott auf eine Weise zu verehren,
die gegen das Gesetz verstößt."
14Noch ehe Paulus anfangen konnte,
sich zu verteidigen,
"Wenn es hier um einen Rechtsbruch
oder ein Verbrechen ginge,
wäre es meine Pflicht,
euch Juden anzuhören.
15Es handelt sich aber wohl um Streitfragen,
die Lehrunterschiede, Personen
und euer eigenes Gesetz betreffen.
Dafür seid ihr selbst zuständig.
Über solche Dinge will ich nicht Richter sein!"
16Und er ließ sie vom Richterstuhl vertreiben.
17Die Leute, die dabeistanden,
packten den Synagogenleiter Sosthenes
und verprügelten ihn vor dem Richterstuhl.
Aber Gallio kümmerte sich nicht weiter darum.
Rückreise nach Jerusalem und Antiochia
18Paulus blieb noch einige Tage in Korinth.
Dann verabschiedete er sich von den Brüdern
und segelte nach Syrien.
Priszilla und Aquila begleiteten ihn.
Vorher hatte sich Paulus in Kenchreä
wegen eines Gelübdes die Haare abschneiden lassen.
19Sie kamen nach Ephesus.
Dort ließ Paulus Priszilla und Aquila zurück.
Er selbst ging in die Synagoge
und sprach zu den Juden.
20Die baten ihn,
doch noch länger zu bleiben.
Aber Paulus lehnte ab.
21Er verabschiedete sich mit den Worten:
"Wenn Gott es will,
werde ich zu euch zurückkommen."
Dann fuhr er mit dem Schiff von Ephesus ab
22und ging in Cäsarea an Land.
Von dort zog er nach Jerusalem hinauf,
um die Gemeinde zu besuchen.
Dann reiste er weiter nach Antiochia.
Die dritte Missionsreise von Paulus und die Haft in Jerusalem und Cäsarea
Die dritte Missionsreise von Paulus
Apollos in Ephesus und Korinth
23In Antiochia blieb Paulus eine Zeit lang.
Dann brach er wieder auf
und reiste durch das Gebiet von Galatien
und durch Phrygien.
Überall bestärkte er die Jünger in ihrem Glauben.
24Inzwischen kam ein Jude nach Ephesus,
der Apollos hieß und aus Alexandria stammte.
Er war ein gebildeter Mann
und kannte sich sehr gut
in den Heiligen Schriften aus.
25Er war im Weg des Herrn unterrichtet worden.
Voller Begeisterung sprach er von Jesus
und gab seinen Zuhörern alles über ihn
zuverlässig weiter.
Allerdings kannte er nur die Taufe durch Johannes.
26Er fing an,
unerschrocken in der Synagoge aufzutreten.
Priszilla und Aquila hörten ihn ebenfalls.
Sie luden ihn zu sich ein
und erklärten ihm den Weg Gottes noch genauer.
27Als Apollos dann in die Achaia reisen wollte,
ermutigten ihn die Brüder dazu.
Sie gaben ihm ein Empfehlungsschreiben mit,
in dem sie die Jünger dort baten,
ihn freundlich aufzunehmen.
Nach seiner Ankunft wurde er den Glaubenden
mit seiner besonderen Begabung eine große Hilfe.
28Mit Nachdruck widerlegte er die Juden
in öffentlichen Streitgesprächen.
Er bewies ihnen nämlich aus den Heiligen Schriften,
Paulus in Ephesus: Paulus begegnet einigen Jüngern von Johannes dem Täufer
191Damals, als Apollos in Korinth war,
zog Paulus über das Hochland
zum Meer hinunter nach Ephesus.
Dort fand er einige Jünger vor.
2Die fragte er:
"Habt ihr den Heiligen Geist empfangen,
als ihr zum Glauben gekommen seid?"
Sie antworteten ihm:
"Wir haben noch nicht einmal gehört,
dass es einen Heiligen Geist gibt."
3Paulus fragte weiter:
"Was für eine Taufe habt ihr denn empfangen?"
Sie erwiderten:
"Die Taufe durch Johannes."
4Da erklärte ihnen Paulus:
"Bei der Taufe des Johannes ging es darum,
sein Leben zu ändern.
Zugleich hat Johannes dem ganzen Volk gesagt,
sie sollen an den glauben,
der nach ihm kommt.
Das heißt an Jesus."
5Als die Jünger das hörten,
ließen sie sich im Namen von Jesus, dem Herrn, taufen.
6Dann legte Paulus ihnen die Hände auf
und der Heilige Geist kam auf sie.
Sie redeten in unbekannten Sprachen
und mit prophetischen Worten.
7Es waren etwa zwölf Männer.
Paulus in Ephesus: Ablehnung in der Synagoge und Umzug der Gemeinde
8Paulus ging regelmäßig in die Synagoge.
Drei Monate lang trat er unerschrocken dort auf.
Er redete mit den Leuten
und versuchte,
sie für das Reich Gottes zu gewinnen.
9Aber einige verschlossen sich der Botschaft
und wollten nichts von ihr wissen.
Als sie vor der ganzen Versammlung
schlecht über den neuen Weg redeten,
wandte Paulus sich von ihnen ab.
Er brachte auch die Jünger dazu,
sich von der Synagoge zu trennen.
Von da an redete er täglich
in der Schule des Tyrannus zu ihnen.
10Das tat er zwei Jahre lang.
So hörten alle Bewohner der Provinz Asien,
das Wort des Herrn.
Paulus in Ephesus: Außergewöhnliche Wunder
11Gott wirkte durch Paulus außergewöhnliche Wunder.
12Man nahm sogar die Tücher und Schurze,
die er am Körper getragen hatte,
und legte sie den Kranken auf.
Dann verschwanden die Krankheiten
und die bösen Geister fuhren aus.
Paulus in Ephesus: Begegnung mit falschen Geisterbeschwörern
13Es gab auch jüdische Geisterbeschwörer,
die durchs Land zogen.
Einige von ihnen versuchten sogar,
im Namen von Jesus, dem Herrn,
die bösen Geister auszutreiben.
Dazu riefen sie über den Besessenen aus:
"Ich beschwöre euch bei Jesus,
den Paulus verkündigt!"
14Einmal versuchten das auch
die sieben Söhne eines gewissen Skevas,
der zu den führenden jüdischen Priestern gehörte.
15Aber der böse Geist antwortete ihnen:
"Jesus kenne ich
und Paulus ist mir bekannt.
Aber ihr –
wer seid ihr eigentlich?"
16Der Besessene fiel über die beiden her.
Er überwältigte sie
und richtete sie übel zu.
Blutend und mit zerfetzten Kleidern
flohen sie aus dem Haus.
17Alle Bewohner von Ephesus,
erfuhren von diesem Ereignis.
Voll Ehrfurcht priesen sie den Namen von Jesus,
dem Herrn.
18Viele, die zum Glauben gekommen waren,
kamen jetzt,
um ihr Unrecht zu bekennen.
Sie gaben offen zu,
dass sie früher Ähnliches getan hatten.
19Etliche, die Zauberei getrieben hatten,
brachten ihre Bücher herbei
und verbrannten sie öffentlich.
Man schätzte den Wert der verbrannten Bücher
auf insgesamt 50.000 Silberstücke.
20So breitete sich das Wort des Herrn unaufhaltsam aus
und wurde immer stärker.
Paulus in Ephesus: Entschluss zur Reise nach Jerusalem und Rom
21Nach diesen Ereignissen entschloss sich Paulus,
über Mazedonien und die Achaia
nach Jerusalem zu reisen.
Damals erklärte er:
"Nachdem ich dort gewesen bin,
muss ich endlich auch Rom besuchen."
22Zwei seiner Helfer, Timotheus und Erastus,
sandte er nach Mazedonien voraus.
Er selbst blieb noch eine Zeit lang in der Provinz Asien.
Paulus in Ephesus: Der Aufstand der Silberschmiede
23In dieser Zeit kam es in Ephesus
wegen des neuen Wegs zu schweren Unruhen.
24Es gab dort nämlich einen Silberschmied namens Demetrius,
der silberne Nachbildungen vom Tempel der Artemis herstellte.
Damit verschaffte er auch
den anderen Kunsthandwerkern vor Ort
ein gutes Einkommen.
25Sie und die Arbeiter,
die für sie tätig waren,
rief Demetrius einmal zusammen
und sagte:
"Männer, ihr wisst:
Unser ganzer Wohlstand hängt an diesem Geschäft.
26Wie ihr seht und hört,
hat dieser Paulus die Leute verrückt gemacht –
nicht nur hier in Ephesus,
sondern fast in der ganzen Provinz Asien.
Er redet ihnen ein,
dass es keine Götter gibt,
die von Menschenhand gemacht sind.
27Damit ist aber nicht nur die Gefahr verbunden,
dass unser ganzes Gewerbe in Verruf kommt.
Vielmehr droht dadurch die Bedeutung des Tempels
der großen Göttin Artemis zu schwinden.
Ja, es wird noch so weit kommen,
dass die Göttin selbst nicht mehr geachtet wird –
sie, die man in der ganzen Provinz Asien
und überall in der Welt verehrt!"
28Als die Männer das hörten,
packte sie die Wut
und sie schrien:
"Groß ist die Artemis von Ephesus!"
29Die ganze Stadt geriet in Aufruhr
und die Leute stürmten ins Theater.
Dorthin schleppten sie auch zwei Reisegefährten des Paulus,
Gaius und Aristarch aus Mazedonien.
30Als Paulus selbst zu der Volksversammlung gehen wollte,
hielten die Jünger ihn zurück.
31Einige hohe Beamte der Provinzverwaltung,
die mit ihm befreundet waren,
schickten Boten,
um ihn zu warnen:
"Lass dich nur nicht im Theater blicken!"
32Dort schrien alle wild durcheinander.
Denn in der Versammlung herrschte große Verwirrung.
Die meisten wussten nicht einmal,
warum man überhaupt zusammengekommen war.
33Die Juden schickten Alexander nach vorn.
Einige aus der Menge erklärten ihm noch,
was er sagen sollte.
Alexander bat mit einer Handbewegung um Ruhe
und wollte vor der Volksversammlung
mit einer Verteidigungsrede beginnen.
34Aber als die Leute merkten,
dass er Jude war,
schrien sie alle wie aus einem Mund:
"Groß ist die Artemis von Ephesus!"
Das ging ungefähr zwei Stunden lang so.
35Schließlich gelang es dem Stadtschreiber,
die Menge zu beruhigen.
Er rief:
"Ihr Männer von Ephesus!
Alle Welt weiß doch,
dass die Stadt Ephesus
über den Tempel der großen Artemis wacht.
Und dass wir hier ihr Standbild aufbewahren,
das vom Himmel gefallen ist.
36Das kann keiner bestreiten!
Beruhigt euch also
und lasst euch zu nichts hinreißen.
37Ihr habt diese Männer hergeschleppt.
Sie haben weder unseren Tempel bestohlen
noch unsere Göttin gelästert.
38Wenn Demetrius und seine Handwerker
Anklage gegen jemanden erheben wollen,
dann sollen sie vor Gericht gehen.
Dafür sind die Gouverneure zuständig.
Vor ihnen können die Gegner ihren Streit austragen.
39Wenn ihr aber noch andere Anliegen habt,
muss das auf einer ordnungsgemäßen Versammlung
geklärt werden.
40Angesichts der heutigen Vorkommnisse
besteht nämlich die Gefahr,
dass man uns wegen Aufruhrs verklagt.
Es gibt ja nicht einmal eine Begründung
für diesen Volksauflauf hier."
Mit diesen Worten löste er die Versammlung auf.
Paulus reist durch Mazedonien und Griechenland -- Rückkehr nach Troas
201Als der Tumult sich gelegt hatte,
rief Paulus die Jünger zusammen
und machte ihnen Mut.
Dann verabschiedete er sich,
um nach Mazedonien zu reisen.
2Er zog von Ort zu Ort
und nutzte jede Gelegenheit,
um die Glaubenden zu ermutigen.
Schließlich kam er nach Griechenland
3und blieb drei Monate dort.
Dann wollte er mit dem Schiff
nach Syrien weiterfahren.
Aber die Juden planten einen Anschlag gegen ihn.
Deshalb entschloss er sich
zum Rückweg über Mazedonien.
4Seine Begleiter waren:
Sopater aus Beröa, der Sohn von Pyrrhus,
Aristarch und Sekundus aus Thessalonich,
Gaius aus Derbe und Timotheus,
außerdem Tychikus und Trophimus aus der Provinz Asien.
5Diese beiden fuhren voraus
und warteten in Troas auf uns.
6Wir anderen stachen
nach dem Fest der Ungesäuerten Brote
von Philippi aus in See.
Nach fünf Tagen stießen wir in Troas wieder zu ihnen
und verbrachten sieben Tage dort.
Paulus in Troas: Tod und Auferweckung von Eutychus
7Am ersten Tag der Woche versammelten wir uns,
Paulus sprach zu den Versammelten.
Weil er am folgenden Tag abreisen wollte,
zog sich seine Rede bis Mitternacht hin.
8In unserem Versammlungsraum im oberen Stockwerk
brannten zahlreiche Fackeln.
9In der Fensteröffnung saß ein junger Mann namens Eutychus.
Als Paulus so lange sprach,
wurde er vom Schlaf übermannt.
Und er stürzte im Schlaf aus dem dritten Stock in die Tiefe.
Als man ihn aufhob,
war er tot.
10Paulus ging hinunter.
Er warf sich über ihn,
schlang die Arme um ihn
und sagte:
"Macht euch keine Sorgen,
er lebt!"
11Paulus ging wieder hinauf.
Er brach das Brot in Stücke
und aß mit ihnen.
Dann redete er noch lange zu den Versammelten.
Schließlich brach der Tag an
und Paulus machte sich auf den Weg.
12Der Junge aber lebte.
Für die Versammelten war das eine große Ermutigung.
Reise von Troas nach Milet
13Wir bestiegen ein Schiff
und fuhren voraus nach Assos.
Dort sollten wir Paulus an Bord nehmen.
Das hatte er so angeordnet,
weil er selbst den Landweg nehmen wollte.
14Als er in Assos wieder zu uns stieß,
nahmen wir ihn an Bord.
Dann fuhren wir weiter nach Mitylene.
15Von dort segelten wir am nächsten Tag weiter
und kamen bis vor die Küste von Chios.
Am Tag darauf legten wir in Samos an
und noch einen Tag später erreichten wir Milet.
16Paulus hatte nämlich beschlossen,
an Ephesus vorbeizufahren.
Er wollte in der Provinz Asien keine Zeit verlieren.
Er beeilte sich,
weil er am Pfingsttag möglichst in Jerusalem sein wollte.
Paulus in Milet: Paulus spricht zum Abschied zu den Gemeindeältesten von Ephesus
17Von Milet aus schickte Paulus
eine Nachricht nach Ephesus.
Darin bat er die Gemeindeältesten,
zu ihm zu kommen.
18Als sie eingetroffen waren,
sagte er zu ihnen:
"Ihr wisst ja,
wie ich die ganze Zeit
bei euch gelebt habe –
vom ersten Tag an,
nachdem ich in der Provinz Asien angekommen war.
19Ich habe dem Herrn gedient,
ohne an mich selbst zu denken.
Tränen und schwere Prüfungen gehörten dazu.
Denn die Juden stellten sich gegen mich.
20Ich habe nichts verschwiegen,
was für euer Heil wichtig ist.
Im Gegenteil:
Ich habe euch alles verkündet
und euch alles gelehrt –
sowohl öffentlich
als auch in den Häusern.
21Ich habe Juden und Griechen beschworen,
zu Gott umzukehren
und an Jesus, unseren Herrn, zu glauben.
22Seht doch!
Ich muss jetzt nach Jerusalem gehen.
Der Heilige Geist zwingt mich dazu.
Ich weiß nicht,
was dort mit mir geschehen wird.
23Ich weiß nur das:
In jeder Stadt kündigt der Heilige Geist mir an,
dass Fesseln und Leid auf mich warten.
24Doch was liegt schon an meinem Leben!
Es kommt nur darauf an,
dass ich mein Ziel erreiche.
Ich habe den Auftrag zu erfüllen,
den Jesus, der Herr, mir übertragen hat:
Zeuge zu sein für die Gute Nachricht,
dass Gott uns seine Gnade schenkt!
25Und nun seht!
Ich weiß:
Ihr werdet mich nicht mehr wiedersehen –
keiner von euch,
denen ich einst
das Reich Gottes verkündet habe.
26Deshalb erkläre ich heute feierlich vor euch:
Mich trifft keine Schuld,
wenn einer von euch verloren geht.
27Denn ich habe nichts verschwiegen.
Im Gegenteil:
Ich habe euch alles verkündet,
was Gott vorhat.
28Gebt Acht auf euch selbst
und auf die ganze Herde.
Der Heilige Geist hat sie eurer Aufsicht und Leitung anvertraut!
Hütet die Gemeinde Gottes,
die er durch sein eigenes Blut erworben hat.
29Ich weiß:
Wenn ich fort bin,
werden reißende Wölfe bei euch eindringen
und über die Herde herfallen.
30Sogar aus euren eigenen Reihen
werden Männer auftreten,
die falsche Lehren verkünden.
So wollen sie die Jünger irreführen
und auf ihre Seite ziehen.
31Passt also auf!
Denkt stets daran:
Drei Jahre lang habe ich mich bemüht,
jedem Einzelnen von euch den rechten Weg zu zeigen –
bei Tag und bei Nacht
und oft unter Tränen.
32Jetzt vertraue ich euch Gott
und der Botschaft von seiner Gnade an.
Sie hat die Kraft, euch im Glauben zu festigen.
Durch sie werdet ihr das Erbe erhalten,
das Gott für alle Heiligen bestimmt hat.
33Ich habe nie jemanden
um Silber, Gold oder Kleidung gebeten.
34Ihr wisst selbst:
Den Lebensunterhalt für mich und meine Begleiter
habe ich mit meinen eigenen Händen verdient.
35Ich habe es euch in jeder Hinsicht vorgemacht:
Wir müssen genauso hart arbeiten,
damit wir uns auch um die Bedürftigen kümmern können.
Dabei sollen wir uns immer an das erinnern,
was der Herr Jesus dazu gesagt hat:
'Geben ist seliger als Nehmen.'"
36Nach diesen Worten kniete Paulus
zusammen mit allen Anwesenden nieder
und betete.
37Da brachen sie alle in lautes Weinen aus,
fielen Paulus um den Hals
und küssten ihn.
38Am meisten tat ihnen weh,
dass er gesagt hatte:
"Ihr werdet mich nicht mehr wiedersehen."
Schließlich begleiteten sie ihn zum Schiff.
Von Milet nach Tyrus: Die Jünger warnen Paulus vor der Reise nach Jerusalem
211Dann, nach dem Abschied
von den Gemeindeältesten aus Ephesus,
stachen wir von Milet aus in See.
Wir fuhren auf direktem Weg nach Kos.
Am nächsten Tag erreichten wir Rhodos
und von dort aus Patara.
2Dort fanden wir ein Schiff,
das nach Phönizien fuhr.
Wir gingen an Bord
und legten ab.
3Wir sichteten Zypern,
ließen es aber links liegen
und nahmen Kurs auf Syrien.
In Tyrus gingen wir an Land,
denn dort sollte das Schiff die Ladung löschen.
4Wir machten die Jünger ausfindig
und blieben sieben Tage bei ihnen.
Aufgrund einer Eingebung,
die vom Heiligen Geist kam,
warnten sie Paulus dringend davor,
nach Jerusalem weiterzureisen.
5Als unser Aufenthalt zu Ende ging,
brachen wir zur Weiterreise auf.
Alle Jünger zusammen mit ihren Frauen und Kindern
begleiteten uns bis vor die Stadt.
und beteten.
6Dann verabschiedeten wir uns voneinander
und bestiegen das Schiff,
während sie nach Hause zurückkehrten.
Von Tyrus nach Cäsarea: Der Prophet Agabus warnt Paulus
7Von Tyrus fuhren wir nach Ptolemaïs,
wo unsere Schiffsreise endete.
Wir besuchten die Brüder dort,
blieben aber nur einen Tag bei ihnen.
8Am nächsten Morgen brachen wir auf
und zogen zu Fuß weiter nach Cäsarea.
Dort suchten wir das Haus des Philippus auf,
der die Gute Nachricht verkündete.
Er war einer der Sieben,
und wir blieben bei ihm.
9Philippus hatte vier Töchter.
Sie waren nicht verheiratet
und hatten die Gabe,
als Prophetinnen zu reden.
10Wir hielten uns einige Tage in Cäsarea auf.
Während dieser Zeit kam ein Prophet namens Agabus
aus Judäa dorthin
11und suchte uns auf.
Er nahm Paulus den Gürtel ab,
fesselte sich damit selbst die Hände und Füße
und sagte:
"So spricht der Heilige Geist:
'Den Mann, dem dieser Gürtel gehört,
werden die Juden in Jerusalem genauso fesseln.
Und dann werden sie ihn
an die Heiden ausliefern!'"
12Als wir das hörten,
flehten wir und die Gemeinde dort Paulus an:
"Geh nicht nach Jerusalem!"
13Aber Paulus antwortete:
"Warum weint ihr
und macht mir das Herz schwer?
Ich bin nicht nur bereit,
mich in Jerusalem
für den Herrn Jesus fesseln zu lassen.
Ich bin auch bereit,
für ihn zu sterben."
14Er ließ sich nicht umstimmen.
Schließlich gaben wir es auf
und sagten:
"Der Wille des Herrn soll geschehen!"
Paulus in Jerusalem
Paulus in Jerusalem: Die Gemeindeältesten fordern Rücksicht auf das Misstrauen gesetzestreuer Christen
15Bald darauf machten wir uns für die Reise fertig
und zogen hinauf nach Jerusalem.
16Einige Jünger aus Cäsarea begleiteten uns.
Sie wollten uns zu Mnason aus Zypern bringen,
einem Jünger aus der Anfangszeit.
Der sollte uns als Gäste bei sich aufnehmen.
17Als wir nach Jerusalem kamen,
wurden wir von den Brüdern herzlich empfangen.
18Am nächsten Tag ging Paulus mit uns zu Jakobus.
Auch die Gemeindeältesten waren alle dabei.
19Paulus begrüßte sie.
Dann berichtete er in allen Einzelheiten,
was Gott durch seinen Dienst
unter den Heiden bewirkt hatte.
20Als sie das hörten,
lobten sie Gott.
Doch dann sagten sie zu Paulus:
"Du musst bedenken, Bruder,
wie viele Tausende von Juden
zum Glauben gekommen sind.
Sie alle halten sich streng an das Gesetz.
21Aber jetzt hat man ihnen erzählt:
Du würdest alle Juden in der Fremde dazu auffordern,
sich von Mose abzuwenden.
Du hättest gesagt,
sie sollten ihre Kinder
nicht mehr beschneiden lassen.
Und sie müssten nicht länger
nach den Vorschriften des Gesetzes leben.
22Was sollen wir jetzt machen?
Sie werden auf jeden Fall erfahren,
dass du hier bist.
23Wir raten dir Folgendes:
Wir haben hier vier Männer,
die ein Gelübde abgelegt haben.
24Tu dich mit ihnen zusammen
und vollziehe gemeinsam mit ihnen
die vorgeschriebene Reinigung.
Übernimm die Kosten,
die für sie anfallen,
damit sie sich die Haare schneiden lassen können.
Dann werden alle erkennen,
dass die Berichte über dich falsch sind
und du das Gesetz einhältst.
25Wegen der Heiden,
die zum Glauben gekommen sind,
haben wir ja schon eine Entscheidung getroffen.
In einem Brief haben wir ihnen geschrieben,
dass sie sich vor folgenden Dingen hüten sollen:
Sie sollen kein Fleisch von Tieren essen,
die als Opfer für Götzen geschlachtet wurden.
Sie sollen kein Blut zu sich nehmen
und kein Fleisch von Tieren essen,
die nicht ausgeblutet sind.
Und sie sollen nicht mit Verwandten schlafen."
26Daraufhin tat Paulus sich mit den Männern zusammen.
Am folgenden Tag begann er,
gemeinsam mit ihnen
die vorgeschriebene Reinigung zu vollziehen.
Er ging zum Tempel
und meldete,
wann die Zeit ihres Gelübdes ablief.
Dann sollte für jeden von ihnen
das vorgeschriebene Opfer dargebracht werden.
Paulus in Jerusalem: Paulus wird im Tempel verhaftet
27Als die sieben Tage fast vorüber waren,
erblickten Juden,
die aus der Provinz Asien kamen,
Sie hetzten die Volksmenge auf
und packten ihn.
28Dabei schrien sie:
"Männer von Israel,
helft uns!
Das ist der Übeltäter!
Mit seinen Lehren hetzt er in aller Welt
gegen das Volk,
gegen das Gesetz
und gegen diesen Ort hier.
Jetzt hat er sogar Griechen in den Tempel mitgebracht
und dadurch diesen heiligen Ort entweiht."
29Sie hatten Paulus nämlich kurz zuvor
zusammen mit Trophimus aus Ephesus
in der Stadt gesehen.
Jetzt dachten sie,
dass Paulus ihn in den Tempel mitgenommen hätte.
30Bald war die ganze Stadt auf den Beinen.
Aus allen Richtungen lief das Volk zusammen.
Die Leute stürzten sich auf Paulus
und zerrten ihn aus dem Tempel.
Hinter ihm wurden sofort die Tore geschlossen.
31Die Leute waren drauf und dran,
Paulus totzuschlagen.
Da erreichte den Kommandanten der römischen Garnison
die Meldung:
"Ganz Jerusalem ist in Aufruhr!"
32Er befahl sofort einen Trupp Soldaten
und Hauptleute zu sich
und eilte hinunter zu dem Volksauflauf.
Als die Leute den Kommandanten mit seiner Truppe sahen,
ließen sie davon ab,
auf Paulus einzuschlagen.
33Der Kommandant trat näher heran.
Er nahm Paulus fest
und befahl,
ihn mit zwei Ketten zu fesseln.
Dann erkundigte er sich bei den Leuten:
"Wer ist der Mann?
Was hat er getan?"
34Die Leute schrien alle durcheinander.
In dem Tumult konnte der Kommandant
nichts Genaues in Erfahrung bringen.
Deshalb befahl er,
Paulus in die Festung zu bringen.
35Die Treppe hinauf musste Paulus sogar
von den Soldaten getragen werden.
So heftig war der Ansturm der Leute.
36Das ganze Volk drängte nach
und schrie:
"Weg mit ihm!"
Paulus in Jerusalem: Paulus darf zum Volk sprechen
37Als man Paulus dann in die Festung bringen wollte,
fragte er den Kommandanten:
"Kann ich dich kurz sprechen?"
Der Kommandant antwortete:
"Du sprichst Griechisch?
38Dann bist du also gar nicht der Ägypter,
der hier vor einiger Zeit einen Aufstand angezettelt hat?
Du warst es also gar nicht,
der die viertausend Aufständischen
in die Wüste hinausgeführt hat?"
39Paulus erwiderte:
"Nein,
ich bin ein Jude aus Tarsus in Zilizien
und Bürger dieser recht bedeutenden Stadt.
Ich bitte dich:
Erlaube mir,
zum Volk zu sprechen!"
40Der Kommandant gab die Erlaubnis.
Paulus stellte sich auf die Treppe
und bat das Volk mit einer Handbewegung um Ruhe.
Da wurde es ganz still,
und Paulus begann auf Hebräisch zu reden:
Paulus in Jerusalem: Paulus erzählt von seiner Vergangenheit als Christenverfolger
221"Ihr Brüder und Väter!
Hört, was ich euch jetzt
zu meiner Verteidigung zu sagen habe!"
2Als sie hörten,
dass er auf Hebräisch zu ihnen sprach,
verhielten sie sich noch ruhiger.
Paulus fuhr fort:
3"Ich bin ein Jude.
Geboren wurde ich in Tarsus in Zilizien,
aber aufgewachsen bin ich hier in Jerusalem.
Mein Lehrer war Gamaliel.
Von ihm erhielt ich meinen Unterricht,
genau wie es dem Gesetz unserer Vorfahren entspricht.
Mit großem Eifer habe ich Gott gedient,
so wie ihr alle es heute tut.
4Ich habe den neuen Weg bis aufs Blut verfolgt.
Männer und Frauen habe ich festnehmen
und ins Gefängnis werfen lassen.
5Der Oberste Priester
und die Ältesten können das bestätigen.
Von ihnen habe ich sogar
schriftliche Vollmachten bekommen.
Damit bin ich zu unseren jüdischen Brüdern
nach Damaskus gereist,
um dort die Anhänger des neuen Wegs festzunehmen.
Ich sollte sie als Gefangene
zur Bestrafung nach Jerusalem bringen."
Paulus in Jerusalem: Paulus erzählt von seiner Berufung
6"Unterwegs, kurz vor Damaskus, geschah es:
Um die Mittagszeit umstrahlte mich plötzlich
ein helles Licht vom Himmel.
7Ich stürzte zu Boden
und hörte eine Stimme,
die zu mir sagte:
'Saul, Saul, warum verfolgst du mich?'
8Ich antwortete:
'Wer bist du, Herr?'
Er sagte zu mir:
den du verfolgst.'
9Meine Begleiter sahen zwar das Licht.
Aber die Stimme dessen,
der zu mir sprach,
hörten sie nicht.
10Ich fragte:
'Was soll ich tun, Herr?'
Der Herr sagte zu mir:
'Steh auf,
geh nach Damaskus.
Dort wirst du alles erfahren,
was Gott dir aufträgt.'
11Die strahlende Herrlichkeit dieses Lichts
hatte mich blind gemacht.
Deshalb musste ich von meinen Begleitern
an der Hand geführt werden.
So kam ich nach Damaskus.
12Dort lebte ein gewisser Hananias.
Er war ein frommer Mann
und hielt sich streng an das Gesetz.
Bei allen Juden in der Stadt war er hoch angesehen.
13Der kam zu mir
und sagte:
'Saul, Bruder,
du sollst wieder sehen können!'
Und im selben Augenblick konnte ich wieder sehen
und blickte ihn an.
14Er sagte:
'Der Gott unserer Vorfahren hat dich dazu bestimmt,
seinen Willen zu erkennen.
Du selbst sollst den Gerechten sehen
und seine Stimme hören.
15Denn du wirst als Zeuge für ihn auftreten.
Dann wirst du allen Menschen weitersagen,
was du gesehen und gehört hast.
16Was zögerst du noch?
Steh auf,
lass dich taufen!
Rufe seinen Namen an
und lass dich reinwaschen von deiner Schuld!'
17Als ich dann wieder
nach Jerusalem zurückgekehrt war
und im Tempel betete,
hatte ich eine Erscheinung.
18Ich sah den Herrn.
Er sagte zu mir:
'Beeile dich!
Verlasse unverzüglich Jerusalem.
Denn hier wird man nicht annehmen,
was du als Zeuge über mich berichtest.'
19Ich antwortete:
'Herr, sie wissen doch genau,
was ich denen, die an dich glaubten, angetan habe.
Ich war es doch,
der sie ins Gefängnis werfen
und in den Synagogen auspeitschen ließ.
20Und ich stand dabei,
als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde.
Ich war mit allem einverstanden
und passte sogar auf die Kleider seiner Mörder auf.'
21Aber der Herr sagte zu mir:
'Geh,
ich will dich zu den Heiden senden,
die in der Ferne leben.'"
Paulus in Jerusalem: Paulus löst Tumult aus und stellt sich unter den Schutz des römischen Bürgerrechts
22Bis zu diesen Worten
hatten die Leute Paulus ruhig zugehört.
Aber jetzt fingen sie an zu schreien:
"Weg mit ihm!
So einer muss von der Erde verschwinden.
Er darf nicht am Leben bleiben!"
23Sie tobten,
rissen sich die Kleider vom Leib
und warfen Staub in die Luft.
24Der Kommandant befahl,
Paulus in die Festung zu bringen.
Er ordnete an,
ihn unter Peitschenhieben zu verhören.
So wollte er herausfinden,
warum seinetwegen unter den Leuten
so ein Tumult entstanden war.
25Paulus war schon zur Auspeitschung festgebunden.
Da sagte er zu dem Hauptmann,
der die Aufsicht führte:
"Dürft ihr denn einen römischen Bürger auspeitschen,
noch dazu ohne ordentliches Gerichtsverfahren?"
26Als der Hauptmann das hörte,
lief er zum Kommandanten
und meldete ihm:
"Was willst du jetzt tun?
Dieser Mann ist ein römischer Bürger!"
27Da ging der Kommandant zu Paulus
und fragte ihn:
"Sag mir:
Bist du wirklich ein römischer Bürger?"
Paulus antwortete:
"Ja."
28Der Kommandant sagte:
"Ich habe für dieses Bürgerrecht
ein Vermögen bezahlt."
Paulus entgegnete:
"Ich besitze es sogar von Geburt an."
29Die Männer, die ihn verhören sollten,
ließen sofort von ihm ab.
Und der Kommandant bekam es mit der Angst zu tun.
Denn nun war ihm bewusst,
dass Paulus ein römischer Bürger war.
Und er hatte ihn fesseln lassen!
Paulus in Jerusalem: Paulus vor dem jüdischen Rat
30Am folgenden Tag wollte der Kommandant
sich Klarheit darüber verschaffen,
was die Juden Paulus vorwarfen.
Er ließ ihm die Ketten abnehmen
und gab Befehl,
und den ganzen jüdischen Rat zusammenzurufen.
Dann ließ er Paulus hinunterführen
und ihnen gegenüberstellen.
231Paulus blickte die Mitglieder des jüdischen Rats fest an
und sagte:
"Ihr Brüder!
Bis zum heutigen Tag habe ich immer so gelebt,
dass ich vor Gott ein reines Gewissen habe."
2Aber der Oberste Priester Hananias befahl den Ratsmitgliedern,
die in der Nähe von Paulus standen,
ihm auf den Mund zu schlagen.
3Da sagte Paulus zu ihm:
"Gott wird dich schlagen,
du Scheinheiliger!
Du willst nach dem Gesetz über mich Gericht halten?
Dabei missachtest du doch selbst das Gesetz,
wenn du mich schlagen lässt!"
4Die umstehenden Ratsmitglieder fuhren ihn an:
"Wie kannst du es wagen,
den Obersten Priester Gottes zu beleidigen!"
5Paulus entschuldigte sich:
"Brüder,
ich wusste nicht,
dass er der Oberste Priester ist.
In der Heiligen Schrift steht ja:
'Du sollst ein Oberhaupt deines Volkes
nicht verfluchen!'"
6Paulus wusste,
dass der jüdische Rat teils aus Sadduzäern
und teils aus Pharisäern bestand.
Deshalb rief er in die Versammlung hinein:
"Ihr Brüder!
ich bin Pharisäer
und komme aus einer Pharisäerfamilie.
Ich stehe hier vor Gericht,
weil ich hoffe,
dass die Toten auferstehen!"
7Kaum hatte Paulus das gesagt,
brach zwischen den Pharisäern
und den Sadduzäern ein Streit los.
Die ganze Versammlung spaltete sich in zwei Lager.
8Die Sadduzäer behaupten nämlich:
"Es gibt keine Auferstehung –
ebenso wenig wie Engel oder Geister."
Die Pharisäer dagegen bekennen sich zu alldem.
9So kam es zu einer lautstarken Auseinandersetzung.
Schließlich standen einige Schriftgelehrte auf,
die zur Partei der Pharisäer gehörten.
Sie vertraten den Standpunkt:
"Wir können diesem Mann nichts vorwerfen.
Vielleicht hat ja tatsächlich ein Geist
oder ein Engel mit ihm gesprochen."
10Der Streit wurde immer heftiger.
Am Ende befürchtete der Kommandant,
dass Paulus zwischen den Parteien zerrissen würde.
Er ließ eine Abteilung Soldaten kommen.
Die sollten Paulus aus der Menge herausholen
und ihn wieder in die Festung bringen.
11In der folgenden Nacht
und sagte:
"Nur Mut!
Denn wie du in Jerusalem
für mich als Zeuge aufgetreten bist,
so sollst du auch in Rom mein Zeuge sein!"
Paulus in Jerusalem: Verschwörung gegen Paulus
12Am nächsten Morgen taten sich einige Juden
zu einem Anschlag gegen Paulus zusammen.
Sie legten einen feierlichen Eid ab:
"Wir wollen weder essen noch trinken,
bis wir Paulus getötet haben."
13Mehr als vierzig Männer beteiligten sich an dieser Verschwörung.
14Sie gingen zu den führenden Priestern und den Ältesten
und sagten:
"Wir haben einen feierlichen Eid geschworen,
nichts zu uns zu nehmen,
bis wir Paulus getötet haben.
15Geht jetzt mit dem ganzen jüdischen Rat zum Kommandanten.
Bittet ihn,
euch Paulus noch einmal vorführen zu lassen –
als ob ihr seinen Fall genauer untersuchen wolltet.
Wir halten uns dann bereit,
ihn umzubringen,
bevor er hier ankommt."
16Aber der Sohn der Schwester von Paulus
hörte von dem geplanten Anschlag.
Er verschaffte sich Zutritt zur Festung
und berichtete Paulus davon.
17Paulus rief einen Hauptmann herbei
und bat:
"Bring diesen jungen Mann zum Kommandanten.
Er hat eine Nachricht für ihn."
18Der Hauptmann brachte den Neffen zum Kommandanten
und sagte:
"Der Gefangene Paulus hat mich rufen lassen
und mich gebeten,
diesen jungen Mann zu dir zu bringen.
Er hat dir etwas zu berichten."
19Der Kommandant zog ihn zur Seite
und erkundigte sich:
"Was hast du mir zu melden?"
20Der Neffe sagte:
"Die Juden haben vereinbart,
dich um etwas zu bitten.
Du sollst Paulus morgen noch einmal
dem jüdischen Rat vorführen –
angeblich,
um seinen Fall noch genauer zu untersuchen.
21Lass dich auf keinen Fall darauf ein!
Denn mehr als vierzig von ihnen
planen einen Anschlag gegen Paulus.
Sie haben einen Eid abgelegt,
weder zu essen noch zu trinken,
bis sie Paulus umgebracht haben.
Sie halten sich schon bereit
und warten nur noch auf deine Zusage."
22Der Kommandant ließ den jungen Mann gehen
und wies ihn an:
"Verrate keinem Menschen,
dass du mir diesen Plan enthüllt hast."
Der Kommandant schreibt an den römischen Bevollmächtigten Felix
23Der Kommandant rief zwei Hauptleute zu sich
und gab ihnen den Befehl:
"Zweihundert Soldaten sollen sich
zum Abmarsch nach Cäsarea bereitmachen,
dazu noch siebzig Reiter
und zweihundert Leichtbewaffnete.
Zur dritten Nachtstunde ist Aufbruch.
24Besorgt auch Reittiere für Paulus,
und bringt ihn sicher zu Felix,
dem römischen Bevollmächtigten."
25Außerdem schrieb der Kommandant einen Brief
mit folgendem Inhalt:
26"Klaudius Lysias
an den hochverehrten Bevollmächtigten Felix.
Sei gegrüßt!
27Diesen Mann hatten die Juden in ihre Gewalt gebracht
und wollten ihn umbringen.
Ich schritt mit meinen Soldaten ein,
um ihn in Sicherheit zu bringen –
zumal ich erfahren habe,
dass er römischer Bürger ist.
28Weil ich herausfinden wollte,
was sie ihm vorwarfen,
führte ich ihn dem jüdischen Rat vor.
29Es stellte sich heraus,
dass sich ihre Vorwürfe
nur auf Streitfragen über ihr Gesetz beziehen.
Es liegt keine Anklage gegen ihn vor,
die ein Todesurteil oder eine Gefängnisstrafe rechtfertigt.
30Doch dann wurde mir gemeldet,
dass gegen den Mann ein Anschlag geplant ist.
Deshalb schicke ich ihn umgehend zu dir.
Ich habe auch die Kläger angewiesen,
ihre Anschuldigungen bei dir vorzutragen."
Paulus wird zu Felix nach Cäsarea gebracht
31Die Soldaten übernahmen Paulus wie befohlen
und brachten ihn noch in der Nacht bis nach Antipatris.
32Am nächsten Tag kehrten die Fußtruppen
in ihre Festung zurück,
während die Reiter mit Paulus weiterzogen.
33In Cäsarea übergaben sie dem römischen Bevollmächtigten den Brief
und führten ihm Paulus vor.
34Felix las den Brief
und fragte Paulus:
"Aus welcher Provinz stammst du?"
"Aus Zilizien",
bekam er zur Antwort.
35Da erklärte Felix,
"Ich werde dich vernehmen,
sobald auch deine Ankläger hier sind."
Dann befahl er,
Paulus im Palast des Herodes,
dem sogenannten Prätorium,
gefangen zu halten.
Paulus in Haft in Cäsarea
Die führenden Juden klagen Paulus vor Felix an
241Fünf Tage später kam der Oberste Priester Hananias nach Cäsarea.
Einige Älteste und ein Anwalt,
ein gewisser Tertullus, begleiteten ihn.
Sie erhoben Anklage gegen Paulus bei Felix,
dem römischen Bevollmächtigten.
2Nachdem man Paulus gerufen hatte,
begann Tertullus mit seiner Anklagerede:
"Verehrter Felix!
Dein Verdienst ist es,
dass wir schon so lange in Frieden leben.
Und deiner Umsicht verdanken wir
wichtige Reformen für dieses Volk.
3Das erkennen wir immer und überall
in tiefster Dankbarkeit an.
4Doch um dich nicht unnötig aufzuhalten,
bitte ich dich:
Schenke uns kurz dein geneigtes Ohr.
5Wir haben festgestellt:
Dieser Mann ist gefährlich wie die Pest.
Als Anführer der Nazoräersekte
stiftet er Unruhe unter allen Juden auf der ganzen Welt.
6Er hat sogar versucht,
den Tempel zu entweihen.
Dabei haben wir ihn festgenommen.
[...]
7[...]
8[...]
Wenn du ihn verhörst,
wirst du selbst sehen,
warum wir ihn anklagen."
9Die Juden unterstützten Tertullus
und erklärten:
"Genauso verhält es sich!"
Paulus verteidigt sich vor Felix
10Der römische Bevollmächtigte forderte Paulus
mit einem Zeichen zum Reden auf
und Paulus erwiderte:
"Ich weiß,
dass du seit vielen Jahren
als Richter über dieses Volk amtierst.
Deshalb gehe ich voller Zuversicht
an meine Verteidigung.
11Ich bin erst vor zwölf Tagen
nach Jerusalem gekommen
um im Tempel zu beten.
Das kannst du leicht überprüfen.
12Niemand hat mich dort Streitgespräche führen sehen
oder einen Aufstand anzetteln –
weder im Tempel
noch in den Synagogen
noch irgendwo sonst in der Stadt.
13Für nichts von dem,
was mir hier vorgeworfen wird,
können sie dir Beweise vorlegen.
14Das allerdings gebe ich vor dir offen zu:
Ich diene dem Gott unserer Vorfahren so,
wie es dem neuen Weg entspricht.
Sie bezeichnen ihn als Sekte.
Aber ich glaube an alles,
was im Gesetz und bei den Propheten steht.
15Und ich setze die gleiche Hoffnung auf Gott
wie diese Leute hier:
die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten.
Gott wird sowohl die Menschen auferwecken,
die seinen Willen tun,
als auch diejenigen,
die ihn ablehnen.
16Aus diesem Grund bemühe auch ich mich,
immer ein reines Gewissen zu haben –
vor Gott und vor den Menschen.
17Nach vielen Jahren bin ich wieder
nach Jerusalem zurückgekehrt.
Ich hatte Geldspenden für mein Volk dabei
und wollte Gott Opfer darbringen.
18Dabei hat man mich im Tempel gesehen.
Die vorgeschriebene Reinigung
hatte ich bereits vollzogen.
Weder war ich von einer Menschenmenge umringt
noch in einen Tumult verwickelt.
19Bei den Leuten, die mich gesehen hatten,
handelte es sich um Juden aus der Provinz Asien.
Sie sollten eigentlich jetzt vor dir stehen
und Anklage erheben,
wenn sie mir etwas vorzuwerfen haben!
20Du kannst aber auch diese Männer hier fragen.
Welches Vergehen haben sie denn festgestellt,
als ich vor dem jüdischen Rat verhört wurde?
21Es kann sich höchstens um einen einzigen Satz handeln.
Damals, als ich vor ihnen stand,
habe ich ausgerufen:
'Ich stehe heute vor eurem Gericht,
weil ich glaube,
dass die Toten auferstehen!'"
Felix vertagt die Verhandlung und gewährt Hafterleichterung
22Felix wusste über den neuen Weg ziemlich genau Bescheid.
Er vertagte die Verhandlung mit den Worten:
"Ich werde euren Fall entscheiden,
sobald Kommandant Lysias da ist."
23Er befahl dem zuständigen Hauptmann,
Paulus weiter in Gewahrsam zu halten,
aber die Haft zu erleichtern.
Und keiner von seinen Freunden
sollte daran gehindert werden,
sich um ihn zu kümmern.
Felix und Drusilla bei Paulus. Der Prozess wird verschleppt
24Einige Tage später erschien Felix
zusammen mit seiner Frau Drusilla,
die Jüdin war.
Er ließ Paulus herbeibringen.
Dann hörte er sich an,
was Paulus über den Glauben an Christus Jesus sagte.
25Aber Paulus sprach zuletzt auch
über ein Leben nach Gottes Geboten,
über Enthaltsamkeit
und über das bevorstehende Gericht.
Da erschrak Felix
und sagte:
"Für heute kannst du gehen.
Wenn ich Zeit habe,
lasse ich dich wieder holen."
26Gleichzeitig hoffte er,
Deshalb ließ er ihn noch öfter zu sich bringen
und unterhielt sich mit ihm.
27Zwei Jahre später wurde Felix
durch Porzius Festus abgelöst.
Felix wollte den Juden noch einen Gefallen erweisen.
Deshalb sorgte er dafür,
dass Paulus weiterhin im Gefängnis blieb.
Festus nimmt den Prozess gegen Paulus wieder auf
251Drei Tage nach seinem Amtsantritt
hinauf nach Jerusalem.
2Die führenden Priester
und die angesehensten Männer des jüdischen Volkes
erneuerten bei ihm ihre Anklage gegen Paulus.
Sie baten den römischen Bevollmächtigten
3um einen Beweis für sein Wohlwollen:
Er sollte Paulus wieder nach Jerusalem verlegen lassen.
Sie planten nämlich einen Anschlag gegen Paulus
und wollten ihn unterwegs umbringen lassen.
4Aber Festus antwortete:
"Paulus bleibt in Cäsarea in Gewahrsam.
Ich selbst werde in Kürze dorthin zurückkehren.
5Diejenigen von euch,
die dafür zuständig sind",
fuhr er fort,
"können ja mit mir mitkommen.
Wenn der Mann tatsächlich etwas Unrechtes getan hat,
sollen sie dort Anklage gegen ihn erheben."
6Festus blieb nur acht oder zehn Tage in Jerusalem.
Dann zog er nach Cäsarea hinab.
Gleich am nächsten Tag
eröffnete er die Gerichtsverhandlung
und ließ Paulus vorführen.
7Als er vor Gericht erschien,
umringten ihn die Juden,
die aus Jerusalem herabgekommen waren.
Sie brachten viele schwere Anschuldigungen gegen ihn vor,
die sie aber nicht beweisen konnten.
8Paulus verteidigte sich:
"Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen –
weder gegen das Gesetz der Juden
noch gegen den Tempel
noch gegen den Kaiser."
9Festus wollte den Juden aber einen Gefallen erweisen.
Deshalb fragte er Paulus:
"Willst du nach Jerusalem hinaufgehen?
Dort könnte in meiner Gegenwart
ein Urteil in dieser Sache gefällt werden."
10Aber Paulus erwiderte:
"Ich stehe hier vor dem kaiserlichen Gericht
und vor ihm muss mein Fall entschieden werden.
Ich habe den Juden kein Unrecht getan,
wie du sehr wohl weißt.
11Wenn ich wirklich ein Unrecht
oder ein todeswürdiges Verbrechen begangen habe,
bin ich bereit zu sterben.
Wenn aber ihre Anschuldigungen nicht haltbar sind,
darf niemand mich ihnen
aus reiner Gefälligkeit ausliefern.
Ich verlange,
dass mein Fall vor den Kaiser kommt."
12Daraufhin besprach sich Festus mit seinen Beratern
und antwortete:
"Du wolltest,
dass dein Fall vor den Kaiser kommt.
Also sollst du zum Kaiser gebracht werden!"
Festus informiert König Agrippa über den Fall Paulus
13Einige Zeit später kamen Agrippa
und seine Schwester Berenike nach Cäsarea,
um Festus einen Antrittsbesuch abzustatten.
14Nachdem sie schon einige Tage dort verbracht hatten,
legte Festus dem König den Fall des Paulus vor:
"Felix hat hier einen Mann als Gefangenen zurückgelassen.
15Als ich in Jerusalem war,
erhoben die führenden Priester
und die Ältesten der Juden Anklage gegen ihn.
Sie drängten mich,
ihn zu verurteilen.
16Ich antwortete ihnen:
'Es ist bei den Römern nicht üblich,
einen Angeklagten einfach
aus reiner Gefälligkeit auszuliefern.
Der Angeklagte muss zuerst den Anklägern
persönlich gegenübergestellt werden.
Dabei muss er Gelegenheit erhalten,
sich gegen die Anklage zu verteidigen.'
17Daraufhin kamen einige von ihnen hierher.
Ich habe dann unverzüglich
für den nächsten Tag eine Gerichtsverhandlung angesetzt
und ließ den Mann vorführen.
18Bei der Gegenüberstellung
brachten die Ankläger aber keine Beschuldigungen
wegen irgendwelcher schwerer Vergehen vor.
Das hatte ich eigentlich erwartet.
19Es ging lediglich um einige Streitfragen,
die ihre eigene Religion betreffen.
Und um einen gewissen Jesus,
der längst tot ist.
Aber Paulus behauptet,
dass er lebt.
20In solchen Dingen
kenne ich mich nicht genügend aus.
Deshalb fragte ich Paulus:
'Willst du nicht nach Jerusalem gehen,
und den Fall dort entscheiden lassen?'
21Aber Paulus legte dagegen Berufung ein.
Er wollte bis zu einer Entscheidung Seiner kaiserlichen Majestät
in Haft bleiben.
Also befahl ich,
ihn weiter in Haft zu halten,
bis ich ihn zum Kaiser schicken kann."
"Ich würde den Mann gern einmal selbst hören."
"Morgen sollst du dazu Gelegenheit haben",
antwortete Festus.
23Am folgenden Tag erschienen Agrippa und Berenike
festlich gekleidet
und mit großem Gefolge.
Begleitet von den Kommandanten
und den angesehensten Männern der Stadt,
betraten sie den Audienzsaal.
Auf Befehl von Festus
wurde Paulus der Versammlung vorgeführt.
24Dann ergriff Festus das Wort:
"König Agrippa!
Meine Gäste!
Hier seht ihr den Mann,
dessentwegen mich die ganze jüdische Bevölkerung
so sehr bedrängt hat.
Sowohl in Jerusalem als auch hier in Cäsarea
haben sie lauthals gefordert:
'Er darf nicht am Leben bleiben!'
25Ich habe jedoch festgestellt,
dass er gar nichts getan hat,
worauf die Todesstrafe steht.
Er hat aber selbst verlangt,
dass sein Fall vor Seine kaiserliche Majestät kommt.
Deshalb habe ich beschlossen,
ihn zum Kaiser zu schicken.
26Ich weiß allerdings kaum etwas Stichhaltiges,
was ich meinem Herrn über ihn schreiben könnte.
Deshalb habe ich ihn euch,
und vor allem dir, König Agrippa,
vorführen lassen.
Nach der Vernehmung werde ich wohl in der Lage sein,
einen Bericht zu verfassen.
27Denn ich finde es unsinnig,
einen Gefangenen nach Rom zu schicken,
ohne die Gründe dafür anzugeben."
Paulus spricht zu König Agrippa
"Es ist dir erlaubt,
in eigener Sache zu sprechen."
Da hob Paulus die Hand
und begann seine Verteidigungsrede:
2"Die Juden bringen schwere Anschuldigungen
gegen mich vor.
Deshalb schätze ich mich glücklich,
König Agrippa,
dass ich mich heute vor dir verteidigen kann.
3Das gilt umso mehr,
als du dich mit den Vorschriften
und Streitfragen der Juden hervorragend auskennst.
Bitte, höre mich geduldig an!
4Seit meiner Jugend habe ich
mitten unter meinem Volk in Jerusalem gelebt.
Alle Juden wissen,
wie ich mein Leben von klein auf geführt habe.
5Sie kennen mich von früher.
Und wenn sie wollen,
können sie jederzeit bezeugen:
Ich habe nach der Richtung unserer Religion gelebt,
die es mit der Frömmigkeit am genauesten nimmt.
Denn ich war Pharisäer.
6Jetzt stehe ich vor Gericht,
weil ich auf das hoffe,
was Gott unseren Vorfahren versprochen hat.
7Die zwölf Stämme unseres Volkes
dienen Gott ununterbrochen
bei Tag und bei Nacht.
Denn sie hoffen,
dass sie die Erfüllung dieser Zusage erleben.
Mein König!
Und gerade wegen dieser Hoffnung
werde ich von den Juden angeklagt.
8Warum haltet ihr es für unglaubwürdig,
dass Gott Tote auferweckt?
9Ich selbst hatte ja zunächst geglaubt,
das Bekenntnis zu Jesus, dem Nazoräer,
mit allen Mitteln bekämpfen zu müssen.
10Das habe ich auch in Jerusalem getan.
Ausgestattet mit einer Vollmacht der führenden Priester
brachte ich viele der Heiligen ins Gefängnis.
Und wenn sie zum Tod verurteilt werden sollten,
stimmte ich dafür.
11Ich suchte sie in sämtlichen Synagogen.
Immer wieder versuchte ich,
sie mithilfe von Strafen zu zwingen,
ihrem Glauben abzuschwören.
Mein Hass auf sie war grenzenlos.
Deshalb verfolgte ich sie sogar
bis in die Städte außerhalb des Landes.
12In dieser Absicht reiste ich dann nach Damaskus.
Ich hatte die Vollmacht
und das Einverständnis der führenden Priester.
13Unterwegs, mein König,
um die Mittagszeit,
sah ich plötzlich vom Himmel her
ein Licht aufleuchten.
Es war heller als der Glanz der Sonne
und umstrahlte mich und meine Begleiter.
14Wir stürzten alle zu Boden.
Da hörte ich eine Stimme,
die auf Hebräisch zu mir sagte:
'Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
Du wehrst dich vergeblich gegen den Stachelstock!'
15Da fragte ich:
"Wer bist du, Herr?"
Der Herr antwortete:
"Ich bin Jesus,
den du verfolgst.
16Doch jetzt steh auf!
Stell dich auf deine Füße!
Denn ich bin dir erschienen,
um dich in meinen Dienst zu nehmen.
Du sollst als Zeuge auftreten für das,
was du heute gesehen hast
und was du noch sehen wirst.
17Ich schütze dich vor deinem Volk
und vor den Heiden.
Ich sende dich zu ihnen,
18damit du ihnen die Augen öffnest.
Sie sollen sich aus der Dunkelheit
dem Licht zuwenden.
Und von der Gewalt des Satans weg
sollen sie sich zu Gott bekehren.
Durch den Glauben an mich
soll ihnen ihre Schuld vergeben werden.
Und sie sollen ihren Anteil
am Erbe der Heiligen erhalten.'
19Deshalb, König Agrippa,
habe ich der himmlischen Erscheinung
widerspruchslos gehorcht.
20Ich war dann zuerst in Damaskus und Jerusalem,
später in ganz Judäa und bei den Heiden.
Überall habe ich die Menschen aufgefordert:
'Ändert euer Leben
und bekehrt euch zu Gott!
Handelt so,
wie es eurem neuen Leben entspricht!'
21Nur deswegen haben die Juden
mich im Tempel festgenommen
und versucht,
mich zu töten.
22Aber Gott kam mir bis heute zur Hilfe.
Deshalb stehe ich hier als sein Zeuge
vor den einfachen Leuten wie vor den Mächtigen.
Ich rede von nichts anderem als von dem,
was die Propheten und Mose angekündigt haben:
23Der Christus muss leiden
und als Erster vom Tod auferstehen.
Dann wird er meinem Volk und den Heiden
die Botschaft vom Licht verkünden."
JesusLukas 22,1-23,56Markus 14,1-15,47Matthäus 26,1-27,66
Die Reaktion von Festus und Agrippa auf die Rede von Paulus
24Als Paulus mit seiner Verteidigung
an diesem Punkt angelangt war,
rief Festus laut dazwischen:
"Du bist verrückt, Paulus!
Das viele Studieren treibt dich in den Wahnsinn."
25Paulus antwortete:
"Ich bin nicht verrückt, verehrter Festus.
Was ich sage,
ist wahr und vernünftig.
26Der König weiß über diese Dinge Bescheid.
Mit ihm kann ich auch ganz offen darüber reden.
Denn ich bin überzeugt,
dass ihm nichts davon entgangen ist.
Schließlich hat das alles nicht
in irgendeinem verborgenen Winkel stattgefunden.
27König Agrippa,
glaubst du den Propheten?
Ich weiß,
dass du ihnen glaubst!"
"Es fehlt nicht viel,
und du überzeugst mich noch,
als Christ aufzutreten!"
29Paulus entgegnete:
"Ich bete zu Gott,
dass du wirst,
was ich schon bin.
Und nicht nur du!
Nein, ich bete,
dass früher oder später alle,
die mich heute hören,
mir gleich werden –
die Fesseln natürlich ausgenommen!"
30Der König und der römische Bevollmächtigte erhoben sich
und mit ihnen auch Berenike und die anderen.
31Während sie den Saal verließen,
unterhielten sie sich:
"Dieser Mann tut nichts,
wofür er den Tod oder das Gefängnis verdient."
32Und Agrippa sagte zu Festus:
"Der Mann könnte freigelassen werden,
wenn er nicht verlangt hätte,
dass sein Fall vor den Kaiser kommt."
Paulus auf dem Weg nach Rom
Die Schiffsreise nach Rom
Die Schiffsreise nach Rom: Mühevoller Beginn
271Unsere Abreise nach Italien
war also beschlossen.
Man übergab Paulus und einige andere Gefangene
einem Hauptmann der kaiserlichen Kohorte namens Julius.
2Wir gingen an Bord eines Schiffes aus Adramyttion.
Es sollte die Häfen an der Küste der Provinz Asien anlaufen.
Dann legten wir ab.
Der Mazedonier Aristarch aus Thessalonich begleitete uns.
3Am nächsten Tag erreichten wir Sidon.
Julius war Paulus gegenüber sehr entgegenkommend.
Er erlaubte ihm,
seine Freunde aufzusuchen
und sich von ihnen
mit allem Nötigen versorgen zu lassen.
4Nachdem wir von dort wieder aufgebrochen waren,
segelten wir im Schutz von Zypern weiter.
Denn der Wind stand gegen uns.
5Wir durchquerten das Meer vor Zilizien und Pamphylien
und erreichten schließlich Myra in Lyzien.
6Dort fand der Hauptmann ein Schiff aus Alexandria,
das nach Italien fuhr,
und brachte uns an Bord.
7Viele Tage lang machten wir nur wenig Fahrt
und kamen mit Mühe und Not bis vor Knidos.
Dann zwang uns der Wind,
den Kurs zu ändern.
Deshalb segelten wir im Schutz von Kreta
an Kap Salmone vorbei.
8Wir fuhren unter widrigen Umständen an der Küste entlang.
Schließlich erreichten wir die Bucht von Kaloi Limenes,
nicht weit von der Stadt Lasäa.
Die Schiffsreise nach Rom: Paulus warnt vor der Weiterfahrt
9Inzwischen war viel Zeit verstrichen
und die Schifffahrt bereits unsicher geworden.
Auch das Herbstfasten war schon vorüber.
Deshalb warnte Paulus die Besatzung:
10"Männer!
Ich sehe voraus,
dass eine Weiterfahrt sehr riskant ist.
Wir setzen damit nicht nur die Ladung
und das Schiff aufs Spiel,
sondern auch unser Leben."
11Aber der Hauptmann schenkte dem Steuermann
und dem Schiffseigentümer mehr Vertrauen
als den Worten des Paulus.
12Außerdem war der Hafen zum Überwintern ungeeignet.
Deshalb beschloss die Mehrheit der Besatzung,
wieder in See zu stechen.
Man wollte versuchen,
Phönix zu erreichen
um dort zu überwintern.
Das ist ein Hafen auf Kreta,
der nur nach Südwesten und Nordwesten hin offen ist.
Die Schiffsreise nach Rom: Irrfahrt im Sturm
13Als ein leichter Südwind aufkam,
hielten die Seeleute ihr Vorhaben
schon fast für geglückt.
Sie lichteten den Anker
und fuhren so dicht wie möglich
an der Küste Kretas entlang.
14Aber schon bald brach von der Insel her
ein schwerer Sturm los,
der gefürchtete Nordost.
15Das Schiff wurde mitgerissen.
Und weil wir nicht gegen den Wind ankamen,
gaben wir das Schiff dem Sturm preis
und ließen uns treiben.
16Eine Zeit lang befanden wir uns
im Schutz einer kleinen Insel namens Kauda.
Hier gelang es uns mit Mühe und Not,
das Beiboot einzuholen.
17Die Seeleute zogen es an Bord.
Anschließend spannten sie Taue um den Rumpf,
um das Schiff zu sichern.
Und weil sie fürchteten,
in die Große Syrte zu geraten,
brachten sie den Treibanker aus.
So ließen sie das Schiff treiben.
18Der Sturm setzte uns hart zu.
Deshalb warfen die Seeleute am folgenden Tag
die Ladung über Bord.
19Und am dritten Tag
beförderten sie eigenhändig
die Schiffsausrüstung ins Meer.
20Tagelang zeigten sich weder Sonne noch Sterne.
Der Sturm tobte unvermindert weiter.
Am Ende verloren wir jede Hoffnung auf Rettung.
Die Schiffsreise nach Rom: Paulus ermutigt die Besatzung
21Niemand war mehr in der Lage,
etwas zu essen.
Schließlich trat Paulus in ihre Mitte
und sagte:
"Ihr hättet besser auf mich gehört, Männer,
und wärt nicht von Kreta losgefahren.
Dann wären uns solche Gefahren
und alle Verluste erspart geblieben.
22Doch jetzt rate ich euch:
Lasst den Mut nicht sinken!
Keiner von euch wird umkommen,
nur das Schiff geht verloren.
23Denn heute Nacht stand plötzlich
ein Engel vor mir –
ein Engel des Gottes,
dem ich gehöre
und dem ich diene.
24Er sagte:
'Hab keine Angst, Paulus!
Du musst noch vor den Kaiser treten.
Sieh doch!
Deinetwegen schenkt Gott auch all denen das Leben,
die mit dir auf dem Schiff sind.'
25Fasst also Mut, Männer!
Ich vertraue Gott,
dass alles genau so kommen wird,
wie er es mir gesagt hat.
26Wir müssen allerdings an einer Insel stranden."
Die Schiffsreise nach Rom: Schiffbruch vor Malta
27Wir trieben nun schon die vierzehnte Nacht
auf dem Adriatischen Meer umher.
Gegen Mitternacht vermuteten die Seeleute
Land in der Nähe.
28Sie warfen das Lot aus
und maßen eine Tiefe von 20 Faden.
Kurz darauf warfen sie erneut das Lot aus
und maßen 15 Faden.
29Sie fürchteten,
wir könnten auf ein Riff auflaufen.
Deshalb warfen sie vom Heck vier Anker aus
und wünschten sehnlichst den Tag herbei.
30Die Seeleute versuchten sogar,
vom Schiff zu fliehen.
Unter dem Vorwand,
auch vom Bug aus Anker werfen zu wollen,
ließen sie das Beiboot zu Wasser.
31Doch Paulus warnte den Hauptmann und die Soldaten:
"Wenn die Seeleute nicht an Bord bleiben,
habt ihr keine Aussicht auf Rettung!"
32Da kappten die Soldaten die Taue
und ließen das Beiboot davontreiben.
33Bis in die Morgendämmerung hinein
redete Paulus allen zu,
etwas zu essen.
Er sagte:
"Ihr harrt nun schon vierzehn Tage aus.
Die ganze Zeit über
habt ihr keine richtige Mahlzeit zu euch genommen.
34Deshalb bitte ich euch:
Esst etwas.
Das habt ihr nötig,
wenn ihr gerettet werden wollt.
Keinem von euch wird auch nur ein Haar gekrümmt."
35Nachdem er das gesagt hatte,
nahm er Brot
und sprach vor aller Augen das Dankgebet.
Dann brach er das Brot in Stücke
und fing an zu essen.
36Da fassten alle wieder Mut
und aßen ebenfalls.
37Wir waren insgesamt 276 Leute
auf dem Schiff.
38Alle aßen sich satt.
Dann machten sie das Schiff noch einmal leichter,
indem sie die Getreidevorräte ins Meer schütteten.
39Endlich wurde es Tag.
Die Seeleute sahen eine Küste,
die ihnen unbekannt war.
Sie entdeckten aber eine Bucht mit einem flachen Strand.
Sie wollten versuchen,
das Schiff dort auf Grund zu setzen.
40Sie kappten die Ankertaue
und ließen die Anker im Meer zurück.
Zugleich lösten sie die Haltetaue der Steuerruder.
Dann setzten sie das Vorsegel
und hielten mit dem Wind auf den Strand zu.
41Doch sie gerieten auf eine Sandbank
und das Schiff lief auf Grund.
Der Bug bohrte sich so tief in den Sand,
dass sie festsaßen.
Unter der Gewalt der Wellen
begann das Heck auseinanderzubrechen.
42Da beschlossen die Soldaten,
die Gefangenen zu töten,
damit keiner schwimmend entkommen konnte.
43Aber der Hauptmann wollte Paulus retten
und hinderte sie an ihrem Vorhaben.
Er ließ zuerst alle, die es konnten,
von Bord springen
und an Land schwimmen.
44Die Übrigen folgten teils auf Planken,
teils auf anderen Schiffstrümmern.
So gelang es allen,
sich an Land zu retten.
Auf der Insel Malta
Auf der Insel Malta: Paulus wird vom Schlangenbiss gerettet
281Nach unserer Rettung erfuhren wir,
dass die Insel Malta hieß.
2Die Einheimischen waren überaus freundlich zu uns.
Sie zündeten ein Feuer an
und holten uns alle dazu.
Denn es hatte angefangen zu regnen
und es war kalt.
3Paulus sammelte einen Arm voll trockenes Holz
und warf es auf das Feuer.
Da schoss eine Schlange daraus hervor
und biss sich an seiner Hand fest.
Sie war von der Hitze aufgescheucht worden.
4Als die Einheimischen das Tier
an seiner Hand hängen sahen,
sagten sie zueinander:
"Dieser Mensch muss ein Mörder sein.
Aus dem Meer konnte er sich retten.
Aber seiner gerechten Strafe
kann er nicht entkommen!"
5Doch Paulus schüttelte das Tier ins Feuer
und nahm keinen Schaden.
6Die Einheimischen warteten darauf,
dass sein Körper anschwellen
oder dass Paulus plötzlich tot umfallen würde.
Sie beobachteten ihn noch längere Zeit.
Als dann aber weiter nichts Besonderes geschah,
änderten sie ihre Meinung.
Jetzt sagten sie:
"Er ist ein Gott!"
Auf der Insel Malta: Paulus heilt den Vater des Publius
7In der Nähe unseres Lagers lagen die Landgüter,
die dem Patron der Insel, Publius, gehörten.
Der nahm uns freundlich auf,
und wir waren drei Tage lang seine Gäste.
8Damals lag der Vater des Publius
mit Fieber und Durchfall im Bett.
Paulus ging zu ihm hinein,
legte ihm die Hände auf
und machte ihn so gesund.
9Daraufhin kamen auch
alle anderen Kranken der Insel herbei
und wurden geheilt.
10Sie überschütteten uns mit Ehrungen aller Art.
Und als wir abreisten,
rüsteten sie uns mit allem aus,
was wir für die Reise benötigten.
Paulus in Rom
Von Malta nach Rom
11Nach drei Monaten fuhren wir mit einem Schiff weiter,
das auf der Insel überwintert hatte.
Es kam aus Alexandria
und trug den Namen "Die Dioskuren".
12Wir liefen Syrakus an,
wo wir drei Tage blieben.
13Dann lichteten wir die Anker
und fuhren nach Rhegion.
Am nächsten Tag kam Südwind auf,
und in nur zwei Tagen gelangten wir nach Puteoli.
14Dort trafen wir auf Brüder.
Sie luden uns ein,
sieben Tage bei ihnen zu bleiben.
Und so erreichten wir schließlich Rom:
15Die Brüder dort hatten schon
von unserer Ankunft gehört.
Einige kamen uns bis zum Markt von Appius entgegen,
andere bis zu den Drei Tavernen.
Als Paulus sie sah,
dankte er Gott
und gewann neue Zuversicht.
16Als wir dann in Rom waren,
erhielt Paulus die Erlaubnis,
sich eine eigene Wohnung zu nehmen.
Nur ein Soldat blieb als Wache bei ihm.
Paulus in Rom: Begegnung mit den Juden der Stadt
17Dann, drei Tage später,
lud Paulus die angesehensten Juden zu sich ein.
Als sie alle versammelt waren,
sagte er zu ihnen:
"Ihr Brüder!
Ich habe nichts getan,
was sich gegen unser Volk richtet
oder gegen die Vorschriften unserer Vorfahren verstößt.
Trotzdem wurde ich in Jerusalem festgenommen
und an die Römer ausgeliefert.
18Die Römer haben mich verhört
und wollten mich wieder freilassen.
Denn es lag nichts gegen mich vor,
wofür ich den Tod verdient hätte.
19Doch weil die Juden dagegen Einspruch erhoben,
musste ich verlangen,
dass mein Fall vor den Kaiser kommt.
Ich hatte dabei aber nicht die Absicht,
mein eigenes Volk zu verklagen.
20Das ist der Grund,
weshalb ich euch zu mir gebeten habe:
Ich wollte mit euch reden.
Denn ich trage diese Ketten nur deshalb,
weil ich die Hoffnung Israels teile.
21Die Juden erwiderten:
"Wir haben aus Judäa keinen Brief erhalten,
in dem von dir die Rede gewesen wäre.
Es ist auch kein Bruder gekommen,
der einen Bericht mitgebracht
oder schlecht über dich geredet hätte.
22Wir halten es aber für angebracht,
von dir zu hören,
was für Ansichten du vertrittst.
Denn von dieser Glaubensrichtung ist uns nur bekannt,
dass sie überall auf Widerspruch stößt."
23Sie vereinbarten ein weiteres Treffen
und kamen erneut zu ihm in die Wohnung.
Es waren noch mehr Leute als beim ersten Mal
und sie blieben von frühmorgens bis abends.
Paulus setzte sich mit ihnen auseinander
und legte vor ihnen Zeugnis ab
über das Reich Gottes.
Er wies sie auf die Ankündigungen
im Gesetz des Mose und bei den Propheten hin,
um sie für Jesus zu gewinnen.
24Ein Teil von ihnen ließ sich durch seine Worte überzeugen.
Aber die anderen schenkten ihm keinen Glauben.
25Sie gingen auseinander,
ohne sich einig geworden zu sein.
Paulus schloss mit dem einen Wort:
"Zu Recht hat der Heilige Geist
zu euren Vorfahren gesagt:
26'Geh zu diesem Volk
und verkünde ihm:
Ihr sollt mit offenen Ohren hören,
aber nichts verstehen.
Ihr sollt mit offenen Augen sehen,
aber nichts erkennen.
27Das Herz dieses Volkes ist verschlossen.
Sie halten sich die Ohren zu
und schließen ihre Augen.
Denn ihre Augen sollen nichts sehen
und ihre Ohren sollen nichts hören
und ihr Herz soll nichts verstehen –
damit sie nicht zu Gott umkehren
und ich, ihr Gott, sie heile.'
28Darum sollt ihr wissen:
Das Heil, das Gott uns schenkt,
wurde zu den Heiden gesandt.
Und die werden es annehmen!"
29[...]
Paulus in Rom: Paulus verkündet ungehindert Gottes Botschaft
30Paulus blieb volle zwei Jahre in seiner Mietwohnung.
Er hieß alle willkommen,
die zu ihm kamen.
31Er verkündete ihnen das Reich Gottes
und lehrte sie alles über Jesus Christus, den Herrn –
mutig und offen
und völlig ungehindert.
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- Kos
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- Kreta
- Kreuz, Kreuzigung
- Krone
- Krüge
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- Laodizea
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- Lehrer
- Lehrer (frühes Christentum)
- Lehrmeister
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- Leier
- Leuchter
- Leviten
- Libyen
- Licht
- Lot
- Lot, Senkblei
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- Lykaonien
- Lysanias
- Lystra
- Lyzien
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- Malta
- Manna, Brot vom Himmel
- Mantel, Kleidung
- Marana ta
- Marktplatz
- Matte
- Maulbeerbaum
- Maulbeerfeigenbaum
- Mazedonien
- Medien
- Meister
- Melchisedek
- Menschensohn
- Messiasgeheimnis
- Michael
- Milet
- Mine
- Mittagessen, Abendessen
- Mitylene
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- Mondsucht
- Morgenstern
- Mose
- Myra
- Myrrhe
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- Nardenöl
- Nasiräer
- Nazaret
- Nazoräer
- Neapolis
- Netz (Spiegelnetz)
- neue Schöpfung
- Neumond
- Nikolaïten
- Nikopolis
- Noach
- Oberster Priester
- Ölbaum
- Ölberg
- Öllampe
- Opfer
- Opferkasten
- Ort der endgültigen Versöhnung
- Palme, Dattelpalme
- Pamphylien
- Paphos
- Paradies
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- Patmos
- Patron der Insel Malta
- Paulus
- Pergament
- Pergamon
- Perge
- Persien
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- Pflug
- Pharisäer
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- Pontus
- Priester
- Prophet (Jesus)
- Prophet (frühes Christentum)
- Prophet
- Prophet (in Israel)
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- Psalmen
- Ptolemaïs
- Purpur
- Puteoli
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- Quirinius
- Rabbi
- Rabbuni
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- Räucherpfanne
- Rahab
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- Reinigung, sich reinigen
- Reinigung (nach der Geburt eines Kindes)
- Rhegion
- Rhodos
- Richter
- Richterstuhl
- Rom, Römer
- Rotes Meer
- Rut
- Sabbat
- Sabbatweg
- Sadduzäer
- Säen
- Säulen (Gemeinde in Jerusalem)
- Salamis
- salben, Salbung
- Salmone
- Salomo
- Salomohalle
- Salz
- Samarien, Samariter
- Same Gottes
- Samos
- Samothrake
- Samuel
- Sandale
- Sara
- Sardes
- Satan, Teufel
- Sauerteig
- Saul
- Saulus
- Schafstall
- Schale
- Scharon-Ebene
- Schatzhaus
- Schauspiel
- Scheidungsurkunde
- Schemel
- Schenkung
- Schiff, Schifffahrt
- Schiffseigentümer
- Schiloach
- Schlachtopfer, Mahlopfer
- Schlange
- Schlüssel Davids
- Schöne Pforte
- Schreibrohr
- Schriftgelehrte
- Schriftrolle
- Schuld
- Schurz
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- Schwert
- Segen, segnen
- Seleuzia
- Senf
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- Sichel
- Sidon
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- Silberschmied
- Sinai, Horeb
- Sklave, Sklavin
- Skorpion
- Skythe
- Smyrna
- Sodom und Gomorra
- Sohn
- Sohn Gottes
- Speiseopfer, Trankopfer
- Sprachen, fremde Sprachen
- Hirtenstab, Stab
- Stachelstock
- Stadtgericht
- Stadtkämmerer
- Stadtoberster
- Stadtschreiber
- Stadttor
- Stammväter
- Staub abschütteln
- Sterndeuter
- Stoiker
- Sünde, Sünder
- Sündopfer
- Sychar
- Synagoge
- Synagogendiener
- Synagogengericht
- Synagogenleiter
- Syrakus
- Syrien
- Tamar
- Tarsus
- Taufe
- Tempel
- Tempelabgabe
- Tempeldienst
- Tempelschatz
- Tempelverkauf
- Tempelwache
- Theater
- Thessalonich
- Thyatira
- Tiberias
- Tiberius
- Timotheus
- Tisch/Tischtuch
- Titus
- Tod, Bestattung
- Tod (bei Johannes)
- Totenklage
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- Vaterunser/Unser Vater
- Verlobung
- Verstockung
- vierzehn (Matthäus)
- Wachsamkeit
- Wachstafel
- Wachturm
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- Wasserkrug
- Weihegeschenk
- Weihrauch
- Wein
- Weinberg
- Kelter, Weingrube
- Weinrebe, Rebe
- Weinschlauch
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- Buße, siehe auch Umkehr
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- Dankbarkeit
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- Ergebung in Gottes Willen
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- Feindesliebe
- Feindschaft
- Feindschaft zwischen Menschen
- Feste
- Hauptfeste in Israel
- Passafest und Fest der Ungesäuerten Brote
- Pfingsten
- Laubhüttenfest
- Versöhnungstag
- Tempelweihe
- Purimfest
- Fleischeswesen des Menschen
- Fleisch und Geist
- Fleischwerdung Jesu
- Fleiß
- Fluchen (3.Gebot)
- Flüchtling
- Fragen, törichte
- Frau
- Frau und Mann
- Frau im Alter
- Kopfbedeckung der Frau im Gottesdienst
- Rede der Frau in der Gemeindeversammlung
- Freigebigkeit
- Freiheit
- Befreiung aus Sklaverei und Gefangenschaft
- Freiheit durch Christus
- Umgang mit der Freiheit
- Freiheit von Zukunftssorgen
- Fremde
- Freude
- Freude Gottes
- Freude am Wort Gottes
- Freude der Frommen
- Freude im Herrn
- Freund
- Freundliches Reden
- Freundlichkeit
- Freundlichkeit und Güte Gottes als Lebenserfahrung
- Freundschaft
- Freundschaftlicher Tadel
- Frieden
- Durch Christus
- als Gabe des Botschafters Jesu
- Frieden stiften
- Gott als Friedenskönig
- Gottes Frieden, Frieden mit Gott
- in der Welt
- zwischen den Völkern
- Friedensgruß
- Friedfertigkeit
- Fromme als Minderheit
- Frucht des Heiligen Geistes
- Fröhlichkeit
- Frömmigkeit
- Furcht Gottes
- Furchtlosigkeit
- Fußwaschung Jesu
- Fälschung des Wortes Gottes
- Fürbitte für die Obrigkeit
- Fürsorge
- Fürsorge für die Hausgenossen
- Fürsorge für die Tiere
- Fürsorge und Schutz Gottes für den Menschen
- Gaben des Heiligen Geistes
- Gamaliels Rat
- Gastfreundschaft
- Gast sein
- Geben
- Gebet
- Anbetung
- in Beharrlichkeit
- als Bitte um leibliche Versorgung
- als Danksagung
- Demut und Selbstüberhebung im Gebet
- Erhörung
- in Ernsaftigkeit
- falsches Bitten
- Fürbitte
- Form
- gemeinschaftlich
- im Glauben
- in Jesu Namen
- in Klarheit
- im Leiden
- in Nüchternheit
- Ort
- bei Tisch
- in Wahrheit
- nach dem Willen Gottes
- Gebete, die Gott nicht erhört
- Gebetsanleitung durch den Heiligen Geist
- Gebetserhörung
- Dank
- Fürbitte
- Gebet der Gemeinde
- Jesus betet
- Klage und Umkehr
- Lob- u. Dankgebet
- Vaterunser
- Geborgenheit
- Gebote
- Gebote und Ordnungen Gottes
- Missachtung der Gebote
- Veränderung der Gebote
- Geburt des Messias
- Geburtstag
- Gedanken Gottes
- Gedankenwelt
- Geduld
- allgemein
- Gottes
- der Menschen
- Gefangene
- Gegenseitige Annahme in der Gemeinde
- Gegenseitige Ehrerbietung in der Gemeinde
- Gegenwart Jesu bei den Seinen
- Geheimnisverrat
- Gehorsam
- Geist des Menschen
- Geisterunterscheidung als Gabe in der Gemeinde
- Geistesgaben gegen Geld (Simonie)
- Geistliche Armut
- Geiz
- Gelassenheit
- Geld und Besitz
- Besitz als Lebensgrundlage
- Genügsamkeit, Freigebigkeit
- Geldliebe
- Geldüberbewertung
- Gelübde
- Gemeindeältester (Bischof)
- Gemeinheit
- Gemeinschaft
- Christliche Gemeinde
- Gemeinschaft mit Gott
- Gemeinschaft mit den Leiden Jesu
- Gemeinschaft mit Ungläubigen
- Generationenwechsel
- Genießen/Genuss
- Genügsamkeit
- Gerechtigkeit
- Gerechtigkeit Gottes
- Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit
- Gerechtigkeit vor Gott
- Gerechtigkeit
- im Geschäftsleben
- als Lebenseinstellung
- Gericht
- Letztes Gericht
- Gericht Gottes
- Gericht Gottes und seines Sohnes
- Strafgericht Gottes
- über Sodom
- über Ägypten
- über Israel
- über Juda
- über die Sünde
- Gerichtsbefugnis der Obrigkeit
- Geringschätzung der Gläubigen durch die Welt
- Gerüchte verbreiten
- Gesang
- Geschenk
- Geschenke machen und erhalten
- Geschwätz
- Gesellschaftliche Schranken in der Gemeinde
- Gesetz
- Gesetzgebung
- Bleibende Geltung des Gesetzes
- Gottes Lebensordnung für sein Volk
- Propheten erinnern ans Gesetz
- Das Gesetz führt nicht zum Ziel
- Liebe als Gesetzeserfüllung
- Gesetz im Herzen
- Streit um das Gesetz
- Gesetzestreue des Bürgers
- Gesetz und Gnade
- Gesetzwidriges Verhalten
- Gewalt
- Gewaltlosigkeit
- Gewalttat
- Gewissen
- Glaube als Vertrauen
- Glauben
- An Gott
- An Jesus
- Nur der Glaube rettet
- Mangelnder Glauben
- Glaube und Werke
- Glaubensablehnung
- Glaubensgehorsam
- Glaubensunfähigkeit
- Glaubwürdigkeit
- Glück
- Gnade
- Goldene Regel menschlichen Zusammenlebens
- Gottebenbildlichkeit
- Gottes Herrlichkeit
- Gottes Herrschaft
- Gottes Liebe
- Gottes Name
- Gottes Nähe
- Gottes Plan
- Gottes Schutz
- Gottes Treue
- Gottes Wille
- Gottes Wort
- Gottes Zorn
- Gottes Zusagen
- Gottesbegegnung
- Gottesbeziehung
- Gottesbild
- Gottesdienst
- Gotteserkenntnis
- Gottesferne
- Gottesfurcht
- Gottes neue Welt
- Gottessohnschaft des Messias
- Gottlosigkeit
- Gottverlassenheit
- Gottvertrauen
- Grenzen
- Gott setzt Grenzen
- Grenzen menschlicher Freiheit
- Grenzen antasten
- Grenzen überwinden
- Großspurigkeit
- Großzügigkeit
- Grundbedürfnisse
- Gutes tun
- von Gott
- von Menschen
- Gut und Böse
- Götzendienst (l. und 2.Gebot)
- Güte
- Güte gegenüber dem Nächsten
- Habgier
- Handauflegung
- Handelsgeschäft
- Hass
- von Gott
- von Menschen
- Hass gegen Jesus und seine Jünger
- Haupt der Gemeinde und des Mannes
- Haus Gottes
- Missbrauch des Hauses Gottes
- Hausbau
- Haushaltsführung
- Hehlerei (8.Gebot)
- Heiliger Geist
- im Alten Testament
- in der ersten Gemeinde
- Jesus und der Heilige Geist
- bei Paulus
- Taufe mit dem Heiligen Geist
- Heiligkeit Gottes
- Heiligung
- Heiligung der Gemeinde
- Heillosigkeit des Menschen
- Heilsames Reden
- Heilung
- Heilung der Seele
- Heilungsgabe in der Gemeinde
- Heimatliebe
- Heimliche Sünde
- Helfen
- Herren und Untergebene
- Herrlichkeit
- Herrlichkeit Gottes
- Herrlichkeit Jesu
- der Gläubigen in Gottes Reich
- Herrschaft Gottes
- Herrschaft Jesu
- Herrschaft des Messias
- Herrschsucht in der Gemeinde
- Herz des Menschen
- Herzlichkeit
- Heuchelei
- Hilfe Gottes
- Hilfs- und Opferbereitschaft
- Himmel
- geografischer Ort
- Wohnraum Gottes
- Schöpfungswerk Gottes
- Himmelfahrt Jesu
- Himmelreich, s. Gottes neue Welt
- Himmlische Heimat
- Hindernisse überwinden
- Hingabe
- Hingabe von Jesus
- Hingabe bei Menschen
- Hirten
- Hirtendienst
- Egoismus der Hirten
- Mangel an Hirten
- Unfähigkeit der Hirten
- Hirtenwerk Gottes
- Hochmut
- Hochzeit
- bildlich
- Hochzeit bestimmter Personen
- Hoffen und Harren
- Hoffnung
- Hoffnung der Gläubigen
- Homosexualität
- Hund
- Hunger
- Hungriger
- Hurerei
- Hölle
- Hörbereitschaft auf das Wort Gottes
- Hören
- Menschen
- Gott
- Hörer und Täter des Wortes Gottes
- Identität
- Intrigen
- Inzest
- Irrlehre und Irrlehrer
- Isolation von der Umgebung
- Israel
- als Volk Gottes
- Erwählung
- Priesterdienst
- und der Gottesbund
- und der Tempel
- und die Völkerwelt
- und sein Land
- Verstockung
- Wiederannahme
- Jerusalem
- Jesus
- abgelehnt von seinem Volk
- Anfänger und Vollender des Glaubens
- der Barmherzige
- das Brot des Lebens
- der Diener
- das Ebenbild Gottes
- der Einzigartige
- der Erlöser
- die Fülle der Gottheit
- der Freund seiner Jünger
- der Fürsprecher beim Vater
- gehorsam dem Vater
- der Gesandte Gottes
- der Heiland der Sünder
- der Hirte seiner Schafe
- der Hohepriester
- das Leben
- der Lehrer
- der Leidende
- das Licht der Welt
- die Liebe
- der Menschensohn
- der Gottes neue Welt verkündet und vollendet
- der Retter
- der Sanftmütige
- der Schöpfer
- der Sohn des Vaters von Ewigkeit her
- der Sündlose
- der Träger des Alls
- der Treue
- der Verachtete
- verbunden mit dem Vater
- der Versöhner
- versucht vom Satan
- das Vorbild
- die Wahrheit
- das Wasser des Lebens
- das Wort
- der Weg
- der Weinstock
- die Weisheit
- wohlgefällig dem Vater
- Jesus Christus
- Ankündigung von Jesus Christus im Alten Testament
- Die Menschlichkeit von Jesus Christus
- Die Göttlichkeit von Jesus Christus
- Das Tun von Jesus Christus
- Jubel über Gott
- Juden und Heiden als eine Gemeinde
- Jugend
- Jugend als Verantwortung
- Jugendfreude
- Jugendsünde
- Junge Lehrer der Gemeinde
- Jungfrauengeburt
- Jüngster Tag
- Kampf
- des Glaubens
- Gottes für Israel
- bildlich
- Karriere
- Keruben, s. a. Engel
- Ketzerei
- Keuschheit
- Kinder
- allgemein
- Kinder Gottes
- Kind im Mutterleib
- Kindererziehung
- Erziehungsfehler
- Kindergehorsam
- Kindersegen
- Kind als Vorbild für die Jüngerschaft
- Kirche
- Klage
- Klage Gottes über sein Volk
- Klugheit
- Knechtschaft und Freiheit
- Konflikte
- Konsequent leben
- Kosmetik
- Kraft
- Krankenheilungsgebet in der Gemeinde
- Kranker
- Krankheit
- Krankheit und Schuld
- Kreislauf irdischen Geschehens
- Kreuz
- Christus
- Christen
- Kreuzestod Jesu
- Krieg
- Krisen
- Kritik
- Krone des Lebens und der Gerechtigkeit
- Kränkung
- Kultur
- Lachen
- Landwirtschaft/Bauer
- Lastenausgleich zwischen den Gliedern der Gemeinde
- Lasten des Lebens
- Lauheit der Gemeinde
- Lauterkeit
- Lauterkeit beim Geben
- Leben
- Leben aus Christus
- Leben in Stille
- Leben nach dem Fleisch
- Lebensbewahrung
- Lebensdauer
- Lebenserfüllung
- Lebensfreude
- Lebensführung
- Lebensgestaltung
- Lebensmittelverderb
- Lebensnot
- Lebenssinn
- Lebensunterhalt
- Lebensweg
- Lebensweise des Gläubigen
- Lebensziel
- Lehrbegabung
- Lehre und Lehrer
- Lehrstreitigkeiten
- Lehrverantwortung
- Leib als Gottes Eigentum
- Leib des Christus
- Leib und Blut Jesu
- Leid
- Leidenschaft
- Leiden um Jesu willen
- Leihen
- Leistung
- Leistungsdenken
- Licht
- Leben im Licht
- Jünger von Jesus als Licht
- Jesus Christus als Licht
- Gott als Licht
- Erschaffung des Lichts
- Licht und Finsternis
- Liebe
- Liebe als Erkennungszeichen der Jünger Jesu
- Liebe Gottes
- Liebe Gottes für Israel
- Liebe Gottes für alle Menschen
- Liebe in Wahrhaftigkeit
- Liebe ohne Gegenleistung
- Liebe unter Gläubigen
- Liebe zu Gott
- Liebe von Jesus Christus
- Liebe zu den Mitmenschen
- Liebe zum Vater und zum Sohn
- Liebe zwischen Frau und Mann
- Liebeswachstum
- Lieblosigkeit
- Lob
- Gotteslob
- Menschenlob
- Lohn
- Lohndrückerei
- Lohn für Jünger Jesu
- Loslassen
- Los werfen
- Luxus
- Luxus statt Hirtendienst
- Lästerung
- Lästerung des Heiligen Geistes
- Lüge
- Macht
- Macht von Menschen
- Macht von Gott
- Machtbesitz
- Mahl des Herrn
- Mann
- Mann im Alter
- Mann und Frau
- Martyrium
- Maßlosigkeit im Essen und Trinken
- Maßstab
- Meer
- Erschaffung des Meeres
- Zug der Israeliten durchs Meer
- Meer als gottfeindliche Macht/Seefahrt
- Meineid (3. und 9. Gebot)
- Meisternwollen der Schrift
- Meister und Knecht
- Mensch als Abbild Gottes
- Mensch als Herr der Schöpfung
- Mensch als Krone der Schöpfung
- Menschenbild
- Menschenfurcht
- Menschengefällige Verkündigung
- Menschenruhm
- Menschenschöpfung
- Menschenverachtung
- Menschliches Kommen und Gehen, Denken und Trachten
- Menschlichkeit
- Messias
- Im Alten Testament
- Im Neuen Testament
- Misshandelter
- Mission
- Missionsbefehl Jesu
- Missmut
- Missstände
- Misstrauen
- Missverständnis
- Mitarbeiter
- Mitgefühl
- Mitleiden der Gläubigen
- Mord (6.Gebot)
- Mut
- Mutterliebe
- Müdigkeit
- Mühe
- Mündig in der Lehre
- Nachbar
- Nachfolge
- Nachlässigkeit
- Name Gottes
- Lästerung des Gottesnamens (3.Gebot)
- Missbrauch des Gottesnamens (3.Gebot)
- Name Jesus
- Natur
- Nehmen
- Neid
- Neuanfang
- Neue Schöpfung
- Neuer Mensch
- Neues Leben mit Christus
- Niedriger
- Niedrigkeit der Gläubigen
- Niedrigkeit und Armut Jesu
- Not
- Not als Bewährungszeit
- Notleidender
- Nächstenliebe
- Nächster
- Nähe
- Nüchternheit
- Obdachlose
- Offenheit
- Ohnmacht
- Menschen
- Götter
- Okkultismus (2.Gebot)
- Opfer
- Räucheropfer
- Speiseopfer
- Brandopfer
- Sühneopfer
- Opfergabe
- Ordnung
- Orientierung
- Ostern
- Paradies
- Parteilichkeit
- Parteilichkeit in der Gemeinde
- Partnerschaft
- Pfahl im Fleisch
- Philosophie statt Wort Gottes
- Pluralismus
- Pläne, Planen
- Gottes Plan
- Pläne von Menschen
- Pläne schmieden
- Poesie
- Politik
- Prahlerei
- Prediger
- Anpassungsfähigkeit
- Demut
- Eigennutz
- Freimut
- Gehorsam
- Lauterkeit
- Leidensbereitschaft
- Nüchternheit
- Redlichkeit
- Standfestigkeit
- Status
- Versorgung
- Wort Gottes als Quelle seiner Autorität
- Predigt
- allgemein
- als Glaubensquelle
- als scheinbare Torheit
- als sorgfältige Schriftauslegung
- Fundament der Predigt
- über den Ratschluss Gottes
- vom Kreuz Christi
- vor Regenten
- zur Rettung und Versöhnung
- Priesterdienst
- Priesterdienst der Gemeinde
- Prioritäten
- Propheten
- Berufung des Propheten
- Blindheit der Propheten
- Falsche Propheten
- Leichtfertigkeit der Propheten
- Lügenpropheten
- Mangel an Propheten
- Propheten mit Träumen
- Propheten des Ungehorsams
- Prophetie scheinbaren Friedens
- Prophetinnen
- Prophetisches Zeugnis vom Messias
- Prophet und Prophetie
- Provokation
- Prüfen jeder Rede
- Prüfung
- Prüfung alles Angebotenen
- Prüfung durch Gott
- Pöbel
- Rache
- Rachsucht
- Rangfolge in der Gemeinde
- Rat
- Ratschluss Gottes
- Rechaben
- Rechenschaftsforderung Gottes
- Recht
- Rechtfertigung des Sünders
- Rechtschaffenheit und Redlichkeit
- Rechtsfindung
- Rechtshändel unter Gliedern der Gemeinde
- Rechtsstreit suchen
- Rechtsverdrehung
- Reden und Schweigen
- Redlichkeit
- Redseligkeit
- Reform
- Regenten und Regierung
- Reich Gottes/Gottes neue Welt
- Reichtum
- Reichtum als Verantwortung
- Reinigung der Gemeinde
- Reinigung des Herzens
- Reinigung und Reinheit
- Religionen
- Resignation
- Respekt vor dem Alter
- Retter
- Gott
- Von Gott gesandter Retter
- Jesus
- Retter Israels
- Rettung
- Reue
- Reue Gottes
- Richteramt
- Richteramt Gottes
- Richterspruch Christi
- Richtgeist
- Risiko
- Rivalität
- Ruf (Leumund)
- Ruf (Leumund) der Gemeinde
- Ruhe
- Ruhe bei Gott
- Ruhm Gottes
- Rücksicht
- Saat und Ernte bei der Verkündigung
- Saat und Ernte in der Lebensführung
- Sabbatheiligung (4.Gebot)
- Sanftmut
- Satan
- Teufel, Feind Gottes
- Ankläger, Versucher
- Satans Verführungskunst in der Endzeit
- Satzungen der Menschen statt Gottes Wort
- Schadenfreude
- Scheidung
- Scheinfrömmigkeit
- Scheinheiligkeit
- Scheitern
- Schlaf
- Schlechte Früchte
- Schlechte Witze
- Schlechter Umgang
- Schlemmerei
- Schmeichelei
- Schmuck
- Schriftaussage als Grenze der Verkündigung
- Schuld
- Abwendung von Gott
- Unrecht gegen Mitmenschen
- Schuldbekenntnis
- Sippen- und Einzelhaftung
- Wiedergutmachung
- Schulden machen
- Schuldübertragung zwischen den Generationen
- Schutz
- Schutz Gottes
- Schwacher
- Schwache und Starke in der Gemeinde
- Schwachheit an Leib und Seele bei den Gläubigen
- Schweigen
- Schweigen von Gott
- Schweigen von Menschen
- Schwierigkeiten
- Schwierigkeiten
- Schwächen
- Schönheit
- Schönheit des Menschen
- Schöpfung
- Schöpfung von Welt und Mensch
- Schöpfung durch das Wort
- Schöpfung durch Christus
- Eigenschaften des Schöpfers
- Segen
- Segen Gottes
- Segen und Fluch
- Sehnsucht
- nach Gott
- nach Menschen
- Selbstbeherrschung
- Selbstbetrug
- Selbstbewußtsein
- Selbsteinschätzung
- Selbst erfundene Lehre
- Selbsterkenntnis
- Selbstgefälligkeit
- Selbstgerecht sein
- Selbstlosigkeit
- Selbstprüfung bezüglich des Glaubens
- Selbstsicherheit
- Selbstsucht
- Selbstverteidigung
- Selbstwert
- Sexualität
- Sicherheit
- Sinn
- Sinnesänderung
- Sinnlosigkeit
- Sodomie
- Sorgen
- Sorgfalt beim Reden
- Soziale Tätigkeit
- Spaltung
- Spaltung in der Gemeinde
- Speisegebote
- Spott
- Sprachbegabung durch den Heiligen Geist
- Staatsverständnis
- Stadt
- Staunen
- Stellung der Gläubigen in der Welt
- Stellvertretendes Leiden und Sterben Jesu
- Sterben
- Sterben und Auferstehen mit Christus
- Steuer
- Stille (= Fromme) im Lande
- Stolz
- Strafe
- Streit
- Streitsucht
- Streit in der Gemeinde
- Stress
- Studium
- Stummer
- Stärke des Menschen
- Stärkung des inwendigen Menschen
- Suchen
- Suchen und Finden Gottes
- Sünde und Sünder
- Sündenerkenntnis und Sündenbekenntnis
- Sündenfall
- Sündenvergebung
- Unerkannte Sünde
- Talisman (2.Gebot)
- Taufe
- Tausendjähriges Reich
- Teamgeist
- Teilen
- Tempel Gottes
- Testament
- Teufel/Satan
- Thron Gottes
- Tierwelt
- Tischgebet
- Tod
- ewiger Tod
- Überwindung des Todes
- Jesus
- geistig
- körperlich
- Todesfurcht
- Todesnot
- Todgeweihter
- Toleranz
- Totengedenken
- Totenreich
- Trauer
- Trauernder
- Traum
- Traurigkeit
- Traurigkeit über Sünde
- Trennung
- Treue
- Treue Gottes
- Treue gegenüber Gott
- Treue zu Jesus
- Treue im Kleinen
- Treulosigkeit
- Trost
- Trost des Heiligen Geistes
- Trunksucht
- Trösten können nach empfangenem Trost
- Trübsal
- Tyrannei
- Tätige Liebe
- Tücke
- Umgang mit Nichtgläubigen
- Umkehr
- Unabhängigkeit bezüglich Lebensunterhalt
- Unbedachtsamkeit
- Undankbarkeit
- Uneinsichtigkeit
- Unfassbarkeit Gottes
- Ungeduld
- Ungehorsam
- Ungerechtigkeit
- Unglaube
- Unglück
- Unheil schaffen
- Unnüchternheit
- Unordentlicher Lebenswandel
- Unparteilichkeit Gottes
- Unrecht
- Unrechtes Tun
- Unrechtmäßiger Besitz
- Unreinheit
- Unsichtbarkeit Gottes
- Unsichtbarkeit des Ewigen
- Unsterblichkeit
- Unterdrückter
- Unterordnung der Frau in der Ehe
- Unterordnung in der Gemeinde
- Unterscheidungsvermögen für gut und böse
- Unvergleichlichkeit Gottes
- Unverständnis
- Unversöhnlichkeit
- Unwandelbarkeit Gottes
- Unzucht
- Vater
- Gott als Vater aller
- Gott als Vater einzelner
- Gott als Vater Israels
- Gott als Vater von Jesus
- Vatername Gottes
- Verachtung gegenüber Gott
- Verantwortung
- Verantwortung für Besitz
- Verbergen, sich vor Gott verbergen wollen
- Verbindung zwischen Jesus und den Seinen
- Verdrehung des Gotteswillens
- Verdrehung des Wortes Gottes
- Verdächtigung
- Verehrung Gottes (1.Gebot)
- Verfolgung
- Verführung zum Abfall und ihr Lohn
- Verführung zur Gottlosigkeit
- Vergebung
- von Gott
- Gegenüber Mitmenschen
- Vergebungs- und Versöhnungsbereitschaft
- Vergeltung
- Vergeltung üben
- Vergängliches als Lebensfundament
- Vergänglichkeit
- Vergänglichkeit der Schöpfung
- Vergänglichkeit des Menschen
- Verhalten des Vaters zu den Kindern
- Verherrlichung von Vater und Sohn durch die Gläubigen
- Verirrung
- Verlangen nach Gottes Haus
- Verlangen nach der Gemeinschaft der Gläubigen
- Verlass auf Menschen
- Verlassener
- Verleugnung Jesu
- Verleumdung (9.Gebot)
- Verliebtsein
- Verlorener
- Verlästerung der Gemeinde
- Vermessenheit
- Verrat
- Versagen
- Versiegelung mit dem Heiligen Geist
- Versorgung durch Gott
- Verspottung des Wortes Gottes
- Versprechen
- Verstand Gottes
- Verstand des Menschen
- Verstockung
- Verstockung in der Gemeinde
- Versuchung
- Versuchung Gottes
- Versöhnung
- Versöhnungswerk des Messias
- Versöhnung zwischen Ehegatten
- Versündigung der Gemeindeglieder aneinander
- Vertrauen
- Vertrauen auf Gott
- Vertriebener
- Verurteilen
- Verurteilter
- Verwandter
- Verzageit
- Verzicht
- Verzweiflung
- Veränderung
- Volksmehrheit
- Vollkommenheit
- Vollkommenheit der Gaben Gottes
- Vollmacht des Messias
- Vollmacht zur Sündenvergebung
- Vorbilder
- Vorbild für die Gemeinde
- Voreiliges Richten
- Vorfahren als Zeugen der Taten Gottes
- Vorschriften
- Vorsorge
- Vorurteil
- Völkerwelt
- Völlerei
- Wachsamkeit
- Wachstum des Leibes Christi
- Wagnis
- Wahrhaftigkeit
- Wahrheit
- Die Wahrheit sagen
- Von Gott
- Wahrheit der Gläubigen
- Waise
- Wankelmut
- Warnung des Gottlosen
- Wege Gottes
- Weihnachten
- Wein
- Weinen
- Weisheit Gottes
- Weisheit als Gabe Gottes
- Weisheit und Torheit
- Weltabkehr des Gläubigen
- Weltliche Lebensart in ihrer Nichtigkeit
- Weltliche Weisheit und Gottes Weisheit
- Weltliches Treiben
- Weltliebe
- Werke Jesu
- Werke und Wirken Gottes
- Werte
- Widerstand
- Widerstand gegen die Obrigkeit
- Widerstand gegen die Wahrheit
- Wiedergeburt und Kindschaft
- Wiederheirat einer Witwe
- Wiederkunft Jesu
- Wille Gottes
- Wirkung des Wortes Gottes
- Witwe
- Wohlgefallen von Vater und Sohn über die Gläubigen
- Wohltaten Gottes in der Rückbesinnung
- Wohltätigkeit
- Unterstützung von Mitchristen
- Untersützung von Armen
- Wohlwollen
- Wollen und Vollbringen
- Wollust
- Wort Gottes
- als Erzieher
- als Lebensbrot
- als Milch für Anfänger
- als Mittel der Wiedergeburt
- als Richter
- als Schwert des Geistes
- als Speise für Vollkommene
- Beharrung bei ihm
- seine Erfüllung
- seine Herrlichkeit
- seine Inspiration
- seine Unvergänglichkeit
- seine Wirksamkeit
- Wortgefechte
- Wunder
- Wunder Gottes
- Heilungen durch Jesus
- Austreibungen von bösen Geistern durch Jesus
- Wunder von Jüngern/Aposteln
- Wunder von Elischa
- Wunder von Elija
- Wunder von Mose
- Wundergabe des Heiligen Geistes
- Wunschdenken
- Wünsche
- Würde des Menschen
- Zehnter als Opfergabe
- Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu
- Zeit sinnvoll nutzen
- Zerissenheit
- Zerrüttung der Sinne
- Zerschlagener
- Zerstörung
- Zeugendienst
- Dringlichkeit
- Erleuchtung zum Zeugendienst
- Fürbitte
- Klugheit im Zeugendienst
- Kraftquelle
- Motiv des Zeugendienstes
- Redlichkeit des Zeugendienstes
- Verachtung des Zeugendienstes
- verantwortlicher Zeugendienst
- Verpflichtung zum Zeugendienst
- Zeugnis geben
- Zielstrebigkeit
- Zivilcourage
- Zoll
- Zorn
- Zorn von Menschen
- Zorn von Gott
- Zucht
- Zuchtlosigkeit
- Zufriedenheit
- Zugehörigkeit
- Zukunft
- Zukunftspläne
- Zungenrede als Gabe des Heiligen Geistes
- Zurechtbringen
- Zurechtbringen aus Irrwegen
- Zurechtweisung Widerspenstiger in der Gemeinde
- Zurechtweisung und Züchtigung durch Gott
- Zuverlässigkeit
- Zuversicht
- Zweifel
- Zärtlichkeit
- Züchtigung durch Gott
- Ämter und Dienste in der Gemeinde
- Ärger
- Ökumene
- Überfluss irdischer Güter
- Überheblichkeit
- Überlastung
- Übermut
- Übersättigung
- Übervorteilung

