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  • Jona 1,9ff

Jona und die Barmherzigkeit Gottes

11Das Wort des HERRN kam zu Jona,

den Sohn des Amittai:

2»Auf! Geh nach Ninive, in die große Stadt,

und rede ihr ins Gewissen!

Ihr böses Tun ist mir zu Ohren gekommen!«

Hauptstadt des assyrischen Reiches. Die Stadt lag am Tigris in der Nähe des heutigen Mossul (Irak).
Hauptstadt des assyrischen Reiches. Die Stadt lag am Tigris in der Nähe des heutigen Mossul (Irak). Das Assyrische Weltreich

3Da machte sich Jona auf den Weg,

aber genau in die andere Richtung.

Er wollte vor dem HERRN nach Tarschisch fliehen.

Als er in die Hafenstadt Jafo kam,

lag dort ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr.

Er zahlte den Fahrpreis und stieg ein,

um mit den Seeleuten nach Tarschisch zu gelangen.

So glaubte er, dem HERRN aus den Augen zu kommen.

Landschaft und Hafenstadt an der Südküste Spaniens, damals das westliche Ende der bekannten Welt.
Stadt an der Mittelmeerküste Samariens, südlich von Cäsarea.
Phönizische Handelsschiffe waren für die Hochseefahrt geeignet. Sie konnten eine Fracht von 150-250 Tonnen befördern.
Landschaft und Hafenstadt an der Südküste Spaniens, damals das westliche Ende der bekannten Welt.
Stadt an der Mittelmeerküste Samariens, südlich von Cäsarea. Die erste christliche Mission Das Heilige Land zur Zeit des Alten Testaments

Jona und die Seeleute

4Doch der HERR ließ einen starken Wind losbrechen,

der über das Meer fegte.

Der Sturm wurde immer stärker, dass man dachte:

Gleich bricht das Schiff auseinander.

5In ihrer Todesangst schrien die Matrosen um Hilfe –

jeder betete für sich zu seinem eigenen Gott.

Dann begannen sie, die Ladung über Bord zu werfen,

um das Schiff zu entlasten.

Jona aber war nach unten in den Frachtraum gestiegen.

Er hatte sich hingelegt und war eingeschlafen.

6Da ging der Kapitän zu ihm hinunter und sagte:

»Wie kannst du nur schlafen? Auf! Bete zu deinem Gott!

Vielleicht ist er der Gott, der uns retten kann.

Dann müssen wir nicht untergehen!«


7Inzwischen sagten die Matrosen zueinander:

»Auf! Lasst uns Lose werfen! Sie werden uns sagen,

wer schuld daran ist, dass dieses Unglück uns trifft!«

Also ließen sie das Los entscheiden, und es traf Jona.

Unterschiedlich markierte Steinchen, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden.

8Da bestürmten sie ihn: »Sag uns doch:

Wer ist schuld an diesem Unglück? Bist du es?

Was ist dein Beruf? Woher kommst du?

Wo bist du zu Hause? Aus welchem Volk stammst du?«

9Er antwortete ihnen: »Ich bin ein Hebräer!

Ich verehre den HERRN, den Gott des Himmels.

Er hat das Meer und das Festland geschaffen.«

Bezeichnet hier die Zugehörigkeit zu dem Volk, das den Gott Israels verehrt.
Als Bezeichnung für Gott seit der persischen Zeit verbreitet.
Als Bezeichnung für Gott seit der persischen Zeit verbreitet.

10Da ergriff die Männer große Furcht

und sie sagten zu ihm: »Was hast du nur getan!«

Denn die Männer hatten von seiner Flucht erfahren.

Er hatte ihnen erzählt, dass er vor dem HERRN floh.

11Sie fragten ihn: »Was sollen wir mit dir tun,

damit das Meer sich beruhigt und uns verschont?«

Denn die See tobte immer wilder.

12Da sagte er zu ihnen:

»Nehmt mich und werft mich ins Meer!

Dann wird es sich beruhigen und euch verschonen.

Denn ich weiß: Es ist allein meine Schuld,

dass ihr in dieses Unwetter geraten seid.«


13Doch die Männer wollten das nicht tun.

Sie versuchten,

mit Hilfe der Ruder das Festland zu erreichen.

Sie schafften es aber nicht,

denn die See tobte immer wilder gegen sie.

Handelsschiffe konnten auch mit Rudern vorwärts bewegt werden. Diese kamen vor allem beim Manövrieren in Ufernähe zum Einsatz.

14Da schrien sie zum HERRN und beteten:

»Ach, HERR, lass uns nicht untergehen,

wenn wir diesen Mann jetzt ins Meer werfen!

Gib uns nicht die Schuld an seinem Tod!

Denn du bist der HERR!

Wie es dein Wille war, so hast du es getan.«

15Dann packten sie Jona und warfen ihn ins Meer.

Sofort beruhigte sich die See und hörte auf zu toben.

16Da ergriff die Männer große Furcht vor dem HERRN.

Sie brachten dem HERRN ein Schlachtopfer dar

und legten Gelübde ab.

Beim Schlachtopfer wurden Fett und Innereien als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde.
Ein freiwilliges Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden.
Beim Schlachtopfer wurden Fett und Innereien als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Schlachtung eines Opfertieres
Ein freiwilliges Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden.

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