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  • Die Gute Nachricht nach Matthäus
  • Mt 14

Was Herodes über Jesus denkt

141Zu dieser Zeit hörte Herodes, der Landesfürst,

was die Menschen über Jesus erzählten.

Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.
Einer von vier Herrschern, die sich die Regierung eines Landes teilen.
Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.

2Herodes sagte zu seinen Leuten:

»Das ist Johannes der Täufer.

Er ist von den Toten auferstanden.

Deshalb hat er solche Wunderkräfte

Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.
Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.
Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.
Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.

Der Tod von Johannes dem Täufer

3Herodes hatte Johannes festnehmen,

in Fesseln legen

und ins Gefängnis werfen lassen.

Der Grund war:

Herodes hatte Herodias geheiratet,

die Frau seines Bruders Philippus.

Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten.
Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten.

4Daraufhin hatte Johannes zu Herodes gesagt:

»Du hast sie geheiratet.

Das ist verboten!«

5Herodes wollte ihn töten lassen.

Aber er fürchtete die Volksmenge,

denn die Leute hielten Johannes für einen Propheten.

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.


Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

6Der Geburtstag von Herodes wurde gefeiert.

Da tanzte die Tochter von Herodias vor den Gästen.

Herodes war überwältigt.

7Deshalb versprach er ihr feierlich:

»Ich gebe dir,

was immer du willst!«

8Von ihrer Mutter angestiftet, sagte sie:

»Gib mir den Kopf von Johannes dem Täufer

hier auf einer Schale!«

9Der König war bestürzt.

Aber weil er es vor seinen Gästen feierlich versprochen hatte,

erteilte er den Befehl:

»Gebt ihn ihr!«

10Dann gab er Befehl,

Johannes im Gefängnis den Kopf abzuschlagen.

11Und sein Kopf wurde auf einer Schale herbeigebracht

und dem Mädchen überreicht.

Und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.


12Die Jünger von Johannes holten die Leiche

und begruben sie.

Dann gingen sie zu Jesus

und berichteten ihm,

was geschehen war.

Jesus macht mehr als fünftausend Menschen satt

13Als Jesus das hörte,

verließ er den Ort.

Er fuhr mit dem Boot zu einer abgelegenen Stelle,

um allein zu sein.

Die Volksmenge hörte davon.

Die Menschen kamen auf dem Landweg aus den umliegenden Städten herbei.

14Als Jesus ausstieg,

sah er die große Volksmenge

und bekam Mitleid mit den Menschen.

Und er heilte die Kranken unter ihnen.


15Als es dunkel wurde,

kamen seine Jünger zu ihm und sagten:

»Es ist eine einsame Gegend hier

und es ist schon sehr spät.

Lass doch die Volksmenge gehen.

Dann können die Leute in die Dörfer ziehen

und sich etwas zu essen kaufen.«

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

16Aber Jesus sagte zu ihnen:

»Sie brauchen nicht wegzugehen.

Gebt ihr ihnen etwas zu essen!«

17Da antworteten sie ihm:

»Wir haben hier nur fünf Brote

und zwei Fische

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel
Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel Verschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten.
Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. Verschiedene Fische aus dem See Gennesaret

18Aber Jesus sagte:

»Bringt sie mir her!«

19Dann ordnete er an:

»Die Volksmenge soll sich zum Essen im Gras niederlassen!«

Und Jesus nahm die fünf Brote

und die zwei Fische.

Er blickte zum Himmel auf

und sprach das Dankgebet.

Dann brach er die Brote in Stücke

und gab sie den Jüngern.

Die Jünger verteilten sie an die Volksmenge.

Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.
In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott.


Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.
In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott.

20Alle aßen und wurden satt.

Dann sammelten sie die Reste ein –

es waren zwölf Körbe voll.

21Es waren fünftausend Männer,

die gegessen hatten –

dazu kamen noch die Frauen und Kinder.

Jesus geht über das Wasser

22Sofort danach drängte Jesus die Jünger,

in das Boot zu steigen.

Sie sollten an die andere Seite des Sees vorausfahren.

Er selbst wollte inzwischen die Volksmenge verabschieden.

Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.


Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. Ein Blick auf den See Gennesaret bei Tabgha. Ein Blick auf den See Gennesaret. Der See Gennesaret Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium

23Nachdem er die Volksmenge verabschiedet hatte,

stieg er auf einen Berg,

um in der Einsamkeit zu beten.

Als es dunkel wurde,

war er immer noch alleine dort.

Im Matthäus-Evangelium begibt sich Jesus oft auf einen Berg, um zu lehren oder zu beten (vgl. z.B. Matthäus 14,23 oder Matthäus 15,29). Das erinnert an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote empfing (2. Mose/Exodus 19–20).


24Das Boot war schon weit vom Land entfernt.

Die Wellen machten ihm schwer zu schaffen,

denn der Wind blies direkt von vorn.

Wörtlich »viele Stadien«; ein Stadion sind etwa 190m.

25Um die vierte Nachtwache kam Jesus zu den Jüngern.

Er lief über den See.

Nach römischem Brauch war die Nacht in vier »Nachtwachen« aufgeteilt. Die vierte ging von 3 bis 6 Uhr morgens.

26Als die Jünger ihn über den See laufen sahen,

wurden sie von Furcht gepackt.

Sie riefen:

»Das ist ein Gespenst!«

Vor Angst schrien sie laut auf.

27Aber sofort sagte Jesus zu ihnen:

»Erschreckt nicht!

Ich bin es.

Ihr braucht keine Angst zu haben.«

Petrus findet Halt bei Jesus

28Petrus antwortete Jesus:

»Herr, wenn du es bist,

befiehl mir,

über das Wasser zu dir zu kommen.«

»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.
»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.

29Jesus sagte:

»Komm!«

Da stieg Petrus aus dem Boot,

ging über das Wasser

und kam zu Jesus.

30Aber auf einmal merkte er,

wie stark der Wind war

und bekam Angst.

Er begann zu sinken

und schrie:

»Herr, rette mich!«

31Sofort streckte Jesus ihm die Hand entgegen

und hielt ihn fest.

Er sagte zu Petrus:

»Du hast zu wenig Vertrauen.

Warum hast du gezweifelt?«


32Dann stiegen sie ins Boot –

und der Wind legte sich.

33Und die Jünger im Boot warfen sich vor Jesus nieder.

Sie sagten:

»Du bist wirklich der Sohn Gottes

Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

Jesus heilt Kranke in Gennesaret

34Jesus und die Jünger setzten die Überfahrt fort

und legten in Gennesaret an.

Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum.
Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem

35Und die Leute aus dem Ort erkannten Jesus.

Sie schickten Boten in die ganze Gegend.

Und die Leute brachten alle Kranken zu ihm.

36Sie flehten ihn an:

»Lass uns nur die Quasten deines Mantels berühren!«

Und wer immer sie berührte,

wurde gesund.

Fäden aus Wolle, die durch ein Loch im Gewand gezogen und dann verknotet wurden, sodass die Fäden sichtbar herunterhingen.
Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.
Fäden aus Wolle, die durch ein Loch im Gewand gezogen und dann verknotet wurden, sodass die Fäden sichtbar herunterhingen.
Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Wanderer mit Mantel, Stab und Sandalen.

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