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  • Die Gute Nachricht nach Matthäus
  • Mt 15

Gottes Gebote und menschliche Vorschriften

151Damals kamen aus Jerusalem Pharisäer und Schriftgelehrte zu Jesus.

Sie fragten:

Als Jesus in Gennesaret war und dort viele Menschen heilte, vgl. Matthäus 14,34-36.
Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Luftaufnahme von Jerusalem. Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen. Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem. Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

2»Warum halten deine Jünger die Vorschriften der Vorfahren nicht ein?

Denn sie waschen sich nicht ihre Hände,

bevor sie Brot essen!«

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Gemeint sind die entsprechenden Vorschriften zur Reinheit im Mose-Gesetz.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel Verschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten.

3Aber Jesus antwortete ihnen:

»Und warum haltet ihr Gottes Gebote nicht ein,

sondern folgt euren eigenen Vorschriften?

Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.

4Denn Gott hat gesagt:

›Ehre deinen Vater und deine Mutter!‹

Weiter heißt es:

›Wer Vater oder Mutter verflucht,

soll mit dem Tod bestraft werden.‹

Jesus zitiert an dieser Stelle ein Gebot aus den Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,12).
In Kapitel 20 des Buchs 3. Mose/Levitikus werden Vergehen aufgelistet, die als besonders schrecklich eingestuft werden. Zu diesen Vergehen gehört das Verfluchen der eigenen Eltern (vgl. 3. Mose/Levitikus 20,9).

5Ihr dagegen behauptet:

›Wenn jemand zu Vater oder Mutter sagt:

Die Unterstützung,

die ich euch schulde,

soll dem Tempelschatz zugutekommen,

6dann braucht er damit seine Eltern nicht mehr zu ehren.‹

So setzt ihr das Wort Gottes außer Kraft,

um euren eigenen Vorschriften zu folgen.

Wörtlich »... dann braucht er seinen Vater nicht mehr ehren.« Damit ist auch die Versorgung der alt gewordenen Eltern gemeint.


7Ihr Heuchler!

Was der Prophet Jesaja über euch gesagt hat,

das stimmt genau:

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes.
Jesus zitiert an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 29,13.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes.

8›Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen,

aber im Herzen ist es weit weg von mir.

9Ihre ganze Verehrung ist sinnlos.

Denn die Lehren, die sie verbreiten,

sind Gebote von Menschen.‹«

Was unrein macht

10Dann rief Jesus die Volksmenge zu sich.

Er sagte zu ihnen:

»Hört zu

und versteht mich richtig!

11Nicht das,

was ein Mensch durch den Mund in sich aufnimmt,

macht ihn unrein.

Sondern das,

was aus dem Mund herauskommt,

macht ihn unrein

Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.


Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.

12Da kamen seine Jünger zu ihm

und sagten:

»Hast du bemerkt,

wie empört die Pharisäer waren,

als sie das gehört haben?«

13Jesus antwortete ihnen:

»Jede Pflanze,

die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat,

wird ausgerissen.

Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.
Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

14Lasst sie reden!

Sie wollen Blinde führen

und sind selber blind.

Wenn ein Blinder einen Blinden führt,

fallen sie zusammen in die Grube.«


15Da sagte Petrus zu Jesus:

»Erkläre uns doch dieses Gleichnis

Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.
Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.

16Jesus antwortete:

»Habt auch ihr noch nichts begriffen?

17Versteht ihr denn nicht:

Alles, was in den Mund hineinkommt,

kommt in den Magen

und wird vom Körper wieder ausgeschieden.

18Aber das, was aus dem Mund herauskommt,

das kommt aus dem Herzen.

Das macht den Menschen unrein.

19Denn aus dem Herzen der Menschen kommen:

böse Gedanken, Mord, Ehebruch, sexuelles Fehlverhalten, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Lästerungen.

20Das ist es,

was den Menschen unrein macht.

Aber mit ungewaschenen Händen zu essen,

macht den Menschen nicht unrein

Eine nichtjüdische Frau vertraut auf Jesus

21Jesus verließ Gennesaret

und zog sich in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.

Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum.
Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon).
Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien.
Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem
Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). Der Nahe Osten Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 3. Reise
Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. Der Nahe Osten Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom

22Und sieh doch:

Eine kanaanitische Frau aus dieser Gegend kam zu ihm.

Sie schrie:

»Hab Erbarmen mit mir,

Herr, du Sohn Davids!

Meine Tochter wird von einem bösen Dämon beherrscht!«

Bewohner vom Land der Bibel, bevor es vom Volk Israel in Besitz genommen wurde.
Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht.
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.
Bewohner vom Land der Bibel, bevor es vom Volk Israel in Besitz genommen wurde.
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.

23Aber Jesus gab ihr keine Antwort.

Da kamen seine Jünger zu ihm

und baten ihn:

»Schick sie weg!

Denn sie schreit hinter uns her!«

24Aber Jesus antwortete ihnen:

»Ich bin nur zu Israel gesandt,

dieser Herde von verlorenen Schafen.«

Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.

25Aber die Frau warf sich vor ihm nieder

und sagte:

»Herr, hilf mir doch!«

26Aber Jesus antwortete:

»Es ist nicht richtig,

den Kindern das Brot wegzunehmen

und es den Hunden vorzuwerfen.«

Gemeint ist das Volk Israel. Jesus muss zuerst zu dem Volk Israel gehen, um es zur Umkehr zu Gott aufzurufen.

27Die Frau entgegnete:

»Ja, Herr!

Aber die Hunde fressen doch von den Krümeln,

die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.«

28Darauf antwortete ihr Jesus:

»Frau, dein Glaube ist groß!

Was du willst,

soll geschehen!«

In demselben Augenblick wurde ihre Tochter gesund.

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

Jesus heilt viele Menschen

29Danach verließ Jesus das Gebiet von Tyrus und Sidon.

Er kam wieder an den See von Galiläa.

Dort stieg er auf einen Berg

und ließ sich nieder,

um zu lehren.

Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.
Im Matthäus-Evangelium begibt sich Jesus oft auf einen Berg, um zu lehren oder zu beten (vgl. z.B. Matthäus 14,23 oder Matthäus 15,29). Das erinnert an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote empfing (2. Mose/Exodus 19–20).
Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. Ein Blick auf den See Gennesaret bei Tabgha. Ein Blick auf den See Gennesaret. Der See Gennesaret Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission

30Eine große Volksmenge kam zu ihm.

Und die Leute brachten ihre Kranken mit

und legten sie zu seinen Füßen nieder:

Gelähmte, Blinde, Verkrüppelte, Stumme

und Menschen mit anderen Krankheiten.

Und er heilte sie.

31Die Volksmenge staunte.

Denn die Menschen sahen:

die Stummen redeten,

die Verkrüppelten wurden gesund,

die Gelähmten konnten gehen

und die Blinden sehen.

Deshalb lobten sie den Gott Israels.

Jesus macht mehr als viertausend Menschen satt

32Jesus rief seine Jünger zu sich.

Er sagte zu ihnen:

»Die Volksmenge tut mir leid.

Sie sind nun schon drei Tage bei mir

und haben nichts zu essen.

Ich will sie nicht hungrig wegschicken,

sonst brechen sie unterwegs zusammen.«

33Seine Jünger fragten ihn:

»Woher sollen wir in dieser einsamen Gegend genug Brot bekommen,

um diese Volksmenge satt zu machen?«

34Jesus fragte sie:

»Wie viele Brote habt ihr?«

Sie antworteten:

»Sieben und einige kleine Fische

Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.


Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. Verschiedene Fische aus dem See Gennesaret

35Jesus forderte die Volksmenge auf,

sich auf dem Boden niederzulassen.

36Dann nahm er die sieben Brote

und die Fische.

Er sprach das Segensgebet über sie,

brach sie in Stücke

und gab sie seinen Jüngern.

Und die Jünger verteilten sie an die Volksmenge.

Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.
Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.

37Alle Menschen aßen und wurden satt.

Danach sammelten sie die Reste von den Stücken

und füllten damit sieben Körbe.

38Es waren etwa viertausend Männer,

die gegessen hatten –

dazu kamen noch die Frauen und Kinder.


39Dann verabschiedete Jesus die Volksmenge.

Er selbst stieg in ein Boot

und fuhr ins Gebiet von Magadan.

Ein sonst unbekannter Ort am See Gennesaret, vielleicht ist Magdala gemeint.

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