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  • Die Gute Nachricht nach Matthäus
  • Mt 20

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

201Jesus fuhr fort:

»Das Himmelreich gleicht einem Grundbesitzer:

Er zog früh am Morgen los,

um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen.

Jesus erklärt, was er mit dem Satz in Matthäus 19,30 gemeint hat. Dazu benutzt er ein Gleichnis.
Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.
Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz.
Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.
Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz.

2Er einigte sich mit den Arbeitern

auf einen Lohn von einem Silberstück für den Tag.

Dann schickte er sie in seinen Weinberg.


3Um die dritte Stunde ging er wieder los.

Da sah er noch andere Männer,

die ohne Arbeit waren

und auf dem Marktplatz herumstanden.

9:00 Uhr.

4Er sagte zu ihnen:

›Ihr könnt auch in meinen Weinberg gehen.

Ich werde euch angemessen dafür bezahlen.‹

5Die Männer gingen hin.


Später, um die sechste Stunde,

und dann nochmal um die neunte Stunde

machte der Mann noch einmal das Gleiche.

12:00 Uhr.
15:00 Uhr.


6Als er um die elfte Stunde noch einmal losging,

traf er wieder einige Männer,

die dort herumstanden.

Er fragte sie:

›Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?‹

17.00 Uhr.

7Sie antworteten ihm:

›Weil uns niemand eingestellt hat!‹

Da sagte er zu ihnen:

›Ihr könnt auch in meinen Weinberg gehen!‹


8Am Abend sagte der Besitzer des Weinbergs

zu seinem Verwalter:

›Ruf die Arbeiter zusammen

und zahl ihnen den Lohn aus!

Fang bei den Letzten an

und hör bei den Ersten auf.‹

Wörtlich »Herr«. Diese Bezeichnung ist doppeldeutig zu verstehen und spielt darauf an, dass mit dem Besitzer des Weinbergs Gott gemeint ist.

9Also kamen zuerst die Arbeiter,

die um die elfte Stunde angefangen hatten.

Sie erhielten ein Silberstück.

10Zuletzt kamen die an die Reihe,

die als Erste angefangen hatten.

Sie dachten:

›Bestimmt werden wir mehr bekommen!‹

Doch auch sie erhielten jeder ein Silberstück.

11Als sie ihren Lohn bekommen hatten,

schimpften sie über den Grundbesitzer.

12Sie sagten:

›Die da, die als Letzte gekommen sind,

haben nur eine Stunde gearbeitet.

Aber du hast sie genauso behandelt wie uns.

Dabei haben wir den ganzen Tag

in der Hitze geschuftet!‹

13Da sagte der Grundbesitzer zu einem von ihnen:

›Guter Mann, ich tue dir kein Unrecht.

Hast du dich nicht mit mir auf ein Silberstück als Lohn geeinigt?

14Nimm also das,

was dir zusteht,

und geh!

Ich will dem Letzten hier

genauso viel geben wie dir.

15Kann ich mit dem, was mir gehört,

etwa nicht das machen, was ich will?

Oder bist du neidisch,

weil ich so großzügig bin?‹

16So werden die Letzten die Ersten

und die Ersten die Letzten sein.«

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

17Danach zog Jesus hinauf nach Jerusalem.

Unterwegs nahm er die Zwölf beiseite

und sagte zu ihnen:

Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.
Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren.
Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Luftaufnahme von Jerusalem. Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen. Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem. Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

18»Seht doch:

Wir ziehen jetzt hinauf nach Jerusalem.

Dort wird der Menschensohn den führenden Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert.

Sie werden ihn zum Tod verurteilen

Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.
Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.
Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

19und ihn an die Heiden ausliefern,

die unser Land besetzt haben.

Die werden ihn verspotten,

auspeitschen und kreuzigen.

Aber am dritten Tag

wird er vom Tod auferweckt.«

In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben.
Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.
In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben.
Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. Felsspalte im Innern der Grabeskirche. Kreuz im Inneren der Grabeskirche.

Nicht herrschen, sondern dienen

20Da kam die Mutter der beiden Söhne von Zebedäus

zusammen mit ihren Söhnen zu Jesus.

Sie warf sich vor ihm nieder

und wollte ihn um etwas bitten.

21Jesus fragte sie:

»Was willst du?«

Sie sagte zu ihm:

»Lass doch meine beiden Söhne

rechts und links neben dir sitzen,

wenn du regieren wirst in deinem Reich.«

Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze.

22Jesus antwortete:

»Ihr wisst nicht,

um was ihr da bittet!

Könnt ihr den Becher austrinken,

den ich austrinken werde?«

Sie erwiderten:

»Das können wir!«

Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht (vgl. Markus 10,38 und Markus 14,36).

23Da sagte Jesus zu ihnen:

»Ihr werdet tatsächlich meinen Becher austrinken.

Aber ich habe nicht zu entscheiden,

wer rechts und links von mir sitzt.

Dort werden die sitzen,

die mein Vater dafür bestimmt hat.«

24Die anderen zehn hörten das Gespräch mit an

und ärgerten sich über die beiden Brüder.

25Da rief Jesus auch sie näher herbei

und sagte zu ihnen:

»Ihr wisst:

Die Herrscher der Völker unterdrücken die Menschen,

über die sie herrschen.

Und die Machthaber missbrauchen ihre Macht.

26Aber bei euch darf das nicht so sein:

Sondern wer von euch groß sein will,

soll den anderen dienen.

27Und wer von euch der Erste sein will,

soll euer Sklave sein.

28Genauso ist auch der Menschensohn

nicht gekommen,

um sich dienen zu lassen.

Im Gegenteil:

Er ist gekommen,

um anderen zu dienen

und sein Leben hinzugeben

als Lösegeld für die vielen Menschen.«

Das Wort vom Hingeben des Lebens erinnert an Jesaja 53,10-12. Dort ist die Rede von einem schuldlosen Menschen, der sein Leben hingibt, um die Schuld aller Menschen zu tragen.

Jesus heilt zwei Blinde

29Jesus verließ Jericho zusammen mit seinen Jüngern.

Eine große Volksmenge folgte ihm.

Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

30Und sieh doch:

Da saßen zwei Blinde am Straßenrand.

Als sie hörten,

dass Jesus vorbeiging,

riefen sie:

»Hab Erbarmen mit uns!

Herr, du Sohn Davids

David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).

31Die Volksmenge fuhr die Blinden an:

»Seid still!«

Aber die Blinden schrien noch viel lauter:

»Herr, du Sohn Davids,

hab Erbarmen mit uns!«

32Da blieb Jesus stehen.

Er rief sie zu sich

und fragte sie:

»Was wollt ihr?

Was soll ich für euch tun?«

33Die Blinden sagten zu ihm:

»Herr, dass wir sehen können!«

34Jesus hatte Mitleid mit ihnen.

Er berührte ihre Augen.

Sofort konnten sie sehen

und folgten Jesus.

Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.

35Aber die Pächter packten die Knechte:

den einen verprügelten sie,

den anderen töteten sie

und den dritten steinigten sie.

Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe.
Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe.

36Daraufhin schickte der Besitzer noch einmal Knechte –

mehr als beim ersten Mal.

Aber die Pächter machten mit ihnen genau das Gleiche.


37Schließlich schickte er seinen Sohn zu ihnen,

denn er sagte sich:

›Vor meinem Sohn werden sie Respekt haben.‹

38Doch als die Pächter den Sohn kommen sahen,

sagten sie zueinander:

›Er ist der Erbe.

Kommt, wir töten ihn,

dann gehört sein Erbe uns.‹

39Sie packten ihn,

warfen ihn hinaus vor den Weinberg

und töteten ihn.

40Wenn nun der Weinbergbesitzer kommt,

was wird er mit diesen Pächtern machen?«

41Sie antworteten Jesus:

»Er wird diesen Verbrechern ein schreckliches Ende bereiten.

Den Weinberg wird er anderen Pächtern geben.

Die werden ihm zur Zeit der Weinlese

seinen Anteil an der Ernte abliefern.«

Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand.


Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. Weinrebe mit Trauben.

42Weiter sagte Jesus zu ihnen:

»Ihr kennt doch die Stelle in den Heiligen Schriften:

›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,

ist zum Grundstein geworden.

Der Herr hat ihn dazu gemacht.

Ein Wunder ist geschehen vor unseren Augen.‹

Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.
Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.
Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist.
Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. Lesen der Heiligen Schrift mit »Deuter«
Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist.

43Deshalb sage ich euch:

Gott wird euch das Reich Gottes wegnehmen.

Er wird es einem Volk geben,

das Früchte hervorbringt,

die dem Reich Gottes entsprechen.

Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.
In Liebe zu Gott und den Menschen leben und Gottes Willen erfüllen.
Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.

44Wer auf diesen Stein fällt,

wird zerschmettert.

Und auf wen dieser Stein fällt,

wird zerdrückt.«


45Die führenden Priester und die Pharisäer hörten sich die beiden Gleichnisse an.

Sie verstanden,

dass Jesus von ihnen sprach.

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.

46Deshalb hätten sie ihn am liebsten verhaften lassen,

aber sie fürchteten sich vor der Volksmenge.

Denn die Menschen hielten Jesus für einen Propheten.

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

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