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  • Die Gute Nachricht nach Matthäus
  • Mt 22

Das Gleichnis vom Hochzeitsfest

221Dann erzählte Jesus ihnen weitere Gleichnisse.

Die führenden Priester und Pharisäer, vermutlich waren noch weitere Menschen dabei (vgl. Matthäus 21,23).
Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.
Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.

2»Das Himmelreich gleicht einem König,

der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete.

Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.
Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.

3Er schickte seine Diener los.

Sie sollten die Gäste holen,

die zur Hochzeit eingeladen waren.

Aber sie wollten nicht kommen.

4Da schickte er noch einmal andere Knechte los.

Sie sollten den Eingeladenen sagen:

›Seht doch:

Ich habe mein Festessen vorbereitet.

Meine Ochsen und Mastkälber sind geschlachtet.

Alles ist bereit.

Kommt doch zum Hochzeitsfest!‹

5Aber die Eingeladenen kümmerten sich nicht darum,

sondern gingen ihrer Arbeit nach:

der eine auf seinem Acker,

der andere in seinem Laden.

6Manche packten sogar die Knechte,

misshandelten und töteten sie.


7Da wurde der König zornig.

Er schickte seine Soldaten.

Die Mörder ließ er umbringen

und ihre Stadt niederbrennen.

8Dann befahl er seinen Knechten:

›Das Hochzeitsfest ist zwar vorbereitet,

aber die Eingeladenen waren es nicht wert,

daran teilzunehmen.

9Geht hinaus bis ans Ende der Stadt.

Ladet alle Menschen zum Hochzeitsfest ein,

die euch begegnen.‹

10Und die Knechte gingen hinaus auf die Straßen

und brachten alle mit,

die sie dort fanden:

Böse wie Gute.

Und der Hochzeitssaal wurde voll mit Gästen.


11Der König kam in den Festsaal,

um sich die Gäste anzusehen.

Da sah er einen Mann,

der nicht für eine Hochzeit gekleidet war.

12Der König sagte zu ihm:

›Freund, wie bist du hier hereingekommen?

Du bist ja gar nicht für eine Hochzeit angezogen!‹

Der aber schwieg.

13Da befahl der König den Dienern:

›Fesselt ihn an Händen und Füßen

und werft ihn hinaus in die Finsternis!

Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.‹


14Denn es gilt:

Viele sind berufen,

aber nur wenige sind ausgewählt.«

Steuern für den Kaiser?

15Daraufhin kamen die Pharisäer zusammen.

Sie beschlossen,

Jesus mit einer Fangfrage in die Falle zu locken.

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.


Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

16Sie schickten ihre Jünger

zusammen mit einigen Anhängern des Herodes zu Jesus.

Die sagten zu ihm:

»Lehrer, wir wissen:

Dir geht es nur um die Wahrheit.

Du sagst uns die Wahrheit,

wenn du lehrst,

wie wir nach Gottes Willen leben sollen.

Du fragst dabei nach keinem anderen.

Denn du siehst nicht die Person an.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Innerhalb der Juden gab es eine kleine Gruppe, die die Herrschaft des Königs Herodes Antipas unterstützte.
Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. In den frühchristlichen Gemeinden Bezeichnung für ein Amt. Der Lehrer gibt die Überlieferung von Jesus weiter und lehrt die rechte Art und Weise zu leben.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Innerhalb der Juden gab es eine kleine Gruppe, die die Herrschaft des Königs Herodes Antipas unterstützte.
Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. In den frühchristlichen Gemeinden Bezeichnung für ein Amt. Der Lehrer gibt die Überlieferung von Jesus weiter und lehrt die rechte Art und Weise zu leben.

17Sag uns bitte,

was du für richtig hältst:

Ist es erlaubt,

dem Kaiser Steuern zu zahlen, oder nicht?«

18Jesus durchschaute ihr böses Spiel

und sagte:

»Wollt ihr mir eine Falle stellen, ihr Scheinheiligen?

19Zeigt mir eine Münze,

mit der ihr die Steuern bezahlt!«

Sie gaben ihm eine Silbermünze.

Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.
Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters.
Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Drachme mit Abbildung von Tiberius und Drusus.
Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters. Silbermünze mit dem Abbild von König Herodes Agrippa I.

20Jesus fragte sie:

»Wer ist auf dem Bild zu sehen

und wer wird in der Inschrift genannt?«

21Sie antworteten ihm:

»Der Kaiser.«

Da sagte Jesus zu ihnen:

»Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,

und Gott, was Gott gehört!«

22Als sie das hörten,

waren sie sehr erstaunt.

Dann ließen sie Jesus einfach stehen

und gingen weg.

Werden die Toten auferstehen?

23An demselben Tag kamen Sadduzäer zu Jesus.

Diese Leute behaupten,

dass es keine Auferstehung der Toten gibt.

Sie fragten Jesus:

Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten.
Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.
Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten.
Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

24»Lehrer, Mose hat gesagt:

›Wenn ein Mann stirbt,

der keine Kinder hat,

dann soll sein Bruder die Frau heiraten

und so dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹

Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.
In dieser Textstelle wird beschrieben, was vom Gesetz her passieren soll, wenn Verwandte heiraten (5. Mose/Deuteronomium 25,5-6).


Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.

25Nun gab es bei uns sieben Brüder.

Der erste heiratete

und starb kinderlos.

Deshalb heiratete sein Bruder die Witwe.

26Ihm erging es genauso.

Auch dem dritten

bis hin zum siebten.

27Als Letzte von allen starb auch die Frau.

28Bei der Auferstehung der Toten nun:

Mit wem von den sieben wird die Frau dann verheiratet sein?

Alle haben sie ja zur Frau gehabt.«


29Jesus antwortete ihnen:

»Ihr irrt euch!

Ihr kennt weder die Heiligen Schriften

noch wisst ihr,

wie groß Gottes Macht ist.

Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.
Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. Lesen der Heiligen Schrift mit »Deuter«

30Wenn die Menschen vom Tod auferstehen,

werden sie nicht mehr heiraten

und nicht mehr geheiratet werden,

sondern sie werden leben wie die Engel im Himmel.

Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.
Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

31Was aber die Auferstehung der Toten angeht –

wisst ihr nicht,

was Gott euch gesagt hat:

In 2. Mose/Exodus 3,6.15 wird berichtet, wie Mose Gott begegnet und von ihm dazu berufen wird, das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten zu führen.

32›Ich bin der Gott Abrahams,

der Gott Isaaks

und der Gott Jakobs.‹

Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,

sondern der Lebenden.«

Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«.
Einziger Sohn von Abraham und Sara.
Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme.


Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«.
Einziger Sohn von Abraham und Sara.
Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. Zentrale Orte und Landschaften aus der Jakobsüberlieferung Verteilung des Landes an die einzelnen Stämme Israels

33Die Volksmenge hatte Jesus zugehört.

Sie war von seiner Lehre tief beeindruckt.

Was ist das wichtigste Gebot?

34Die Pharisäer hörten davon,

wie Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte.

Deshalb kamen sie bei Jesus zusammen.

35Einer von ihnen, ein Schriftgelehrter,

wollte Jesus auf die Probe stellen

und fragte:

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

36»Lehrer, welches Gebot im Gesetz ist das größte?«

Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.

37Jesus antwortete ihm:

»›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben

mit deinem ganzen Herzen,

mit deiner ganzen Seele

und mit deinem ganzen Willen.‹

In 5. Mose/Deuteronomium 6,1-9 wird das Volk Israel dazu aufgefordert, Gott über alles zu lieben.

38Dies ist das größte

und wichtigste Gebot.

39Aber das zweite Gebot ist genauso wichtig:

›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹

In 3. Mose/Levitikus 19 finden sich viele Lebensordnungen, die das Volk Israel einhalten soll.

40Diese beiden Gebote fassen alles zusammen,

was das Gesetz

und die Propheten

von den Menschen fordern.«

Zur Zeit von Jesus eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.

Davids Sohn oder Davids Herr?

41Als die Pharisäer bei Jesus zusammengekommen waren,

42stellte er ihnen die Frage:

»Was denkt ihr über den Christus?

Wessen Sohn ist er?«

Sie antworteten ihm:

»Er ist Davids Sohn.«

Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht.
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).

43Jesus fragte weiter:

»Wie kann David ihn dann ›Herr‹ nennen?

Er wurde doch vom Heiligen Geist geleitet,

als er sagte:

Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.
Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.

44›Gott, der Herr, sagte zu meinem Herrn:

Setze dich an meine rechte Seite.

Ich will dir alle deine Feinde unterwerfen.

Sie sollen wie ein Schemel für deine Füße sein.‹

Eine Art Fußbank vor dem Thron eines Herrschers.
Eine Art Fußbank vor dem Thron eines Herrschers. König auf Thron mit Fußschemel Ägyptischer König, dessen Feinde ihm als Fußschemel dienen

45David nennt den Christus also ›Herr‹.

Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«

46Keiner konnte Jesus darauf eine Antwort geben.

Und von dem Tag an traute sich niemand mehr,

Jesus eine Frage zu stellen.

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