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  • Die Gute Nachricht nach Matthäus
  • Mt 25

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Das Gleichnis von den Brautjungfern

251»Wenn das Himmelreich kommt,

wird es zehn Brautjungfern gleichen:

Sie nahmen ihre Fackeln

und gingen hinaus zum Haus der Braut.

Sie wollten den Bräutigam empfangen.

Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.
Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte.
Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte.
Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.
Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte.
Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte.

2Fünf von ihnen waren dumm,

die anderen fünf waren klug.

3Die dummen Brautjungfern nahmen zwar

ihre Fackeln mit,

aber kein Öl.

4Die klugen Brautjungfern dagegen nahmen zusammen mit ihren Fackeln

auch Krüge mit Öl mit.

Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt.


Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. Eine Auswahl von Kannen und Krügen

5Doch der Bräutigam verspätete sich.

Die Brautjungfern wurden müde

und schliefen ein.

6Mitten in der Nacht weckte sie der Ruf:

›Seht doch! Der Bräutigam kommt!

Geht hinaus,

um ihn zu begrüßen!‹

7Da standen alle Brautjungfern auf

und machten ihre Fackeln bereit.

8Die dummen Brautjungfern sagten zu den klugen:

›Gebt uns von eurem Öl,

sonst gehen unsere Fackeln sofort wieder aus!‹

9Aber die klugen Brautjungfern antworteten:

›Das geht nicht.

Das Öl reicht nicht für uns und euch!

Geht doch zu den Händlern

und kauft euch selbst welches.‹


10Die dummen Brautjungfern gingen los,

um Öl zu kaufen.

Inzwischen traf der Bräutigam ein.

Die klugen Brautjungfern,

die vorgesorgt hatten,

gingen mit ihm zum Haus,

wo die Hochzeit gefeiert wurde.

Hinter ihnen wurde die Tür geschlossen.

Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.


Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer. Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses

11Später kamen die anderen Brautjungfern nach.

Sie riefen:

›Herr, Herr, mach uns auf!‹

12Aber der Bräutigam antwortete:

Amen, das sage ich euch:

Ich kenne euch nicht.‹

Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!«


Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!«

13Bleibt also wach!

Denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde,

in der der Menschensohn wiederkommt.«

Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.
Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

14»Es ist wie bei einem Mann,

der verreisen wollte.

Vorher rief er seine Diener zusammen

und vertraute ihnen sein Vermögen an.

Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer.

15Dem einen gab er fünf Talente,

einem anderen zwei Talente

und dem dritten ein Talent

jedem nach seinen Fähigkeiten.

Dann reiste der Mann ab.

Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber.


16Der Diener, der fünf Talente bekommen hatte,

fing sofort an, mit dem Geld zu wirtschaften.

Dabei gewann er noch einmal fünf Talente dazu.

Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.
Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Drachme mit Abbildung von Tiberius und Drusus.

17Genauso machte es der mit den zwei Talenten.

Er gewann noch einmal zwei Talente dazu.

18Aber der Diener,

der das eine Talent bekommen hatte,

ging hin und grub ein Loch in die Erde.

Dort versteckte er das Geld seines Herrn.


19Nach langer Zeit kam der Herr der drei Diener zurück

und wollte mit ihnen abrechnen.

20Zuerst kam der Diener,

der fünf Talente bekommen hatte.

Er brachte die zusätzlichen fünf Talente mit

und sagte:

›Herr, fünf Talente hast du mir gegeben.

Sieh doch, ich habe noch einmal fünf dazugewonnen.‹

21Sein Herr sagte zu ihm:

›Gut gemacht!

Du bist ein tüchtiger und treuer Diener.

Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen.

Darum werde ich dir viel anvertrauen.

Komm herein!

Du sollst beim Freudenfest deines Herrn dabei sein!‹

Anspielung auf das Eintreten in das Himmelreich.

22Dann kam der Diener,

der zwei Talente bekommen hatte.

Er sagte:

›Herr, zwei Talente hast du mir gegeben.

Sieh doch, ich habe noch einmal zwei dazugewonnen.‹

23Da sagte sein Herr zu ihm:

›Gut gemacht!

Du bist ein tüchtiger und treuer Diener.

Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen.

Darum werde ich dir viel anvertrauen.

Komm herein!

Du sollst beim Freudenfest deines Herrn dabei sein.‹

24Zum Schluss kam auch der Diener,

der ein Talent bekommen hatte.

Er sagte:

›Herr, ich wusste,

dass du ein harter Mann bist.

Du erntest,

wo du nicht gesät hast,

und du sammelst ein,

wo du nichts ausgeteilt hast.

25Deshalb hatte ich Angst.

Ich ging mit dem Geld weg

und versteckte dein Talent in der Erde.

Sieh doch, hier hast du dein Geld zurück!‹

26Sein Herr antwortete ihm:

›Du bist ein schlechter und fauler Diener!

Du wusstest,

dass ich ernte,

wo ich nicht gesät habe,

und einsammle,

wo ich nichts ausgeteilt habe!

27Dann hättest du mein Geld zur Bank bringen sollen.

So hätte ich es bei meiner Rückkehr wenigstens mit Zinsen zurückbekommen.

28Nehmt ihm das Talent weg

und gebt es dem,

der die zehn Talente hat!

29Denn wer etwas hat,

dem wird noch viel mehr gegeben –

er wird mehr als genug bekommen.

Doch wer nichts hat,

dem wird auch das noch weggenommen,

was er hat.

30Werft diesen nichtsnützigen Diener hinaus

in die Finsternis draußen.

Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern!‹«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Wonach der Menschensohn die Menschen beurteilt

31»Der Menschensohn wird wiederkommen

in seiner Herrlichkeit

mit allen Engeln.

Dann wird er sich auf seinen Herrscherthron setzen.

Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.
Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.
Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.

32Alle Völker werden vor dem Menschensohn versammelt.

Und er wird sie in zwei Gruppen aufteilen –

wie ein Hirte die jungen Ziegenböcke von der Herde trennt.

Kleinvieh wie Schafe und Ziegen.

33Die Herde wird er rechts von ihm aufstellen

und die jungen Ziegenböcke links.

34Dann wird der König zu denen rechts von ihm sagen:

›Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet!

Nehmt das Reich in Besitz,

das Gott seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt hat.

35Denn ich war hungrig,

und ihr habt mir zu essen gegeben.

Ich war durstig,

und ihr habt mir zu trinken gegeben.

Ich war ein Fremder,

und ihr habt mich als Gast aufgenommen.

36Ich war nackt,

und ihr habt mir Kleider gegeben.

Ich war krank,

und ihr habt euch um mich gekümmert.

Ich war im Gefängnis,

und ihr habt mich besucht.‹


37Dann werden die Menschen fragen,

die nach Gottes Willen gelebt haben:

›Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen

und haben dir zu essen gegeben?

Oder durstig

und haben dir zu trinken gegeben?

Wörtlich »Dann werden die Gerechten ...«

38Wann warst du ein Fremder

und wir haben dich als Gast aufgenommen?

Wann warst du nackt

und wir haben dir Kleider gegeben?

39Wann warst du krank oder im Gefängnis

und wir haben dich besucht?‹

40Und der König wird ihnen antworten:

›Amen, das sage ich euch:

Was ihr für einen meiner Brüder oder eine meiner Schwestern getan habt –

und wenn sie noch so unbedeutend sind –,

das habt ihr für mich getan.‹

Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.


Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.

41Dann wird er zu denen links von ihm sagen:

›Geht weg von mir!

Gott hat euch verflucht!

Ihr gehört in das ewige Feuer,

das für den Teufel

und seine Engel vorbereitet ist.

Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.
Auch der Teufel hat seine Boten und Diener.
Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.

42Denn ich war hungrig,

und ihr habt mir nichts zu essen gegeben.

Ich war durstig,

und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben.

43Ich war ein Fremder,

und ihr habt mich nicht als Gast aufgenommen.

Ich war nackt,

und ihr habt mir keine Kleider gegeben.

Ich war krank und im Gefängnis,

und ihr habt euch nicht um mich gekümmert.‹

44Dann werden auch sie antworten:

›Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen?

Oder als Fremder oder nackt oder krank oder im Gefängnis?

Wann haben wir nicht für dich gesorgt?‹

45Da wird er ihnen antworten:

Amen, das sage ich euch:

Was ihr für andere nicht getan habt –

und wenn sie noch so unbedeutend waren –,

das habt ihr auch für mich nicht getan!‹

46Auf diese Menschen wartet die ewige Strafe.

Aber die Menschen,

die nach Gottes Willen gelebt haben,

empfangen das ewige Leben

Wörtlich »Aber die Gerechten...«
Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.
Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.

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