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  • Die Gute Nachricht nach Matthäus
  • Mt 27

Jesus wird Pilatus übergeben

271Früh am Morgen fiel die Entscheidung über Jesus.

Alle führenden Priester und Ratsältesten des Volkes fassten den Beschluss:

Jesus soll hingerichtet werden.

Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.
Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.
Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.
Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.

2Sie ließen ihn fesseln,

führten ihn ab

und übergaben ihn dem römischen Bevollmächtigten Pilatus.

Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft.
Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr.
Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Das Kolosseum in Rom. Römischer Soldat in Rüstung. Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom
Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. Pilatusinschrift aus Cäsarea Maritima. Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

Judas bereut seinen Verrat und erhängt sich

3Als Judas erfuhr,

dass Jesus zum Tod verurteilt wurde,

packte ihn die Reue –

denn er hatte Jesus verraten.

Er brachte die dreißig Silberstücke zu den führenden Priestern und Ratsältesten zurück

Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters.
Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters. Silbermünze mit dem Abbild von König Herodes Agrippa I.

4und sagte:

»Ich habe große Schuld auf mich geladen.

Ein Unschuldiger wird getötet

und ich habe ihn verraten!«

Sie antworteten:

»Was geht uns das an?

Das ist deine Sache!«

Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.

5Da warf Judas die Silberstücke in den Tempel,

lief weg und erhängte sich.

Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.


Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. Blick auf ein Modell des Tempels in Jerusalem zur Zeit von Jesus. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

6Die führenden Priester nahmen die Silberstücke

und sagten:

»Es ist nicht möglich,

sie zum Tempelschatz zu legen.

Denn es ist Geld,

das für eine Bluttat gezahlt wurde.«

In der Antike war es üblich, einem Heiligtum Wertgegenstände zu schenken und zu weihen.
Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.
Körperverletzung oder Mord, also eine Tat, bei der Blut fließt. Geld, das im Zusammenhang damit steht, galt als unrein.
In der Antike war es üblich, einem Heiligtum Wertgegenstände zu schenken und zu weihen.
Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Drachme mit Abbildung von Tiberius und Drusus.

7Deshalb beschlossen sie:

»Wir kaufen von dem Geld den Acker des Töpfers.

Dieser Acker soll als Friedhof für Fremde dienen.«

Ein im Töpferviertel gelegenes Feld bei Jerusalem.
Gemeint sind alle Nicht-Juden. Sie durften nicht mit den Juden auf dem selben Friedhof begraben werden.

8Daher heißt dieser Ort bis heute »Blutacker«.

9So ging in Erfüllung,

was der Prophet Jeremia gesagt hat:

»Sie nahmen die dreißig Silbermünzen.

Das ist der Preis,

den er den Leuten von Israel wert war.

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Vergleiche aus dem Alten Testament Sacharja 11,12-13; für den sachlichen Bezug siehe aber auch aus dem Alten Testament die Zitate aus Jeremia 19,1-13 und Jeremia 32,6-15.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.

10Sie kauften davon den Töpferacker.

So hatte der Herr es mir befohlen.«

Jesus wird von Pilatus verhört

11Jesus wurde vor den römischen Bevollmächtigten Pilatus gebracht.

Dieser fragte ihn:

»Bist du der König der Juden

Jesus antwortete:

»Du sagst es.«

Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt.


Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt.

12Die führenden Priester und Ratsältesten

brachten ihre Anklagepunkte gegen Jesus vor.

Aber Jesus gab darauf keine Antwort.

13Da sagte Pilatus zu ihm:

»Hörst du nicht,

was sie alles gegen dich vorbringen?«

14Jesus sagte kein einziges Wort dazu.

Pilatus wunderte sich sehr darüber.

Jesus wird zum Tod verurteilt

15Jedes Jahr zum Passafest

begnadigte der römische Bevollmächtigte Pilatus einen Gefangenen,

den die Volksmenge bestimmen durfte.

Das war so üblich.

Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.


Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.

16Damals gab es einen berüchtigten Gefangenen,

der Jesus Barabbas hieß.

17Als die Menschen versammelt waren,

fragte Pilatus sie:

»Wen von beiden wollt ihr?

Wen soll ich euch freigeben:

Jesus Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird?«

Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.

18Denn er wusste,

dass sie ihm Jesus nur aus Neid übergeben hatten.

Gemeint sind die führenden Priester und Ratsältesten des Volkes.


19Während er noch auf dem Richterstuhl saß,

ließ ihm seine Frau ausrichten:

»Tu diesem Menschen nichts an!

Er ist ein Gerechter.

Seinetwegen hatte ich heute Nacht einen Albtraum.«

Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen.


20Doch die führenden Priester und Ratsältesten

überredeten die Menschenmenge:

Sie sollten die Freilassung für Barabbas erbitten,

aber für Jesus den Tod fordern.

21Da wandte sich Pilatus an die Menschenmenge

und fragte:

»Wen von beiden wollt ihr?

Wen soll ich euch freigeben?«

Sie riefen:

»Barabbas!«

22Pilatus fragte sie weiter:

»Was soll ich mit Jesus machen,

der Christus genannt wird?«

Da schrien alle:

»Ans Kreuz mit ihm!«

Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.
Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. Felsspalte im Innern der Grabeskirche. Kreuz im Inneren der Grabeskirche.

23Er fragte sie:

»Was hat er denn verbrochen?«

Aber sie schrien nur noch lauter:

»Ans Kreuz mit ihm!«


24Pilatus merkte,

dass er nichts erreichen konnte.

Der Tumult wurde immer größer.

Da ließ er sich Wasser bringen

und wusch sich vor der Volksmenge die Hände.

Er sagte:

»Mich trifft keine Schuld an seinem Tod.

Das ist eure Sache.«

25Darauf rief das ganze Volk:

»Die Strafe für seinen Tod soll uns

und unsere Kinder treffen!«


26Daraufhin gab Pilatus ihnen Barabbas frei.

Jesus aber ließ er auspeitschen.

Er übergab ihn den Soldaten,

damit sie ihn kreuzigten.

Die Soldaten verspotten Jesus

27Die Soldaten von Pilatus brachten Jesus in den Palast,

das so genannte Prätorium.

Dort kam die ganze Kohorte zusammen.

Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente.
Etwa 500 bis 1000 Mann.

28Sie zogen Jesus aus

und hängten ihm einen scharlachroten Mantel um.

Gemeint ist wohl der rote römische Soldatenmantel.

29Sie flochten eine Krone aus Dornenzweigen

und setzten sie ihm auf den Kopf.

In seine rechte Hand gaben sie ihm einen Stock.

Dann knieten sie vor ihm nieder und

machten sich über ihn lustig:

»Hoch lebe der König der Juden

Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte.
Wie ein König sein Zepter muss Jesus den Stock halten.
Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. Blätterloser Zweig vom Christusdorn-Busch. Zweig des Christusdorns mit Dornen und Blättern.

30Dabei spuckten sie ihn an,

nahmen ihm den Stock weg

und schlugen ihn damit auf den Kopf.

31Nachdem sie ihn so verspottet hatten,

nahmen sie ihm den Mantel ab

und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an.

Und sie führten Jesus ab,

um ihn zu kreuzigen.

Jesus am Kreuz

32Als sie die Stadt verließen,

trafen sie einen Mann aus Zyrene.

Sein Name war Simon.

Den zwangen sie,

für Jesus das Kreuz zu tragen.

Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt.
Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt.

33So kamen sie zu der Stelle,

die Golgota heißt,

das bedeutet »Schädelplatz«.

Hebräisch für »Schädel«. Bezeichnet eine Anhöhe bei der Stadt Jerusalem, deren Form möglicherweise an einen Schädel erinnerte.


Hebräisch für »Schädel«. Bezeichnet eine Anhöhe bei der Stadt Jerusalem, deren Form möglicherweise an einen Schädel erinnerte. Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem. Felsspalte im Innern der Grabeskirche. Kreuz im Inneren der Grabeskirche. Das heilige Grab im Innern der Grabeskirche. Das Gartengrab in Jerusalem. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

34Sie gaben Jesus Wein zu trinken,

der mit Galle gemischt war.

Er probierte davon,

wollte ihn aber nicht trinken.

Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand.
Durch Gallensaft wurde der Wein bitter. Matthäus hat Psalm 69,22 vor Augen: Wie der Beter des Psalms wird auch Jesus von seinen Feinden gequält und verspottet.


Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. Weinrebe mit Trauben.

35Dann kreuzigten sie ihn.

Sie verteilten seine Kleider

und losten sie untereinander aus.

Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.
Was der Psalmbeter David im Alten Testament in Psalm 22,19 beschreibt, erlebt auch Jesus.
Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Wanderer mit Mantel, Stab und Sandalen.

36Danach setzen sie sich hin

und bewachten ihn.

37Über seinem Kopf brachten sie ein Schild an.

Auf dem stand der Grund für seine Verurteilung:

»Das ist Jesus, der König der Juden

38Mit Jesus kreuzigten sie zwei Verbrecher,

den einen rechts, den anderen links von ihm.


39Die Leute, die vorbeikamen,

lästerten über ihn.

Sie schüttelten ihre Köpfe

40und sagten:

»Du wolltest doch den Tempel abreißen

und in nur drei Tagen wieder aufbauen.

Wenn du wirklich der Sohn Gottes bist,

dann rette dich selbst

und steig vom Kreuz herunter!«

Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.


Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

41Genauso machten sich die führenden Priester

zusammen mit den Schriftgelehrten und Ratsältesten über ihn lustig.

Sie sagten:

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

42»Andere hat er gerettet.

Sich selbst kann er nicht retten.

Dabei ist er doch der ›König von Israel‹!

Er soll jetzt vom Kreuz herabsteigen,

dann glauben wir an ihn.

43Er hat Gott vertraut –

der soll ihn auch retten,

wenn er ihn liebt.

Er hat doch behauptet:

›Ich bin Gottes Sohn.‹«


44Genauso verspotteten ihn die beiden Verbrecher,

die mit ihm gekreuzigt waren.

Jesus stirbt

45Es war die sechste Stunde,

da breitete sich im ganzen Land Finsternis aus.

Das dauerte bis zur neunten Stunde.

12:00 Uhr.
15:00 Uhr.

46Um die neunte Stunde

schrie Jesus laut:

»Eli, Eli, lema sabachtani?«

Das heißt:

»Mein Gott, mein Gott,

warum hast du mich verlassen?«

Der Ruf von Jesus ist ein Zitat aus Psalm 22. Angeredet wird »mein Gott«. Auch in der äußersten Verlassenheit wendet Jesus sich an seinen Gott.


47Als sie das hörten,

sagten einige von denen,

die dabeistanden:

»Er ruft nach Elija

Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.
Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.

48Sofort lief einer von ihnen hin,

nahm einen Schwamm

und tauchte ihn in Essig.

Dann steckte er ihn auf eine Stange

und hielt ihn Jesus zum Trinken hin.

Meint in der Bibel nicht ein Würzmittel, sondern einen billigen, sauren Wein.
Meint in der Bibel nicht ein Würzmittel, sondern einen billigen, sauren Wein.

49Aber die anderen riefen:

»Lass das!

Wir wollen sehen,

ob Elija kommt

und ihn rettet.«

50Aber Jesus schrie noch einmal laut auf

und starb.

Wörtlich lautet der Vers: »Aber Jesus schrie laut auf und gab den Geist auf.« – »Den Geist aufgeben« war ein gebräuchlicher Ausdruck für »sterben«. So wie Gott am Anfang allen Lebens dem Menschen den Geist eingehaucht hat (vgl. 1. Mose/Genesis 2,7), entweicht der Geist beim Sterben.


51Und sieh doch:

Da zerriss der Vorhang im Tempel

von oben bis unten in zwei Teile.

Die Erde bebte

und Felsen spalteten sich.

Gemeint ist der Vorhang, der den innersten Raum (Allerheiligstes) von dem Bereich trennt, der für Menschen zugänglich ist. Das Zerreißen des Vorhangs macht deutlich: Der Weg zu Gott ist jetzt für alle frei.

52Grabkammern öffneten sich

und viele Körper von verstorbenen Heiligen wurden auferweckt.

Heilig ist alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Ebenso werden Menschen als Heilige bezeichnet, die in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen und nach seinem Willen leben.
Heilig ist alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Ebenso werden Menschen als Heilige bezeichnet, die in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen und nach seinem Willen leben.

53Nach der Auferstehung von Jesus

kamen sie aus ihren Grabkammern heraus

und gingen in die Heilige Stadt.

Dort wurden sie von vielen Menschen gesehen.

Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.
Gemeint ist Jerusalem.


Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. Ein Felsengrab bei der Ortschaft Betfage. Das Gartengrab in Jerusalem. Seitenansicht eines Rollsteingrabs. Innenansicht eines Einzelgrabs. Grundriss eines Gemeinschaftsgrabs.

54Ein römischer Hauptmann mit seinen Soldaten bewachte Jesus.

Sie sahen das Erdbeben

und alles, was geschah.

Da fürchteten sie sich sehr

und sagten:

»Er war wirklich der Sohn Gottes


55Es waren auch viele Frauen da,

die aus der Ferne alles mit ansahen.

Seit Jesus in Galiläa wirkte,

waren sie ihm gefolgt und hatten ihn unterstützt.

Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission

56Unter ihnen waren Maria aus Magdala

und Maria, die Mutter von Jakobus und Josef,

und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

Gemeint sind Johannes und Jakobus; vgl. Matthäus 4,21.

Jesus wird ins Grab gelegt

57Als es spät geworden war,

kam ein reicher Mann aus Arimathäa.

Er hieß Josef

und gehörte zu den Jüngern von Jesus.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

58Er ging zu Pilatus

und bat ihn um den Leichnam von Jesus.

Da befahl Pilatus,

ihm den Leichnam zu übergeben.


59Josef nahm den Leichnam

und wickelte ihn in ein neues Leinentuch.

60Dann legte er Jesus in seine eigene Grabkammer.

Die war noch unbenutzt

und in den Felsen gehauen.

Schließlich rollte er einen großen Stein

vor den Eingang zur Grabkammer

und ging weg.


61Maria von Magdala und die andere Maria blieben dort.

Sie ließen sich gegenüber vom Grab nieder.

Das Grab wird bewacht

62Am nächsten Tag –

es war der Sabbat

gingen die führenden Priester

und die Pharisäer

gemeinsam zu Pilatus.

Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

63Sie sagten:

»Herr, uns ist etwas eingefallen.

Als dieser Betrüger noch lebte, hat er gesagt:

›Nach drei Tagen werde ich vom Tod auferweckt!‹

64Gib doch den Befehl,

das Grab bis zum dritten Tag zu bewachen.

Sonst kommen seine Jünger,

stehlen die Leiche

und behaupten gegenüber dem Volk:

›Er wurde von den Toten auferweckt!‹

Dieser letzte Betrug wäre schlimmer

als alles vorher.«

65Pilatus antwortete ihnen:

»Ihr sollt die Wache bekommen!

Geht und sichert das Grab,

so gut ihr könnt!«


66Da gingen sie zum Grab.

Sie versiegelten den Stein vor der Grabkammer

und sicherten es durch eine Wache.

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