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  • Die Gute Nachricht nach Matthäus
  • Mt 7

Die Bergpredigt: Nicht verurteilen

71»Ihr sollt andere nicht verurteilen,

damit Gott euch nicht verurteilt.

2Denn das Urteil,

das ihr fällt,

wird euch treffen.

Und der Maßstab,

den ihr an andere anlegt,

wird auch für euch gelten.


3Du siehst den Splitter im Auge deines Gegenübers.

Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?

Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.
Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.

4Wie kannst du zu deinem Gegenüber sagen:

›Komm her!

Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹

Sieh doch:

In deinem Auge ist ein Balken!

5Du Scheinheiliger!

Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge!

Dann hast du den Blick frei,

um den Splitter aus dem Auge

deines Gegenübers zu ziehen.«

Die Bergpredigt: Wertvolle Perlen

6»Gebt das,

was heilig ist,

nicht den Hunden!

Werft eure Perlen nicht vor die Schweine!

Sonst zertreten sie die Perlen

und reißen euch in Stücke!«

Heilig ist alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Ebenso werden Menschen als Heilige bezeichnet, die in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen und nach seinem Willen leben.
Wer streunende Hunde fütterte, musste damit rechnen, dass sie wiederkommen und vor Hunger über einen herfallen.
Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere.
Heilig ist alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Ebenso werden Menschen als Heilige bezeichnet, die in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen und nach seinem Willen leben.
Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere.

Die Bergpredigt: Voll Vertrauen zu Gott beten

7»Bittet

und es wird euch gegeben!

Sucht

und ihr werdet finden!

Klopft an

und es wird euch aufgemacht!

8Denn wer bittet,

der bekommt.

Und wer sucht,

der findet.

Und wer anklopft,

dem wird aufgemacht.

9Wer von euch

gibt seinem Kind einen Stein,

wenn es um Brot bittet?

Wörtlich übersetzt heißt es in Matthäus 7,9: »Oder wo ist unter euch ein Mensch, der, wenn ihn sein Sohn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt?«

10Oder eine Schlange,

wenn es um einen Fisch bittet?

11Ihr Menschen seid böse –

trotzdem wisst ihr,

was euren Kindern guttut,

und gebt es ihnen.

Wie viel mehr Gutes

wird dann euer Vater im Himmel denen geben,

die ihn darum bitten?«

Die Bergpredigt: Eine einfache Grundregel

12»Genau so,

wie ihr behandelt werden wollt,

behandelt auch die anderen!

Denn so steht es im Gesetz

und bei den Propheten

Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

Die Bergpredigt: Das weite und das enge Tor

13»Geht durch den engen Eingang!

Denn das Tor zum Verderben ist weit

und der Weg dorthin ist breit –

viele wählen diesen Weg.

14Aber wie eng ist das Tor zum Leben

und wie schmal ist der Weg dorthin –

nur wenige finden diesen Weg.«

Die Bergpredigt: Warnung vor falschen Propheten

15»Nehmt euch in Acht vor den falschen Propheten!

Sie kommen zu euch

und verhalten sich wie Schafe.

Aber im Innern sind sie Wölfe,

die auf Raub aus sind.

16An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen:

Oder erntet man Trauben von einem Dornbusch

und Feigen von einer Distel?

Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln.
Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden.
Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. Feigen an einem Baum.
Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. Eine Silberdistel im Land der Bibel.

17Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor.

Aber ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte hervor.

18Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen

und ein schlechter Baum keine guten Früchte.

19Ein Baum, der keine guten Früchte bringt,

wird umgehauen

und ins Feuer geworfen.

20Also gilt:

An ihren Früchten werdet ihr die falschen Propheten erkennen.«

Die Bergpredigt: Fataler Irrtum

21»Nicht jeder,

der zu mir sagt:

Herr, Herr!,‹

wird in das Himmelreich kommen –

sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Respektvolle Anrede. Die Verdopplung soll ausdrücken, dass jemand mit Ernst und Hingabe Jesus als seinen Herrn bekennt.
Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.
Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.

22Am Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen:

›Herr, Herr!

Haben wir nicht in deinem Namen als Propheten geredet?

Und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben?

Und haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?‹

Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.
Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.
Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.
Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.
Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.

23Dann werde ich ihnen ins Gesicht sagen:

›Ich kenne euch überhaupt nicht!

Geht mir aus den Augen!

Ihr habt getan,

was gegen Gottes Willen ist!‹«

Die Bergpredigt: Das Gleichnis vom Hausbau

24»Wer diese meine Worte hört

und sie befolgt,

ist wie ein kluger Mann,

als er sein Haus baute:

Er errichtete es auf felsigem Boden.

Gemeint sind die Worte aus der Bergpredigt insgesamt (Kapitel 5–7).
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer. Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses

25Dann kam ein Wolkenbruch.

Die Flüsse traten über die Ufer,

die Stürme tobten

und rüttelten an dem Haus.

Doch es stürzte nicht ein –

denn es war auf Fels gebaut.

26Wer diese meine Worte hört

und sie nicht befolgt,

ist wie ein dummer Mann,

als er sein Haus baute:

Er errichtete es auf sandigem Boden.

27Dann kam ein Wolkenbruch.

Die Flüsse traten über die Ufer,

die Stürme tobten

und prallten gegen das Haus.

Da stürzte es ein –

es fiel völlig in sich zusammen.«

Die Wirkung der Bergpredigt

28So beendete Jesus seine Verkündigung.

Die Volksmenge war von seiner Lehre tief beeindruckt.

29Denn an seiner Lehre erkannten sie,

dass Gott ihm die Vollmacht dazu gegeben hatte –

ganz anders als bei den Schriftgelehrten.

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

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