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  • Die Gute Nachricht nach Markus
  • Mk 2,13-17

Jesus vergibt Schuld und heilt

21Ein paar Tage später kam Jesus nach Kafarnaum zurück.

Es sprach sich herum,

dass er wieder zu Hause war.

Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte.
Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33).
Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte. Blick auf die Ruine der Synagoge von Kafarnaum. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium

2Und es strömten so viele Menschen herbei,

dass der Platz nicht ausreichte,

nicht einmal draußen vor der Tür.

Und Jesus erzählte ihnen von Gott.


3Da brachten Leute einen Gelähmten zu Jesus.

Er wurde von vier Männern getragen.

4Aber wegen der Volksmenge

konnten sie nicht bis zu ihm vordringen.

Deshalb öffneten sie das Dach

genau über der Stelle,

wo Jesus war.

Sie machten ein Loch hinein

und ließen den Gelähmten auf seiner Matte herunter.

Dächer bestanden zur Zeit des Neuen Testaments aus mehreren Lagen Reisig und Putz.
Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.
Dächer bestanden zur Zeit des Neuen Testaments aus mehreren Lagen Reisig und Putz.
Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.

5Jesus sah, wie groß ihr Glaube war,

und sagte zu dem Gelähmten:

»Mein Kind,

deine Schuld ist dir vergeben.«

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.


»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.

6Es saßen aber auch einige Schriftgelehrte dabei.

Die dachten:

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

7»Wie kann der so etwas sagen?

Das ist Gotteslästerung.

Nur Gott allein kann Schuld vergeben.«

Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.


Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.

8Doch Jesus wusste sofort,

was sie dachten,

und sagte zu ihnen:

»Warum habt ihr solche Gedanken?

9Was ist einfacher?

Dem Gelähmten zu sagen:

›Deine Schuld ist dir vergeben‹,

oder zu sagen:

›Steh auf,

nimm deine Matte

und geh umher‹?

10Aber ihr sollt sehen,

dass der Menschensohn

von Gott die Vollmacht hat,

hier auf der Erde

den Menschen ihre Schuld zu vergeben.«

Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:

Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.
Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.

11»Ich sage dir:

Steh auf,

nimm deine Matte

und geh nach Hause.«


12Und er stand auf,

nahm rasch seine Matte

und ging weg.

Alle sahen es.

Sie gerieten außer sich,

lobten Gott und sagten:

»So etwas haben wir noch nie erlebt.«

Jesus beruft Levi und isst mit den Zolleinnehmern

13Jesus ging wieder hinaus zum See.

Die ganze Volksmenge kam zu ihm

und er lehrte sie.

Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.


Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. Ein Blick auf den See Gennesaret bei Tabgha. Ein Blick auf den See Gennesaret. Der See Gennesaret Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium

14Und als er weiterging,

sah er Levi, den Sohn des Alphäus.

Der saß an seiner Zollstation.

Jesus sagte zu ihm:

»Komm, folge mir!«

Da stand Levi auf

und folgte ihm.

Sie erhoben z.B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche.
Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.


Sie erhoben z.B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche.

15Später war er bei ihm zu Hause zum Essen.

Viele Zolleinnehmer und andere

mit Schuld beladene Menschen

aßen mit Jesus und seinen Jüngern.

Es waren inzwischen viele,

die Jesus folgten.

Es ist nicht zu entscheiden, wessen Haus gemeint ist: das von Levi oder das von Simon und Andreas, das Jesus in Kafarnaum als Standquartier diente.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

16Und die Schriftgelehrten unter den Pharisäern sahen,

dass Jesus mit schuldbeladenen Menschen und Zolleinnehmern aß.

Da sagten sie zu seinen Jüngern:

»Wie kann er mit Zolleinnehmern und solchen Menschen essen?«

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

17Jesus hörte das

und gab ihnen zur Antwort:

»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,

sondern die Kranken.

Ich bin nicht gekommen,

um die Gerechten zur Umkehr zu rufen,

sondern die Menschen,

die voller Schuld sind.«

Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen.

Es ist nicht die Zeit, zu fasten

18Die Jünger von Johannes

und die Pharisäer fasteten regelmäßig.

Deshalb kamen Leute zu Jesus und fragten ihn:

»Warum fasten die Jünger von Johannes

und die Jünger der Pharisäer,

aber deine Jünger nicht?«

Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.
Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.
Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.
Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.

19Und Jesus antwortete ihnen:

»Sollen die Hochzeitsgäste etwa fasten,

wenn der Bräutigam bei ihnen ist?

Solange der Bräutigam bei ihnen ist,

werden sie nicht fasten.

Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus.

20Aber es wird eine Zeit kommen,

da wird der Bräutigam aus ihrer Mitte gerissen.

An diesem Tag werden sie fasten.


21Niemand näht ein neues Stück Stoff auf einen alten Mantel,

sonst wird der neue Stoff von dem alten abreißen

und der Riss wird größer als vorher.

Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.
Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Wanderer mit Mantel, Stab und Sandalen.

22Und niemand füllt neuen Wein in alte Weinschläuche.

Sonst bringt der neue Wein die alten Schläuche zum Platzen

und der Wein geht verloren mitsamt den Schläuchen.

Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche

Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand.
In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein.
Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. Weinrebe mit Trauben.
In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. Mit Wasser oder Wein gefüllte Schläuche.

Hunger stillen – auch am Sabbat

23An einem Sabbat ging Jesus durch die Felder.

Unterwegs rissen seine Jünger Ähren von den Halmen.

Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.
Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten.
Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.


Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.
Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. Reifes Getreidefeld.

24Da sagten die Pharisäer zu ihm:

»Sieh nur, was sie tun.

Das ist am Sabbat verboten.«

25Er antwortete ihnen:

»Habt ihr denn nicht gelesen,

was David getan hat,

als er und seine Männer in Not waren

und Hunger hatten?

David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).

26Der Oberste Priester war damals Abjatar.

David ging in das Haus Gottes

und aß von den Broten auf dem Altar.

Dabei durften eigentlich

nur die Priester davon essen.

Aber David gab sogar seinen Männern von den Broten.«

Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.
Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel
Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden.
Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.
In 1. Samuel 21,1-7 wird berichtet, wie der alttestamentliche König David in einer Notsituation von einem Priester Brot gereicht bekam, das Gott geweiht war. Eigentlich war es nur den Priestern vorbehalten, von diesem Brot zu essen. Trotzdem nahm David es an und teilte es sogar unter seinen Soldaten auf.


Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel Verschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten.
Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. Rekonstruktion des Altars von Beerscheba.
Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.

27Und Jesus sagte zu den Pharisäern:

»Gott hat den Sabbat für den Menschen gemacht,

nicht den Menschen für den Sabbat.

28Also kann der Menschensohn auch bestimmen,

was am Sabbat erlaubt ist.«

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