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  • Die Gute Nachricht nach Markus
  • Mk 3

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

31Wieder ging Jesus in die Synagoge.

Dort war ein Mann mit einer gelähmten Hand.

Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.
Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. Blick auf die Ruine der Synagoge von Kafarnaum. Die Synagoge von Kafarnaum aus dem 4. Jahrhundert.

2Sie lauerten darauf,

dass Jesus ihn an einem Sabbat heilte,

damit sie ihn anklagen konnten.

Die Gegner von Jesus, hier vermutlich aus den Kreisen der Pharisäer. Mit ihnen hatte Jesus schon vorher Auseinandersetzungen.
Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.


Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.

3Und Jesus sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:

»Steh auf und tritt in die Mitte.«

4Und er fragte sie:

»Was ist am Sabbat erlaubt?

Gutes tun oder Böses?

Soll man einem Menschen das Leben retten

oder ihn umkommen lassen?«

Keiner sagte etwas.

5Jesus blickte sie zornig an.

Er war traurig, dass sie so unbarmherzig waren.

Zu dem Mann sagte er:

»Strecke deine Hand aus!«

Er streckte seine Hand aus

und sie wurde geheilt.


6Die Pharisäer gingen hinaus.

Sie trafen sich sofort mit den Anhängern des Herodes

und fassten gemeinsam den Beschluss:

Jesus muss sterben.

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Innerhalb der Juden gab es eine kleine Gruppe, die die Herrschaft des Königs Herodes Antipas unterstützte.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Innerhalb der Juden gab es eine kleine Gruppe, die die Herrschaft des Königs Herodes Antipas unterstützte.

Viele Menschen kommen zu Jesus an den See Gennesaret

7Jesus ging mit seinen Jüngern zurück zum See.

Viele Menschen folgten ihm:

Leute aus Galiläa,

aus Judäa,

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.
Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v.a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. Ein Blick auf den See Gennesaret bei Tabgha. Ein Blick auf den See Gennesaret. Der See Gennesaret Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission
Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom

8aus Jerusalem,

aus Idumäa,

aus dem Gebiet jenseits des Jordans,

aus der Gegend von Tyrus und Sidon.

Sie hatten gehört,

was Jesus tat.

Deshalb kamen sie zu ihm.

Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.
Region südlich von Jerusalem.
Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel.
Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon).
Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien.


Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Luftaufnahme von Jerusalem. Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen. Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem. Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.
Region südlich von Jerusalem. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem
Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. Blick auf den Jordan im Quellgebiet. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium
Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). Der Nahe Osten Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 3. Reise
Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. Der Nahe Osten Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom

9Jesus sagte zu seinen Jüngern:

»Haltet ein Boot bereit,

falls mich die Volksmenge zu sehr bedrängt.«

10Denn Jesus heilte viele Kranke.

Deshalb drängten sich alle um ihn,

die ein Leiden hatten,

und wollten ihn berühren.

11Menschen, die von bösen Geistern besessen waren,

warfen sich vor ihm nieder,

sobald sie ihn sahen.

Sie schrien:

»Du bist Gottes Sohn

Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.
Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

12Aber Jesus schärfte ihnen ein,

es niemandem zu erzählen,

wer er war.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

13Und Jesus stieg auf einen Berg.

Er rief die zu sich,

die er ausgewählt hatte.

Und sie kamen zu ihm.

14Dann bestimmte er zwölf,

die er auch Apostel nannte.

Sie sollten ständig bei ihm sein.

Er wollte sie aber auch aussenden,

um die Gute Nachricht zu verkünden.

Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.
Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.
Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.
Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.

15Und sie sollten die Vollmacht haben,

Dämonen auszutreiben.

Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.


Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.

16Das waren die zwölf,

die er einsetzte:

Simon, ihm gab er den Namen Petrus.

»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.
»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.

17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,

und Johannes, der Bruder des Jakobus.

Ihnen gab er den Namen »Donnersöhne«.

Wörtlich lautet der Vers: »Er gab ihnen den Beinamen Boanerges, das bedeutet Donnersöhne.«

18Dazu Andreas,

Philippus,

Bartholomäus,

Matthäus,

Thomas,

Jakobus, der Sohn von Alphäus,

Thaddäus,

Simon, der Kananäer,

Kommt von aramäisch »kananja« = Eiferer/Zelot.
Kommt von aramäisch »kananja« = Eiferer/Zelot.

19und Judas Iskariot –

er war es, der Jesus später verriet.

In Markus 14,10-11 wird berichtet, wie Judas Jesus verriet.

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

20Dann ging Jesus nach Hause.

Und wieder strömte die Volksmenge zusammen,

sodass Jesus und seine Jünger

noch nicht einmal zum Essen kamen.

Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33).


21Als seine Verwandten das hörten,

machten sie sich auf den Weg,

um ihn mit Gewalt dort wegzuholen.

Denn sie sagten:

»Er ist verrückt geworden.«


22Aber die Schriftgelehrten,

die aus Jerusalem gekommen waren,

sagten:

»Er ist von Beelzebul besessen.«

Und:

»Der Höchste der Dämonen hilft ihm,

andere Dämonen auszutreiben.«

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister.

23Jesus rief sie zu sich.

Er redete zu ihnen

und gebrauchte dabei Vergleiche:

»Wie kann der Satan den Satan austreiben?

Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.
Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.

24Wenn die Machthaber eines Staates

miteinander im Streit liegen,

kann dieser Staat nicht bestehen.

25Und wenn eine Familie miteinander im Streit liegt,

kann diese Familie nicht bestehen.

26Wenn sich also der Satan gegen sich selbst erhebt

und mit sich im Streit liegt,

kann er nicht bestehen

und es ist aus mit ihm.

27Ebenso kann kein Einbrecher

einem kräftigen Mann seinen Besitz rauben,

wenn er ihn nicht vorher fesselt.

Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben.

Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.
Wörtlich lautet der Vers: »Ebenso kann niemand in das Haus eines Starken eindringen, und ihm seinen Besitz rauben, wenn er ihn nicht vorher gefesselt hat. Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben.«


Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer. Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses

28Amen, das sage ich euch:

Alles kann den Menschen vergeben werden –

jede Schuld und jede Gotteslästerung,

wie viel auch immer sie lästern.

Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!«
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.
Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!«
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.

29Wenn aber jemand den Heiligen Geist lästert,

dem kann in Ewigkeit nicht vergeben werden.

Er ist für ewig schuldig geworden.«

Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.


Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.

30Das sagte Jesus,

weil sie behauptet hatten:

»Er ist von einem bösen Geist besessen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

31Inzwischen waren die Mutter

und die Brüder von Jesus gekommen.

Sie blieben draußen stehen

und schickten jemand,

der ihn rufen sollte.

In Markus 6,3 wird beschrieben, wer die Eltern und Geschwister von Jesus waren.

32Aber die Volksmenge saß um Jesus.

Und sie sagten zu ihm:

»Sieh doch: Deine Mutter, deine Brüder

und deine Schwestern stehen draußen.«

33Aber Jesus antwortete ihnen:

»Wer ist meine Mutter

und wer sind meine Brüder?«

34Und er blickte die Leute an,

die rings um ihn saßen,

und sagte:

»Das sind meine Mutter und meine Brüder!

35Wer tut, was Gott will,

der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«

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