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  • Die Gute Nachricht nach Lukas
  • Lk 22,19-20

Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus

Pläne gegen Jesus

221Es war kurz vor dem Fest der Ungesäuerten Brote,

das Passafest genannt wird.

Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen.
Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.
Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen.
Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.

2Die führenden Priester und die Schriftgelehrten

suchten nach einer Möglichkeit,

Jesus heimlich umzubringen.

Denn sie hatten Angst vor dem Volk.

Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.
Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

Judas wird zum Verräter

3Da ergriff der Satan Besitz von Judas,

der auch Iskariot genannt wurde.

Er war einer aus dem Kreis der Zwölf.

Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.
Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren.
Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.

4Judas ging zu den führenden Priestern und den Hauptleuten der Tempelwache.

Er besprach mit ihnen,

wie er ihnen Jesus in die Hände liefern konnte.

Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.
Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. Blick auf ein Modell des Tempels in Jerusalem zur Zeit von Jesus. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

5Sie waren hoch erfreut

und vereinbarten,

ihm Geld dafür zu geben.

Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.
Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Drachme mit Abbildung von Tiberius und Drusus.

6Judas war einverstanden.

Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit,

ihnen Jesus in die Hände zu liefern.

Das Volk sollte nichts davon bemerken.

Vorbereitungen zum Passamahl

7Es kam das Fest der Ungesäuerten Brote.

Am ersten Tag musste das Passalamm geschlachtet werden.

8Jesus schickte Petrus und Johannes los.

Er sagte:

»Geht und bereitet das Passamahl für uns vor,

damit wir es essen können.«

»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.
»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.

9Sie antworteten ihm:

»Wo sollen wir es vorbereiten?«

10Da sagte er zu ihnen:

»Seht doch:

Wenn ihr in die Stadt kommt,

werdet ihr einem Menschen begegnen,

der einen Wasserkrug trägt.

Folgt ihm bis zu dem Haus,

in das er hineingeht.

Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt.
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.


Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. Eine Auswahl von Kannen und Krügen
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer. Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses

11Sagt zu dem Eigentümer des Hauses:

›Der Lehrer lässt fragen:

Wo ist der Raum,

in dem ich mit meinen Jüngern

das Passamahl feiern kann?‹

Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. In den frühchristlichen Gemeinden Bezeichnung für ein Amt. Der Lehrer gibt die Überlieferung von Jesus weiter und lehrt die rechte Art und Weise zu leben.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. In den frühchristlichen Gemeinden Bezeichnung für ein Amt. Der Lehrer gibt die Überlieferung von Jesus weiter und lehrt die rechte Art und Weise zu leben.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

12Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen.

Der ist mit Polstern ausgestattet.

Dort bereitet alles vor.«

13Sie gingen los

und fanden alles genau so,

wie Jesus es ihnen gesagt hatte.

Und sie bereiteten das Passamahl vor.

Jesus feiert mit den Aposteln das Passamahl

14Als die Stunde für das Passamahl gekommen war,

legte sich Jesus mit den Aposteln zu Tisch.

Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen.
Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.
Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen.
Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.

15Und Jesus sagte zu ihnen:

»Ich habe mich sehr danach gesehnt,

dieses Passamahl mit euch zu essen,

bevor mein Leiden beginnt.

16Das sage ich euch:

Ich werde das Passamahl so lange nicht mehr essen,

bis es in Vollendung gefeiert wird

im Reich Gottes

Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.


Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.

17Dann nahm Jesus den Becher,

sprach das Dankgebet

und sagte:

»Nehmt diesen Becher

und teilt den Wein unter euch!

Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren.
In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott.
Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand.
Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. Trinkschalen aus alttestamentlicher Zeit Trinkkelche aus alttestamentlicher Zeit Silberne Trinkgefäße aus Ägypten Becher aus neutestamentlicher Zeit.
In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott.
Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. Weinrebe mit Trauben.

18Das sage ich euch:

Ich werde von nun an keinen Wein mehr trinken –

so lange, bis das Reich Gottes kommt.«


19Anschließend nahm er das Brot

und sprach das Dankgebet.

Er brach das Brot in Stücke,

gab es ihnen

und sagte:

»Das ist mein Leib.

Er wird für euch gegeben.

Tut das immer wieder

zur Erinnerung an mich.«

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel
Jesus weist hier auf seinen bevorstehenden Tod am Kreuz hin (vgl. Lukas 23,26-56).
Gemeint ist: Wein und Brot miteinander teilen.


Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel Verschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten.

20Genauso nahm Jesus nach dem Essen den Becher

und sagte:

»Dieser Becher steht für den neuen Bund,

den Gott mit den Menschen schließt.

Er kommt zustande durch mein Blut,

das für euch vergossen wird.«

Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann.
Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.
Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. Landschaft mit dem Dankopfer Noahs
Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.

Jesus sagt: Einer von euch wird mich verraten!

21»Aber seht doch:

Einer wird mich verraten.

Er sitzt hier mit mir am Tisch.

Wörtlich lautet der Vers 21: »Aber seht doch: Die Hand dessen, der mich verraten wird, ist bei mir hier auf dem Tisch.«

22Der Menschensohn muss den Weg gehen,

den Gott für ihn bestimmt hat.

Aber wie schrecklich wird es für den Menschen,

der ihn verrät!«

Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.
Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.

23Da fingen die Jünger an,

sich gegenseitig zu fragen:

»Wer von uns würde so etwas tun?«

Wer ist der Wichtigere?

24Die Jünger begannen darüber zu streiten,

wer von ihnen der Wichtigere war.

25Aber Jesus sagte zu ihnen:

»Die Könige herrschen über ihre Völker.

Und die Machthaber lassen sich Wohltäter nennen.

26Aber ihr sollt nicht so sein:

Sondern wer unter euch wichtig ist,

soll sein wie einer,

der unbedeutend ist.

Und wer führen will,

wie einer, der dient.

27Wer ist denn der Wichtigere?

Der zu Tisch liegt und isst

oder der ihn bedient?

Natürlich der zu Tisch liegt!

Doch ich bin unter euch wie einer,

der dient.

28Ihr habt mit mir durchgehalten,

wann immer ich auf die Probe gestellt wurde.

29So gebe ich euch Anteil an der Herrschaft,

die mein Vater mir übertragen hat:

30In meinem Reich sollt ihr an meinem Tisch

essen und trinken.

Ihr sollt auf Thronen sitzen

und über die zwölf Stämme Israels

Gericht halten und herrschen.«

Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.

Jesus und Simon Petrus

31»Simon, Simon!

Sieh doch:

Der Satan hat sich von Gott erbeten,

euch durchzusieben wie den Weizen!

Der Weizen wurde durch ein Sieb geschüttelt, um das gute Getreide vom Stroh und von der Spreu zu trennen.
Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.
Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. Reifes Getreidefeld.

32Aber ich habe für dich gebetet,

damit dein Glaube nicht aufhört.

Und wenn du dann wieder zu mir zurückgekehrt bist,

stärke deine Brüder und Schwestern

Reden des Menschen mit Gott.
»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.
Reden des Menschen mit Gott.
»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.

33Petrus entgegnete Jesus:

»Herr! Ich bin bereit,

mit dir ins Gefängnis zu gehen,

ja, mit dir zu sterben!«

34Aber Jesus sagte:

»Das sage ich dir, Petrus:

Noch bevor heute der Hahn kräht,

wirst du dreimal abstreiten,

dass du mich kennst.«

Von jetzt an wird für die Jünger alles anders

35Jesus fragte die Jünger:

»Ich habe euch ohne Geldbeutel,

ohne Vorratstasche und ohne Sandalen

ausgesandt.

Hat euch da irgendetwas gefehlt?«

Sie antworteten:

»Nein, nichts!«

Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen.
In Lukas 10,1-12 wird beschrieben, wie Jesus seine Jünger aussandte. Dabei trägt er ihnen auf, alles zurückzulassen, was sie zum Leben brauchen (10,4).


Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. Eine Sandale aus der Zeit des Neuen Testaments. Römischer Soldat in Rüstung.

36Und Jesus sagte zu ihnen:

»Von jetzt an gilt:

Wer einen Geldbeutel hat,

soll ihn mitnehmen –

ebenso die Vorratstasche.

Wer aber nichts anderes hat,

soll seinen Mantel verkaufen

und sich dafür ein Schwert besorgen.

Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.
Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen.


Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Wanderer mit Mantel, Stab und Sandalen.
Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. Zweischneidiger Kurzdolch. Römischer Soldat in Rüstung.

37Das sage ich euch:

Es muss an mir in Erfüllung gehen,

was in den Heiligen Schriften steht:

›Er wurde zu den Verbrechern gezählt.‹

Denn was über mich vorausgesagt ist,

trifft jetzt ein.«

Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.
Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. Lesen der Heiligen Schrift mit »Deuter«

38Die Jünger sagten:

»Herr, sieh doch:

Hier haben wir zwei Schwerter

Aber er antwortete ihnen:

»Das reicht jetzt!«

Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.
Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.

Jesus betet im Garten Getsemani

39Jesus verließ die Stadt

und ging wie gewohnt zum Ölberg.

Die Jünger folgten ihm.

Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem.
Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. Der Ölbaumgarten Getsemani am Ölberg bei Jerusalem. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

40Als er dort ankam,

sagte er zu ihnen:

»Betet,

damit ihr die kommende Prüfung besteht.«

41Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter –

etwa einen Steinwurf weit.

Dann kniete er nieder und betete.

42Er sagte:

»Vater, wenn du willst,

nimm diesen Becher fort,

damit ich ihn nicht trinken muss!

Aber nicht, was ich will,

soll geschehen,

sondern was du willst!«

Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht.

43Da erschien ihm ein Engel vom Himmel

und stärkte ihn.

Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.
Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

44Todesangst kam in ihm auf

und er betete noch angespannter.

Dabei tropfte sein Schweiß wie Blut auf den Boden.

45Dann stand er vom Gebet auf

und ging zurück zu den Jüngern.

Er sah,

dass sie vor lauter Trauer

in Schlaf gefallen waren.

46Er fragte sie:

»Wie könnt ihr nur schlafen?

Steht auf und betet,

damit ihr die kommende Prüfung besteht!«

Jesus wird verhaftet

47Während Jesus das sagte –

sieh doch:

Da näherte sich eine Truppe.

Judas, einer der Zwölf,

ging an der Spitze.

Er kam auf Jesus zu

und wollte ihm einen Kuss geben.

Auch zur Zeit von Jesus war es unter Männern üblich, sich durch einen »Begrüßungskuss« oder auch »Bruderkuss« auf die Wange willkommen zu heißen.

48Aber Jesus sagte zu ihm:

Judas,

willst du den Menschensohn

wirklich mit einem Kuss verraten?


49Da merkten seine Begleiter,

was geschehen sollte.

Sie fragten:

»Herr, sollen wir mit dem Schwert zuschlagen?«

50Und einer von ihnen schlug nach dem Anführer

der Truppe des Obersten Priesters

und hieb ihm das rechte Ohr ab.

Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.
Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.

51Aber Jesus sagte:

»Hört auf damit!«

Und er berührte das Ohr

und heilte den Mann.

52Dann wandte er sich an die Leute,

die ihn festnehmen wollten:

die führenden Priester,

die Hauptleute der Tempelwache

und die Ratsältesten.

Er sagte:

»Mit Schwertern und Knüppeln seid ihr hier angerückt!

Bin ich denn ein Verbrecher?

Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.
Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.

53Täglich war ich bei euch im Tempel,

dort habt ihr keine Hand gegen mich gerührt.

Aber jetzt ist eure Stunde gekommen,

und die Finsternis tritt ihre Herrschaft an.«

Petrus bestreitet, dass er Jesus kennt

54Die Männer nahmen Jesus fest,

führten ihn ab

und brachten ihn in das Haus des Obersten Priesters.

Petrus folgte ihnen in einiger Entfernung.

55Sie hatten mitten im Hof ein Feuer angezündet

und sich darumgesetzt.

Petrus setzte sich zu ihnen.

56Ein Dienstmädchen sah Petrus dort

im Schein des Feuers sitzen.

Sie musterte ihn aufmerksam

und sagte:

»Der da war auch mit ihm zusammen!«

Sklaverei gab es in der ganzen Alten Welt in mannigfachen Formen und unter den verschiedensten Bedingungen.

57Petrus stritt das ab

und sagte:

»Ich kenne ihn gar nicht, Frau!«


58Kurz darauf sah ihn jemand anderes

und sagte:

»Du gehörst auch zu denen!«

Aber Petrus erwiderte:

»Mensch, ich doch nicht!«

59Etwa eine Stunde später

behauptete ein anderer:

»Ganz bestimmt gehört er zu denen!

Er kommt doch auch aus Galiläa

Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission

60Aber Petrus stritt es wieder ab:

»Mensch, ich weiß überhaupt nicht,

wovon du sprichst.«


In demselben Moment –

während er noch redete –

krähte der Hahn.

61Der Herr drehte sich um

und blickte Petrus an.

Da erinnerte sich Petrus an das,

was der Herr zu ihm gesagt hatte:

»Noch bevor heute der Hahn kräht,

wirst du dreimal abstreiten,

dass du mich kennst.«

Schon bei der gemeinsamen Feier des Passamahls in Lukas 22,14-38 hatte Jesus Petrus angekündigt, dass Petrus ihn verraten wird (Lukas 22,34).

62Und Petrus lief hinaus

und weinte heftig.

Jesus wird verspottet und geschlagen

63Die Männer, die Jesus bewachten,

verspotteten ihn

und verprügelten ihn dabei.

64Sie warfen ihm ein Tuch über

und forderten ihn auf:

»Du bist doch ein Prophet!

Sag uns:

Wer hat dich geschlagen?«

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

65Und noch viele andere Beschimpfungen

musste er über sich ergehen lassen.

Jesus vor dem jüdischen Rat

66Als es Tag wurde,

versammelten sich die Ältesten des Volkes,

dazu die führenden Priester

und die Schriftgelehrten.

Dann ließen sie Jesus in ihr Gerichtsgebäude bringen.

Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde.
Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums.
Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde.

67Sie forderten ihn auf:

»Sag uns,

wenn du der Christus bist!«

Jesus antwortete:

»Wenn ich es euch sage,

werdet ihr nicht glauben!

Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.

68Und wenn ich euch etwas frage,

werdet ihr nicht antworten.

69Aber von jetzt an wird der Menschensohn

an der rechten Seite Gottes sitzen,

der Macht über alles hat.«

Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt.

70Da riefen alle:

»Also bist du der Sohn Gottes

Und Jesus antwortete ihnen:

»Ihr sagt es:

Ich bin's!«

Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

71Da sagten sie:

»Wozu brauchen wir noch Zeugen?

Wir haben es aus seinem eigenen Mund gehört!«

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