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  • Die Gute Nachricht nach Lukas
  • Lk 1,1-2

11Schon viele haben es versucht,

die Ereignisse im Zusammenhang aufzuschreiben,

die Gott unter uns geschehen ließ –

Was mit Jesus und seiner Auferstehung begonnen hat, wirkt weiter fort – das erleben auch Lukas und seine Zeitgenossen.

2und zwar so,

wie es uns von den Augenzeugen überliefert wurde.

Die sind von Anfang an dabei gewesen

und zu Dienern des Wortes geworden.

Gemeint ist: Sie wurden beauftragt, die Gute Nachricht von Jesus Christus weiterzusagen.


3Auch ich bin all dem

noch einmal sorgfältig nachgegangen.

Dann habe ich mich dazu entschlossen,

für dich alles in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben,

sehr geehrter Theophilus.

Er war vermutlich ein angesehener Christ; Genaueres ist über ihn nicht bekannt.

4So kannst du dich davon überzeugen,

wie zuverlässig die Lehre ist,

in der du unterrichtet wurdest.

Die Vorgeschichte des Auftretens von Jesus

Die Geburt von Johannes dem Täufer wird angekündigt

5Damals, zu der Zeit, als Herodes König von Judäa war,

lebte ein Priester mit Namen Zacharias.

Er gehörte zur Priestergruppe des Abija.

Seine Frau stammte aus der Familie Aarons

und hieß Elisabet.

Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.
Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte.
Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.
Es gab insgesamt 24 Priestergruppen (vgl. 1. Chronik 24,7-19). Jede von ihnen hatte eine Woche lang den Dienst im Tempel zu versehen; aus ihr wurde täglich ein Priester ausgelost, der morgens und abends das Rauchopfer darbringen musste.
Wörtlich heißt es in Vers 5: »Seine Frau war eine von den Töchtern Aarons und hieß Elisabet.« Damit ist gemeint: Elisabet war ebenfalls von priesterlicher Abstammung.
Bruder von Mose. Aaron gilt als der erste Oberste Priester, von dem die gesamte jüdische Priesterschaft abstammt.
Mutter von Johannes dem Täufer und Verwandte von Maria, der Mutter von Jesus. Elisabet ist die Ehefrau von Zacharias.
Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.
Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom
Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.
Bruder von Mose. Aaron gilt als der erste Oberste Priester, von dem die gesamte jüdische Priesterschaft abstammt.
Mutter von Johannes dem Täufer und Verwandte von Maria, der Mutter von Jesus. Elisabet ist die Ehefrau von Zacharias.

6Beide lebten so, wie es Gott gefällt:

Sie hielten sich in allem genau an die Gebote und Lebensregeln des Herrn.

Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.

7Aber sie hatten kein Kind.

Denn Elisabet konnte keine Kinder bekommen

und beide waren schon alt.

Waren Ehepaare kinderlos, galt damals immer die Frau als dafür verantwortlich (vgl. Lukas 1,25).


8Einmal hatte Zacharias wieder im Tempel Gottesdienst zu halten,

weil seine Priestergruppe an der Reihe war.

Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.
Mit dem Gottesdienst am Tempel ist hier der Opferdienst gemeint, den die Priester zu leisten haben.
Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. Blick auf ein Modell des Tempels in Jerusalem zur Zeit von Jesus. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

9Es war üblich,

die Aufgaben der Priester durch das Los zu verteilen.

Zacharias fiel das Räucheropfer zu,

deshalb ging er in den Tempel des Herrn hinein.

Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.
Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. Schlachtung eines Opfertieres

10Die ganze Volksmenge betete draußen,

während er das Räucheropfer darbrachte.

Reden des Menschen mit Gott.


Reden des Menschen mit Gott.

11Da erschien ihm ein Engel des Herrn.

Der stand auf der rechten Seite des Räucheraltars.

Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Spezieller kleiner Altar, auf dem Räucheropfer abgebrannt wurden.
Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Spezieller kleiner Altar, auf dem Räucheropfer abgebrannt wurden. Räucheraltar und Weihrauchbehälter.

12Als Zacharias ihn sah,

erschrak er,

und große Furcht überkam ihn.

13Aber der Engel sagte zu ihm:

»Hab keine Angst, Zacharias.

Dein Gebet ist erhört worden!

Deine Frau Elisabet wird für dich einen Sohn zur Welt bringen.

Du sollst ihm den Namen Johannes geben.

Der Name bedeutet »Gott ist gnädig«.
Der Name bedeutet »Gott ist gnädig«.

14Du wirst dich freuen und jubeln.

Ja, viele werden sich über seine Geburt freuen.

15Er wird groß sein vor dem Herrn:

Er wird keinen Wein trinken

und auch kein anderes berauschendes Getränk.

Heiliger Geist wird ihn schon im Mutterleib erfüllen.

Das heißt: Er wird ein großer Prophet sein. Andere Übersetzungsmöglichkeit: der Herr wird ihn zu Großem berufen.
Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand.
Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.
Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. Weinrebe mit Trauben.
Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.

16Viele aus dem Volk Israel wird er zurückbringen

zum Herrn, ihrem Gott.

Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.

17Er wird dem Herrn als Bote vorausgehen

im Geist und in der Kraft Elijas.

Die Herzen der Väter wird er den Kindern zuwenden

und Ungehorsame dazu bringen,

den Willen Gottes zu tun.

So wird er ein Volk zum Herrn bringen,

das für ihn bereit ist.«

Lukas spielt hier auf die Vorhersage in Maleachi 3,23-24 an.
Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.


Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.

18Da sagte Zacharias zu dem Engel:

»Woran kann ich erkennen,

dass es so kommt?

Denn ich bin alt

und auch meine Frau ist schon jenseits der Wechseljahre.«

19Der Engel antwortete ihm:

»Ich bin Gabriel,

der vor Gott steht.

Gott hat mich gesandt,

um mit dir zu reden

und dir diese gute Nachricht zu bringen.

Name eines Engels, der in der Bibel eine wichtige Rolle spielt. Er gehört zu den Engeln, die vor Gottes Thron wachen (Erzengel).
Name eines Engels, der in der Bibel eine wichtige Rolle spielt. Er gehört zu den Engeln, die vor Gottes Thron wachen (Erzengel).

20Sieh doch:

Du wirst stumm sein

und nicht reden können bis zu dem Tag,

an dem das eintrifft.

Denn du hast meinen Worten nicht geglaubt.

Sie werden aber in Erfüllung gehen,

wenn die Zeit dafür gekommen ist.«

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.


»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

21Das Volk wartete auf Zacharias.

Es wunderte sich,

weil er so lange im Tempel blieb.

22Als er endlich herauskam,

konnte er nicht zu ihnen sprechen.

Da erkannten sie,

dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte.

Er gab ihnen Zeichen,

blieb aber stumm.

23Dann, als die Zeit vorbei war,

in der er Priesterdienst leisten musste,

kehrte er nach Hause zurück.


24Bald darauf wurde seine Frau Elisabet schwanger.

Sie zog sich fünf Monate lang völlig zurück.

Sie sagte:

25»Dies hat der Herr an mir getan.

Jetzt hat er sich um mich gekümmert

und die Schande von mir genommen,

wofür die Menschen mich verachtet haben.«

Kinderlosigkeit galt in biblischer Zeit als Zeichen dafür, dass eine Frau von Gott nicht gesegnet war, und daher als Schande.

Die Geburt von Jesus wird angekündigt

26Elisabet war im sechsten Monat schwanger.

Da schickte Gott den Engel Gabriel zu einer Jungfrau

in die Stadt Nazaret in Galiläa.

Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.
Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. Panoramabild: Blick auf die heutige Stadt Nazaret. Blick auf die heutige Stadt Nazaret. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission

27Sie war mit einem Mann verlobt,

der Josef hieß.

Er war ein Nachkomme von David.

Die Jungfrau hieß Maria.

Durch die Verlobung wurde in biblischer Zeit die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig.
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
Durch die Verlobung wurde in biblischer Zeit die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig.
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).

28Der Engel trat bei ihr ein

und sagte:

»Ich grüße dich,

Gott hat dir seine Gnade geschenkt.

Der Herr ist mit dir.«

Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.
Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.

29Maria erschrak über diese Worte

und fragte sich:

»Was hat dieser Gruß zu bedeuten?«


30Da sagte der Engel zu ihr:

»Hab keine Angst, Maria.

Durch Gottes Gnade bist du erwählt.

31Sieh doch:

Du wirst schwanger werden

und einen Sohn zur Welt bringen.

Du sollst ihm den Namen Jesus geben.

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

32Er wird hochgeehrt sein

und ›Sohn des Höchsten‹ genannt werden.

Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vorfahren David geben.

Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

33Er wird für immer als König herrschen

über die Nachkommen Jakobs.

Seine Herrschaft wird niemals aufhören.«

Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme.


Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. Zentrale Orte und Landschaften aus der Jakobsüberlieferung Verteilung des Landes an die einzelnen Stämme Israels

34Da sagte Maria zu dem Engel:

»Wie kann das sein,

ich schlafe doch noch mit keinem Mann!«

Auch wenn Maria mit Josef verlobt ist, schlafen sie noch nicht miteinander. Das ist nach dem jüdischen Gesetz der ehelichen Gemeinschaft vorbehalten.

35Der Engel antwortete ihr:

»Heiliger Geist wird auf dich kommen.

Die Kraft des Höchsten wird dieses Wunder in dir bewirken.

Deshalb wird das Kind, das du erwartest, heilig sein

und ›Sohn Gottes‹ genannt werden.

Heilig ist alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Ebenso werden Menschen als Heilige bezeichnet, die in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen und nach seinem Willen leben.
Heilig ist alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Ebenso werden Menschen als Heilige bezeichnet, die in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen und nach seinem Willen leben.

36Sieh doch:

Auch Elisabet, deine Verwandte,

erwartet einen Sohn trotz ihres hohen Alters.

Jetzt ist sie im sechsten Monat schwanger

und dabei hieß es:

Sie kann keine Kinder bekommen.

Lukas knüpft hier an die Erzählung von Zacharias und Elisabet an. In Lukas 1,24-25 wird berichtet, dass Elisabet sich fünf Monate lang zurückzog. Maria ist die erste Außenstehende, die von der Schwangerschaft erfährt.

37Was Gott sagt, macht er wahr.«


38Da sagte Maria:

»Sieh doch:

Ich diene dem Herrn.

Es soll an mir geschehen,

was du gesagt hast.«


Da verließ sie der Engel.

Maria besucht Elisabet

39Bald danach machte sich Maria auf den Weg

und wanderte so schnell sie konnte

zu einer Stadt im Bergland von Judäa.

40Dort ging sie in das Haus von Zacharias

und begrüßte Elisabet.

Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer. Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses

41Dann, als Elisabet den Gruß von Maria hörte,

sprang das Kind vor Freude in ihrem Bauch.

Elisabet wurde mit Heiligem Geist erfüllt

42und rief mit lauter Stimme:

»Gesegnet bist du unter allen Frauen

und gesegnet ist das Kind in deinem Bauch.

Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.
Wörtlich lautet der Vers 42: »Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.«
Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.

43Wie komme ich zu der Ehre,

dass die Mutter meines Herrn mich besucht?

44Sieh doch:

Als ich deinen Gruß hörte,

sprang das Kind vor Freude in meinem Bauch.

45Glückselig bist du!

Denn du hast geglaubt,

dass in Erfüllung geht,

was dir der Herr versprochen hat.«

Maria lobt Gott

46Da sagte Maria:

»Ich lobe den Herrn aus tiefstem Herzen.

47Alles in mir jubelt vor Freude

über Gott, meinen Retter.

48Denn er wendet sich mir zu,

obwohl ich nur seine unbedeutende Dienerin bin.

Sieh doch:

Von jetzt an werden mich alle Generationen

glückselig preisen.

Maria ist eine einfache Frau aus dem Volk. Sie vertraut und baut auf Gott und stellt darum ihr Leben in seinen Dienst.
Gemeint ist: »Alle Menschen werden erkennen, welches Glück mir zuteilgeworden ist, und mich dafür ehren.«

49Denn Gott, der mächtig ist,

handelt wunderbar an mir.

Sein Name ist heilig.

50Er ist barmherzig zu denen,

die ihn ehren und ihm vertrauen –

von Generation zu Generation.

51Er hebt seinen starken Arm

und fegt die Überheblichen hinweg.

52Er stürzt die Machthaber vom Thron

und hebt die Unbedeutenden empor.

53Er füllt den Hungernden die Hände mit guten Gaben

und schickt die Reichen mit leeren Händen fort.

54Er erinnert sich an seine Barmherzigkeit

und kommt seinem Diener Israel zu Hilfe.

55So hat er es unseren Vätern versprochen:

Abraham und seinen Nachkommen

für alle Zeiten!«

Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«.


Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«.

56Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet.

Dann kehrte sie nach Hause zurück.

Nach Nazaret in Galiläa; vgl. Lukas 1,26.

Johannes wird geboren

57Für Elisabet kam die Zeit der Geburt

und sie brachte einen Sohn zur Welt.

58Ihre Nachbarn und Verwandten hörten,

dass der Herr ihr so große Barmherzigkeit erwiesen hatte.

Sie freuten sich mit ihr.


59Dann, als das Kind acht Tage alt war,

kamen sie zur Beschneidung.

Sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.

Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.
Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.

60Aber seine Mutter widersprach:

»Nein, er soll Johannes heißen!«

61Sie hielten ihr entgegen:

»Es gibt niemanden in deiner Verwandtschaft,

der so heißt.«

62Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen:

»Wie soll er heißen?«

Offensichtlich war Zacharias nicht nur stumm, sondern auch taub (vgl. Lukas 1,20).

63Er verlangte ein Wachstäfelchen

und schrieb:

»Er heißt Johannes

Darüber wunderten sich alle.

Kleine, mit Wachs beschichtete Holztafel, die zur Zeit des Neuen Testaments für kurze Notizen benutzt wurde.
Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.
Kleine, mit Wachs beschichtete Holztafel, die zur Zeit des Neuen Testaments für kurze Notizen benutzt wurde. Schreibtafeln mit Wachsschicht.
Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.

64Im selben Augenblick konnte Zacharias wieder sprechen.

Und er fing an, Gott zu loben.

Wörtlich lautet der Vers 64: »Im selben Augenblick wurde ihm der Mund geöffnet und seine Zunge gelöst. Und er redete und lobte Gott.«


65Große Furcht überkam alle,

die aus der Nachbarschaft gekommen waren.

Und im ganzen Bergland von Judäa sprach sich herum,

was geschehen war.

66Alle, die davon hörten,

machten sich darüber Gedanken.

Sie fragten sich:

»Was wird aus diesem Kind einmal werden?«

Denn offensichtlich stand es unter dem besonderen Schutz des Herrn.

Wörtlich heißt es in Vers 66: »Denn die Hand des Herrn war mit ihm.«

Zacharias lobt Gott

67Da wurde Zacharias, der Vater von Johannes,

mit Heiligem Geist erfüllt.

Er begann wie ein Prophet zu reden:

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

68»Gelobt sei der Herr, der Gott Israels!

Denn er ist seinem Volk zu Hilfe gekommen

und hat es befreit.

69Er hat uns einen starken Retter gesandt,

einen Nachkommen seines Dieners David.

70So hat Gott es von jeher angekündigt

durch den Mund seiner heiligen Propheten

71einen Retter, der uns befreit von unseren Feinden

und aus der Gewalt aller, die uns hassen.

72Damit hat Gott auch unseren Vätern seine Barmherzigkeit erwiesen.

Er hat an den heiligen Bund gedacht,

den er mit ihnen geschlossen hat.

Gemeint sind die Vorfahren des Volkes Israel (vgl. Lukas 6,23-26).
Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann.
Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. Landschaft mit dem Dankopfer Noahs

73Ja, er hat an den Eid gedacht,

den er unserem Vater Abraham geschworen hat:

74uns aus der Hand von Feinden zu retten.

Dann können wir ohne Angst Gottesdienst feiern –

Hier ist vorausgesetzt, dass die Feinde anderen Göttern dienen und deshalb den Gottesdienst für den Gott Israels nicht zulassen.

75heilig und nach seinem Willen,

in seiner Gegenwart,

solange wir leben.


76Aber auch du, Kind,

wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden.

Du wirst dem Herrn vorangehen

und die Wege für ihn bereit machen.

Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.
Lukas spielt hier auf Jesaja 40,3 an. Vgl. auch Markus 1,3 und Matthäus 3,3 sowie Lukas 3,4.
Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.

77Du schenkst seinem Volk die Erkenntnis,

dass der Herr es retten will

und ihm die Schuld vergibt.

Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.

78Unser Gott hat ein Herz voll Erbarmen.

Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe.

Vergleiche im Alten Testament aus dem Buch des Propheten Jesaja 9,1 und Jesaja 60,1-2. Gott wendet sich seinem unterdrückten Volk zu (9,1) und kommt selbst zu ihm (60,1-2).

79Es leuchtet denen,

die im Dunkel

und im Schatten des Todes leben.

Es lenkt unsere Füße auf den Weg des Friedens.«

Die Kindheit von Johannes

80Johannes wuchs heran

und nahm zu an Verstand.

Er lebte in der Wüste bis zu dem Tag,

an dem er öffentlich in Israel auftrat.

Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z.B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt.
Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z.B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. Wüste bei Jericho. Panoramabild: Wüste Juda. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium

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