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  • Die Gute Nachricht nach Johannes
  • Joh 1

Jesus Christus – das Wort Gottes

11Von Anfang an gab es den,

der das Wort ist.

Er, das Wort, gehörte zu Gott.

Und er, das Wort, war Gott in allem gleich.

Gemeint ist das Wort, durch das Gott die Welt erschaffen hat. Der griechische Begriff für Wort ist im Unterschied zum Deutschen nicht sächlich, sondern männlich: der Logos. Damit ist die Vorstellung von einer Person verbunden, die schon vor aller Schöpfung bei Gott ist. In Jesus ist dieses Wort als Mensch zur Welt gekommen.
Gemeint ist das Wort, durch das Gott die Welt erschaffen hat. Der griechische Begriff für Wort ist im Unterschied zum Deutschen nicht sächlich, sondern männlich: der Logos. Damit ist die Vorstellung von einer Person verbunden, die schon vor aller Schöpfung bei Gott ist. In Jesus ist dieses Wort als Mensch zur Welt gekommen.

2Dieses Wort gehörte von Anfang an zu Gott.

3Durch dieses Wort wurde alles geschaffen.

Und nichts, das geschaffen ist,

ist ohne dieses Wort entstanden.

4Er, das Wort, war zugleich das Leben in Person.

Und dieses Leben bedeutete

das Licht für die Menschen.

Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten.
Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten.

5Das Licht leuchtet in der Dunkelheit,

und die Dunkelheit konnte es nicht überwältigen.


6Ein Mensch trat auf,

den Gott gesandt hatte.

Er hieß Johannes.

Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.
Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.

7Dieser Mensch trat als Zeuge für das Licht auf.

Alle sollten durch ihn zum Glauben kommen.

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

8Er selbst war nicht das Licht.

Aber er sollte als Zeuge für das Licht auftreten.

9Er, der das Wort ist, war das wahre Licht.

Es ist in diese Welt gekommen

und leuchtet für alle Menschen.

»Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst.
Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.


»Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst.
Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.

10Er, das Wort, war schon immer in dieser Welt.

Diese Welt ist ja durch ihn entstanden.

Aber sie erkannte ihn nicht.

11Er kam in seine eigene Schöpfung.

Aber die Menschen,

die er geschaffen hatte,

nahmen ihn nicht auf.

Wörtlich heißt es in Vers 11: »Er kam in sein Eigentum«.
Wörtlich heißt es in Vers 11: »Aber die Menschen, die ihm gehörten, nahmen ihn nicht auf.«

12Aber wer sich ihm öffnete,

denen verlieh er das Recht,

Kinder Gottes zu werden.

– Das sind alle, die glauben,

dass er im Auftrag Gottes handelt. –

Wörtlich heißt es in Vers 12: »Das sind alle, die an seinen Namen glauben.«

13Kinder Gottes wurden sie nicht durch ihre natürliche Geburt.

Auch nicht, weil ein Mensch es wollte

oder weil sie einen Mann zum Vater haben.

Kinder Gottes wurden sie allein dadurch,

dass Gott ihnen das wahre Leben schenkt.

Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.


Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.

14Er, das Wort, wurde ein Mensch.

Er lebte bei uns,

und wir sahen seine Herrlichkeit.

Es war die Herrlichkeit,

die ihm der Vater gegeben hat –

ihm, seinem einzigen Sohn.

Er war ganz erfüllt

von Gottes Gnade und Wahrheit.

Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.
Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.


Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.
Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.

15Johannes trat als sein Zeuge auf.

Er rief:

»Diesen habe ich gemeint,

als ich sagte:

›Nach mir kommt einer,

der weit über mir steht.

Denn lange vor mir

war er schon da.‹«


16Aus seinem Reichtum

hat er uns beschenkt –

mit der Gnade,

die von Gott kommt.

Wörtlich lautet der Vers 16: »Denn aus seinem Reichtum hat er uns mit unendlicher Gnade beschenkt.«

17Durch Mose hat Gott uns das Gesetz gegeben.

Aber in Jesus Christus

ist uns Gott selbst begegnet

mit seiner ganzen Gnade und Wahrheit.

Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.

18Kein Mensch hat Gott jemals gesehen.

Nur der Eine,

der selbst Gott

und Stellvertreter des Vaters ist

der hat uns über ihn Auskunft gegeben.

Wörtlich heißt es in Vers 18: »Nur der Eine, der selbst Gott ist und an der rechten Seite des Vaters lebt, hat uns über ihn Auskunft gegeben.« Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt.

Erster Teil: Wer Jesus ist

Was Johannes über sich selbst zu sagen hat

19Und so bezeugte Johannes,

wer er selbst war:

Aus Jerusalem sandten die jüdischen Behörden

Priester und Leviten zu Johannes.

Sie sollten ihn fragen:

»Wer bist du eigentlich?«

Gemeint ist: eine polizeiliche Aussage machen, vor Gericht aussagen.
Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.
Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten.
Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.
Die Leviten haben bestimmte Aufgaben im Gottesdienst zu erfüllen. Sie gelten ebenso wie die Priester als Nachkommen des Stammvaters Levi.
Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Luftaufnahme von Jerusalem. Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen. Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem. Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.
Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten.
Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.
Die Leviten haben bestimmte Aufgaben im Gottesdienst zu erfüllen. Sie gelten ebenso wie die Priester als Nachkommen des Stammvaters Levi.

20Er antwortete frei heraus

und wahrheitsgemäß.

Er bekannte:

»Ich bin nicht der Christus

21Da fragten sie ihn:

»Wer dann?

Bist du Elija

Er sagte:

»Nein, der bin ich nicht.«

»Bist du der erwartete Prophet

Wieder antwortete er: »Nein.«

Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.
Zur Zeit von Jesus erwarteten die Juden, dass Gott am Ende der Zeit einen Propheten wie Mose schickt (vgl. 5. Mose/Deuteronomium 18,15-22). Er sollte die Fremdherrschaft der Römer beenden und mit ihm sollte eine neue Zeit der Freiheit beginnen. Von diesem Prophet ist auch in 1. Makkabäer 4,46 und 1. Makkabäer 14,41 die Rede.
Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.

22Sie fragten ihn weiter:

»Wer bist du?

Wir müssen doch denen,

die uns geschickt haben,

Auskunft geben.

Was sagst du selbst denn über dich?«

23Er antwortete:

»Ich bin,

was der Prophet Jesaja vorausgesagt hat:

Die Stimme,

die in der Wüste ertönt:

›Macht den Weg bereit für den Herrn!‹«

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes.
Johannes der Täufer zitiert hier aus Jesaja 40,3.
Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z.B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt.


Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes.
Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z.B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. Wüste bei Jericho. Panoramabild: Wüste Juda. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium

24Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer.

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

25Sie fragen ihn:

»Warum taufst du überhaupt,

wenn du weder der Christus bist

noch Elija

oder der Prophet

Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben.

26Johannes antwortete ihnen:

»Ich taufe nur mit Wasser.

Aber mitten unter euch steht schon einer,

den ihr noch nicht kennt.

27Er kommt nach mir.

Ich bin nicht einmal wert,

die Riemen seiner Sandalen aufzuschnüren.«

Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen.


Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. Eine Sandale aus der Zeit des Neuen Testaments. Römischer Soldat in Rüstung.

28Das alles geschah in Betanien,

auf der anderen Seite des Jordans.

Dort taufte Johannes.

Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs.
Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel.
Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium
Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. Blick auf den Jordan im Quellgebiet. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium

Was Johannes über Jesus zu sagen hat

29Am nächsten Tag sieht Johannes

Jesus zu sich kommen.

Da sagt er:

»Sieh doch!

Das ist das Lamm Gottes.

Es nimmt die Schuld dieser Welt weg!

Bild, das Jesus mit einem Lamm vergleicht, das als Opfertier geschlachtet werden soll und seinen Tod stumm und ohne sich zu wehren erleidet.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Bild, das Jesus mit einem Lamm vergleicht, das als Opfertier geschlachtet werden soll und seinen Tod stumm und ohne sich zu wehren erleidet.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.

30Das ist der,

von dem ich gesagt habe:

›Nach mir kommt einer,

der weit über mir steht.

Denn lange vor mir

war er schon da.‹

31Auch ich kannte ihn nicht.

Aber damit er Israel bekannt wird,

bin ich gekommen

und taufe mit Wasser.«

Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.


Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.

32Und Johannes bezeugte:

»Ich sah den Geist Gottes

wie eine Taube vom Himmel herabkommen

und bei ihm bleiben.

Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.
Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.

33Auch ich kannte ihn nicht.

Aber der, der mich beauftragt hat

mit Wasser zu taufen,

hat zu mir gesagt:

›Der, auf den du den Geist herabkommen

und bei ihm bleiben siehst –

der ist es.

Er tauft mit dem Heiligen Geist.‹

Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.
Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.

34Ich habe es gesehen

und kann bezeugen:

Er ist der Sohn Gottes

Die ersten Jünger

35Am nächsten Tag

stand Johannes wieder da.

Zwei von seinen Jüngern waren bei ihm.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

36Da kam Jesus vorbei.

Als Johannes ihn erblickte,

sagte er:

»Seht doch!

Das ist das Lamm Gottes

37Die beiden Jünger hörten diese Worte

und folgten Jesus.

38Jesus drehte sich um.

Er sah, dass sie ihm folgten,

und fragte sie:

»Was wollt ihr?«

Sie antworteten ihm:

»Rabbi«

– das heißt übersetzt ›Lehrer‹ –,

»wo wohnst du?«

Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer.
Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. In den frühchristlichen Gemeinden Bezeichnung für ein Amt. Der Lehrer gibt die Überlieferung von Jesus weiter und lehrt die rechte Art und Weise zu leben.
Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer.
Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. In den frühchristlichen Gemeinden Bezeichnung für ein Amt. Der Lehrer gibt die Überlieferung von Jesus weiter und lehrt die rechte Art und Weise zu leben.

39Er forderte sie auf:

»Kommt und seht selbst!«

Da gingen sie mit

und sahen, wo er wohnte.

Sie blieben den ganzen Tag bei ihm.

Das geschah etwa um die zehnte Stunde.

16:00 Uhr.


40Andreas war einer von den beiden Jüngern,

die Johannes gehört hatten

und Jesus gefolgt waren.

Andreas war der Bruder von Simon Petrus.

»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.
»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.

41Er traf zuerst seinen Bruder Simon

und sagte zu ihm:

»Wir haben den Messias gefunden«

– das heißt übersetzt ›den Christus‹.

42Er brachte Simon zu Jesus.

Jesus schaute ihn an und sagte:

»Du bist Simon,

der Sohn des Johannes.

Dich wird man Kephas nennen«

– das bedeutet Petrus.

Philippus und Natanaël

43Am nächsten Tag

wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen.

Da traf er Philippus.

Jesus sagt zu ihm:

»Folge mir!«

Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.
Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission

44Philippus kam aus Betsaida,

das ist die Stadt,

aus der auch Andreas und Petrus stammten.

Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus.


Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. Umgebung von Betsaida Gedenkstein an der Ausgrabungsstätte von Betsaida Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium

45Philippus sucht Natanaël auf

und sagt zu ihm:

»Wir haben den gefunden,

von dem Mose im Gesetz geschrieben hat

und den die Propheten angekündigt haben.

Es ist Jesus,

der Sohn von Josef.

Er kommt aus Nazaret

Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.
Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. Panoramabild: Blick auf die heutige Stadt Nazaret. Blick auf die heutige Stadt Nazaret. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission

46Da fragte ihn Natanaël:

»Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen?«

Philippus antwortete ihm:

»Komm und sieh selbst!«


47Als Jesus Natanaël zu sich kommen sah,

sagte er über ihn:

»Seht doch!

Das ist ein wahrer Israelit;

ein durch und durch aufrichtiger Mann!«

48Da fragte ihn Natanaël:

»Woher kennst du mich?«

Jesus antwortete ihm:

»Bevor Philippus dich rief,

sah ich dich unter dem Feigenbaum

Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln.
Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. Feigen an einem Baum.

49Natanaël erwiderte:

»Rabbi, du bist der Sohn Gottes.

Du bist der König Israels

50Jesus antwortete ihm:

»Nur weil ich dir gesagt habe,

dass ich dich unter dem Feigenbaum sah,

glaubst du schon?

Du wirst noch viel größere Dinge zu sehen bekommen!«

51Und er sagte zu ihm:

»Amen, amen, das sage ich euch:

Ihr werdet den Himmel offen sehen.

Und die Engel Gottes

werden vom Menschensohn zum Himmel hinauf-

und von dort wieder zu ihm herabsteigen

Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!«
Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.
Jesus spielt auf den Traum Jakobs in 1. Mose/Genesis 28,10-17 an. Darin sieht Jakob die Engel auf einer Treppe zum Himmel hinauf- und wieder herabsteigen und erkennt, das dieser Ort das »Tor zum Himmel« ist.
Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!«
Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.

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