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  • Die Geschichte der Apostel
  • Apg 2,46-47

Die Gute Nachricht in Jerusalem

Pfingsten: Der Heilige Geist kommt

21Dann kam der Pfingsttag.

Alle, die zu Jesus gehört hatten,

waren an einem Ort versammelt.

Wörtlich heißt es in Vers 1: »Dann kam der fünfzigste Tag«. Gemeint ist der fünfzigste (Griechisch: _Pentekoste_, aus dem das deutsche Wort _Pfingsten_ entstanden ist) Tag nach dem Passafest. An diesem Tag wird das jüdische Wochenfest gefeiert.
Gemeint sind alle, die nach Apostelgeschichte 1,14 den Kern der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem bildeten: die Apostel, die Frauen und die Geschwister von Jesus. Dazu eine weitere Anzahl von nicht näher bestimmten Personen, aus deren Kreis Matthias nachgewählt worden war.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

2Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen

wie von einem starken Wind.

Das Rauschen erfüllte das ganze Haus,

in dem sie sich aufhielten.

Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.
Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer. Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses

3Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen.

Die verteilten sich

und ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder.

4Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt.

Sie begannen,

in fremden Sprachen zu reden –

ganz so,

wie der Geist es ihnen eingab.

Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.
Das durch den Heiligen Geist bewirkte Reden in einer fremden, dem Sprecher vielleicht völlig unbekannten Sprache oder auch in einer völlig unbekannten Ausdrucksweise.


Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.
Das durch den Heiligen Geist bewirkte Reden in einer fremden, dem Sprecher vielleicht völlig unbekannten Sprache oder auch in einer völlig unbekannten Ausdrucksweise.

5In Jerusalem lebten auch fromme Juden aus aller Welt,

die sich hier niedergelassen hatten.

Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.
Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt.
Mit dem zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Luftaufnahme von Jerusalem. Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen. Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem. Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.
Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt.

6Als das Rauschen einsetzte,

strömten sie zusammen.

Sie waren verstört,

denn jeder hörte sie

in seiner eigenen Sprache reden.

7Erstaunt und verwundert sagten sie:

»Sind das denn nicht alles Leute aus Galiläa,

die hier reden?

Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.
Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. Das Land der Bibel – Oberflächengestalt Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission

8Wie kommt es,

dass jeder von uns

sie in seiner Muttersprache reden hört?

9Wir kommen aus Persien, Medien und Elam.

Wir stammen aus Mesopotamien,

Judäa, Kappadozien,

aus Pontus und der Provinz Asien,

Gebirgslandschaft östlich des persischen Golfs im heutigen Iran.
Gebiet im Gebirgsland östlich von Assyrien im Nordwesten des heutigen Iran.
Gebiet östlich von Babylonien, entspricht ungefähr dem heutigen Südwest-Iran.
Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte.
Römische Provinz im östlichen Teil Kleinasiens.
Gebiet im Nordosten Kleinasiens am Schwarzen Meer.
Die römische Provinz Asien (griechisch Asia) umfasste den westlichen Teil von Kleinasien (heute Türkei) mit der Hauptstadt Ephesus.
Gebirgslandschaft östlich des persischen Golfs im heutigen Iran.
Gebiet im Gebirgsland östlich von Assyrien im Nordwesten des heutigen Iran.
Gebiet östlich von Babylonien, entspricht ungefähr dem heutigen Südwest-Iran.
Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom
Römische Provinz im östlichen Teil Kleinasiens.
Gebiet im Nordosten Kleinasiens am Schwarzen Meer. Der Nahe Osten Die Reisen des Paulus – 2. Reise
Die römische Provinz Asien (griechisch Asia) umfasste den westlichen Teil von Kleinasien (heute Türkei) mit der Hauptstadt Ephesus. Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom

10aus Phrygien und Pamphylien.

Aus Ägypten und der Gegend von Zyrene in Libyen,

ja sogar aus Rom sind Besucher hier.

Gebiet im Hochland Zentralanatoliens.
Gebiet an der Südküste Kleinasiens.
Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur.
Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt.
Gebiet in Nordafrika, westlich von Ägypten.
Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft.
Gebiet im Hochland Zentralanatoliens. Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise
Gebiet an der Südküste Kleinasiens. Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom
Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur.
Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt.
Gebiet in Nordafrika, westlich von Ägypten. Der Nahe Osten
Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Das Kolosseum in Rom. Römischer Soldat in Rüstung. Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom

11Wir sind Juden von Geburt an

und Fremde,

die zum jüdischen Glauben übergetreten sind.

Auch Kreter und Araber sind dabei.

Wir alle hören diese Leute

in unseren eigenen Sprachen erzählen,

was Gott Großes getan hat.«

Kreter und Araber stehen stellvertretend für Insel- und Wüstenbewohner und repräsentieren die Bewohner des römischen Reiches in West und Ost.

12Erstaunt und ratlos sagte einer zum anderen:

»Was hat das wohl zu bedeuten?«

13Wieder andere spotteten:

»Die haben zu viel neuen Wein getrunken!«

Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand.
Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. Weinrebe mit Trauben.

Die Pfingstpredigt des Apostels Petrus

14Da trat Petrus vor die Menge

und mit ihm die anderen elf Apostel.

Mit lauter Stimme rief er ihnen zu:

»Ihr Männer von Judäa!

Bewohner von Jerusalem!

Lasst euch erklären,

was hier vorgeht,

und hört mir gut zu!

»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.
Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.
Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren.
»Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.
Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.

15Diese Leute sind nicht betrunken,

wie ihr meint.

Es ist ja erst die dritte Stunde des Tages.

9:00 Uhr.

16Nein, was hier geschieht,

hat der Prophet Joel vorhergesagt:

Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Das folgende Zitat stammt aus Joel 3,1-5.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

17›Gott spricht:

Das wird in den letzten Tagen geschehen:

Ich werde meinen Geist über alle Menschen ausgießen.

Eure Söhne und eure Töchter werden als Propheten reden.

Eure jungen Männer werden Visionen schauen

und eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.

Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an.
Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes.
Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an.
Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes.

18Über alle, die mir dienen,

Männer und Frauen,

werde ich in diesen Tagen meinen Geist ausgießen.

Und sie werden als Propheten reden.

19Ich werde Wunder tun droben am Himmel.

Und ich werde Zeichen erscheinen lassen unten auf der Erde:

Blut und Feuer

und dichte Rauchwolken.

Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.
Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.
Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.
Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.

20Die Sonne wird sich verfinstern,

und der Mond wird sich in Blut verwandeln.

Dies alles geschieht,

bevor der große und prächtige Tag des Herrn anbricht.

Der »große und prächtige Tag des Herrn« ist der Tag, an dem Jesus, der Menschensohn, wiederkommt. Das ist gleichzeitig der Tag, an dem Gott über die Welt Gericht hält. Vgl. Lukas 21,5-36, insbesondere Lukas 21,10-11 und Lukas 21,25-26.

21Jeder, der dann den Namen des Herrn anruft,

wird gerettet werden!‹

Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.
Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.


Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.
Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.

22Ihr Männer von Israel,

hört diese Worte:

Es geht um Jesus, den Nazoräer.

Gott selbst hat euch gezeigt,

wer er war.

Mitten unter euch hat Gott durch ihn

machtvolle Taten,

Wunder und Zeichen geschehen lassen.

Das wisst ihr ja selbst!

Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus)
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus)

23Es war Gottes Wille und Plan,

dass dieser Mann euch schutzlos ausgeliefert war.

Und ihr habt ihn ans Kreuz schlagen

und umbringen lassen –

von Menschen,

die das Gesetz Gottes nicht kennen.

Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. Felsspalte im Innern der Grabeskirche. Kreuz im Inneren der Grabeskirche.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.

24Aber Gott hat ihn auferweckt

und aus der Gewalt des Todes befreit.

Denn der Tod hatte keine Macht über ihn

und konnte ihn nicht festhalten.

Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.
Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

25Deshalb legt ihm schon David

die Worte in den Mund:

›Der Herr steht mir immer vor Augen.

Mit ihm an meiner Seite falle ich nicht.

David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
Das Zitat stammt aus Psalm 16,8-11.
David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).

26Darum ist mein Herz so fröhlich,

und mein Mund jubelt vor Freude.

Selbst wenn mein Leib im Grab liegt,

gibt es noch Hoffnung.

Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln.
Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen.

27Ja, du gibst mich nicht dem Totenreich preis.

Du lässt nicht zu,

dass dein treuer Diener verwest.

Wörtlich heißt es in Vers 27: »meine Seele«. Die Seele steht für den ganzen Menschen.
In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.
In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.

28Du zeigst mir Wege zum Leben.

Ungetrübte Freude finde ich in deiner Gegenwart.‹


29Ihr Brüder!

Ich darf hier ja ganz offen sprechen:

Unser Stammvater David ist damals gestorben

und wurde begraben.

Sein Grab ist noch heute bei uns zu sehen.

Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.
Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. Ein Felsengrab bei der Ortschaft Betfage. Das Gartengrab in Jerusalem. Seitenansicht eines Rollsteingrabs. Innenansicht eines Einzelgrabs. Grundriss eines Gemeinschaftsgrabs.

30Er war ein Prophet.

Er wusste:

Gott hatte ihm feierlich geschworen,

einen seiner Nachkommen

auf seinen Thron zu setzen.

Gemeint ist hier der messianische König, der in Gottes Auftrag regiert und Israel von der Herrschaft der fremden Völker befreit.

31Weil David das vorausgesehen hat,

konnte er über die Auferstehung des Christus sagen:

›Er wurde nicht dem Totenreich überlassen

und sein Körper verweste nicht.‹

Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.

32David hat hier von Jesus gesprochen.

Den hat Gott auferweckt.

Dafür sind wir alle Zeugen.

33Er ist emporgehoben worden,

sodass er an der rechten Seite Gottes sitzt.

Er hat vom Vater die versprochene Gabe erhalten:

den Heiligen Geist.

Den hat er über uns ausgegossen.

Und genau das ist es,

was ihr hier seht und hört.

Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt.

34Denn nicht David ist

in den Himmel hinaufgestiegen.

Er sagt ja selbst:

›Gott, der Herr, sprach zu meinem Herrn:

Setze dich an meine rechte Seite,

Das Zitat stammt aus Psalm 110,1. Denselben Psalm hatte nach Lukas 20,43-44 auch schon Jesus selbst zitiert.
Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.
Nach der Auslegung von Petrus spricht David hier von Jesus als seinem Herrn.

35während ich deine Feinde zu Boden werfe.

Ich mache sie zum Schemel für deine Füße.‹

36Daran soll ganz Israel

mit unerschütterlicher Gewissheit erkennen:

Diesen Jesus,

den ihr gekreuzigt habt,

hat Gott zum Herrn und Christus gemacht.«

Die Wirkung der Predigt

37Mit seinen Worten traf Petrus die Zuhörer mitten ins Herz.

Sie fragten ihn und die anderen Apostel:

»Ihr Brüder,

was sollen wir tun?«

38Petrus antwortete ihnen:

Ȁndert euer Leben!

Lasst euch alle taufen

auf den Namen von Jesus Christus.

Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben

und euch den Heiligen Geist schenken.

Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.

39Diese Zusage gilt für euch

und eure Kinder.

Und sie gilt für alle Menschen,

die jetzt noch fern sind.

Denn der Herr, unser Gott,

wird sie zum Glauben an Jesus hinzurufen.«

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.


»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

40Mit diesen und noch vielen weiteren Worten

beschwor Petrus die Leute

und ermahnte sie:

»Lasst euch retten!

Wendet euch ab von dieser Generation,

die durch und durch schuldbeladen ist!«

Gemeint ist die Schuld, die Menschen durch die Kreuzigung von Jesus auf sich geladen haben.

41Viele nahmen die Botschaft an,

die Petrus verkündet hatte,

und ließen sich taufen.

Ungefähr 3000 Menschen

kamen an diesem Tag zur Gemeinde dazu.

Das Leben der Gemeinde

42Die Menschen, die zum Glauben gekommen waren,

trafen sich regelmäßig.

Sie ließen sich von den Aposteln unterweisen,

pflegten ihre Gemeinschaft,

brachen das Brot

und beteten.

Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls.
Zur Zeit von Jesus trafen sich die Juden mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet. Die frühen Christen übernahmen diesen Brauch.
Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls.
Zur Zeit von Jesus trafen sich die Juden mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet. Die frühen Christen übernahmen diesen Brauch.

43Die Menschen in Jerusalem wurden von Furcht ergriffen.

Denn durch die Apostel

geschahen viele Wunder und Zeichen.

44Alle Glaubenden hielten zusammen

und verfügten gemeinsam über ihren Besitz.

45Immer wieder verkauften sie Grundstücke

oder sonstiges Eigentum.

Sie verteilten den Erlös an alle Bedürftigen –

je nachdem,

wie viel jemand brauchte.

46Tag für Tag versammelten sie sich als Gemeinschaft im Tempel.

In den Häusern hielten sie die Feier des Brotbrechens

und teilten das Mahl voll Freude

und in aufrichtiger Herzlichkeit.

Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.
Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. Blick auf ein Modell des Tempels in Jerusalem zur Zeit von Jesus. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.

47Sie lobten Gott

und waren beim ganzen Volk beliebt.

Der Herr ließ täglich

weitere Menschen zur Gemeinde hinzukommen,

die gerettet werden sollten.

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