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  • Der erste Brief an die Korinther
  • 1.Kor 11,23-26

111Nehmt mich zum Vorbild,

wie ich Christus zum Vorbild nehme!

Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.

Missstände im Gottesdienst

Anweisungen für die Frauen: Den Kopf im Gottesdienst verhüllen

2Ich muss euch loben:

Ihr denkt stets an mich

und haltet an den Überlieferungen fest,

die ich euch weitergegeben habe.

3Ich möchte aber,

dass ihr Folgendes wisst:

Über jedem Mann steht Christus als sein Haupt,

über der Frau ihr Mann als ihr Haupt.

Über Christus aber steht Gott als sein Haupt.

Das Haupt weist den Weg, den der ganze Mensch folgen soll!

4Ein Mann entehrt sein Haupt,

wenn er beim Beten

oder bei der prophetischen Rede

seinen Kopf bedeckt.

Reden des Menschen mit Gott.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Reden des Menschen mit Gott.
Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

5Eine Frau dagegen entehrt ihr Haupt,

wenn sie beim Beten

oder bei der prophetischen Rede

ihren Kopf nicht verhüllt.

Denn das ist genauso,

als ob sie kahl geschoren wäre.

6Wenn eine Frau sich nicht verhüllen will,

soll sie sich die Haare doch gleich abschneiden lassen!

Nun ist es aber für die Frau eine Schande,

wenn sie die Haare abgeschnitten bekommt.

Genauso wenn ihr Kopf kahl geschoren wird.

Deshalb soll sie sich lieber verhüllen!


7Der Mann soll seinen Kopf nicht verhüllen.

Denn er ist Abbild Gottes

und spiegelt dessen Herrlichkeit wider.

Die Frau dagegen

spiegelt die Herrlichkeit des Mannes wider.

Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.
Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.

8Denn der Mann wurde nicht aus der Frau geschaffen,

sondern die Frau aus dem Mann.

Paulus bezieht sich auf 1. Mose/Genesis 2,21-23.

9Der Mann wurde auch nicht für die Frau erschaffen,

sondern die Frau für den Mann.

10Deshalb –

und wegen der Engel

soll die Frau ihren Kopf verhüllen

als Zeichen für die Vollmacht dessen,

der über ihr steht.

Die Engel sind als Diener Gottes beim Gottesdienst anwesend und wachen über die Einhaltung der göttlichen Ordnung. Vgl. auch die griechische Übersetzung von Psalm 138,1: »ich will dich preisen vor den Engeln«.

11In Verbundenheit mit dem Herrn gilt:

Es gibt die Frau nicht ohne den Mann

und den Mann nicht ohne die Frau.

Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.
Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.

12Denn wie die Frau aus dem Mann geschaffen ist,

so wird der Mann von der Frau geboren.

Aber alles kommt von Gott her.


13Urteilt selbst:

Gehört es sich,

dass eine Frau ohne Kopfbedeckung zu Gott betet?

14Das lehrt euch doch schon die Natur:

Es ist eine Schande für einen Mann,

die Haare lang zu tragen.

15Aber für eine Frau ist es eine Ehre,

lange Haare zu haben.

Sie hat das Haar ja als Umhang bekommen.

16Falls aber wirklich noch jemand

auf seiner Meinung beharren will,

kann ich nur sagen:

So etwas ist weder bei uns

noch bei den Gemeinden Gottes üblich.

Missstände bei der Feier des Abendmahls

17Aber da ist noch eine Sache,

zu der ich euch Anweisungen geben muss.

Und in dieser Hinsicht kann ich euch nicht loben:

Ihr kommt nämlich nicht zu eurem Wohl zusammen,

sondern zu eurem Schaden!

18Vor allem geht es um Folgendes:

Wie ich höre,

gibt es verschiedene Lager,

wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt.

Zum Teil glaube ich das auch.

19Es kann ja gar nicht anders sein,

als dass es verschiedene Parteien bei euch gibt.

Nur so zeigt sich,

wer von euch sich bewährt.

20Wenn ihr zusammenkommt,

hat das nichts

mit dem vom Herrn eingesetzen Mahl zu tun.

Christliche Mahlfeier zur Erinnerung an das Abschiedsmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod am Kreuz feierte.
Christliche Mahlfeier zur Erinnerung an das Abschiedsmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod am Kreuz feierte.

21Denn wenn es ans Essen geht,

hält jeder sein eigenes Mahl.

Der eine ist noch hungrig,

der andere schon betrunken.

Im Gegensatz zum gemeinschaftlichen Mahl, das der Herr eingesetzt hat. Es ist nicht sicher zu entscheiden, ob die Korinther dabei zeitlich nacheinander (die einen früher, die anderen – vor allem die Ärmeren – später) gegessen haben, oder ob jeder nur seine selbst mitgebrachten Speisen verzehrt hat.

22Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken?

Oder missachtet ihr die Gemeinde Gottes

und wollt die herabsetzen,

die nichts dabeihaben?

Was soll ich zu euch sagen?

Soll ich euch dafür etwa noch loben?

Nein, dafür lobe ich euch nicht!

Die Überlieferung vom letzten Abendmahl

23Denn ich habe selbst vom Herrn

eine Überlieferung empfangen.

Und die habe ich euch weitergegeben:


In der Nacht,

in der er verraten wurde,

nahm der Herr Jesus das Brot.

Die Worte von Jesus stehen so fast wörtlich in Lukas 22,19-20. Der ganze Bericht über das Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern wird auch in Matthäus 26,26-30; Markus 14,22-25 und Lukas 22,14-20 erzählt. Im Johannesevangelium finden sich ähnliche Worte im Zusammenhang der Rede von Jesus über das Brot des Lebens in Johannes 6,52-59.
Gemeint ist der Verrat durch Judas (Matthäus 26,14-16; Markus 14,10-11; Lukas 22,3-6; Johannes 13,21-30) und die Verhaftung von Jesus (Matthäus 26,47-50; Markus 14,43-47; Lukas 22,47-48; Johannes 18,1-9).
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel Verschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten.

24Er sprach das Dankgebet,

brach das Brot in Stücke

und sagte:

»Das ist mein Leib für euch.

Tut das immer wieder

zur Erinnerung an mich!«

In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott.
In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott.

25Genauso nahm Jesus nach dem Essen den Becher

und sagte:

»Dieser Becher steht für den neuen Bund,

den Gott mit den Menschen schließt.

Er kommt zustande durch mein Blut.

Tut das immer wieder,

sooft ihr aus dem Becher trinkt,

zur Erinnerung an mich!«

Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren.
Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann.
Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.
Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. Trinkschalen aus alttestamentlicher Zeit Trinkkelche aus alttestamentlicher Zeit Silberne Trinkgefäße aus Ägypten Becher aus neutestamentlicher Zeit.
Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. Landschaft mit dem Dankopfer Noahs
Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.

26Denn sooft ihr dieses Brot esst

und aus diesem Becher trinkt,

verkündet ihr den Tod des Herrn

so lange, bis er wiederkommt!

Anweisungen zur Feier des Abendmahls

27Deshalb gilt:

Wer auf unwürdige Weise das Brot isst

oder aus dem Becher des Herrn trinkt,

der macht sich schuldig –

und zwar am Leib und am Blut des Herrn.

Z.B. so wie in 1. Korinther 11,20-22 geschildert.

28Jeder Mensch soll das für sich selbst überprüfen!

Und nur wenn er besteht,

soll er vom Brot essen

und aus dem Becher trinken!

29Denn wer isst und trinkt,

ohne zu beachten,

dass es sich um den Leib des Herrn handelt –

für den gilt:

Mit diesem Essen und Trinken

spricht er sich selbst das Urteil.

30Das ist auch der Grund,

warum es bei euch so viele Schwache und Kranke gibt.

Ja, manche sind sogar schon gestorben.


31Würden wir uns selbst richtig prüfen,

dann müsste der Herr nicht das Urteil über uns sprechen.

32Sein Urteil dient dazu,

uns zurechtzuweisen.

Damit verhindert er,

dass wir zusammen mit dieser Welt

endgültig verurteilt werden.

Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.


Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.

33Deshalb, liebe Brüder und Schwestern,

gebe ich euch die Anweisung:

Wartet aufeinander,

wenn ihr zum Essen zusammenkommt!

Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.
Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde.

34Wer Hunger hat,

soll zu Hause essen,

damit eure Zusammenkunft nicht

zu eurer Verurteilung führt.


Alles Weitere werde ich regeln,

wenn ich komme.

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