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  • 1. Samuel
  • 1.Sam 17,1-9517

David und Goliat

1717Isai sagte zu seinem Sohn David:

»Nimm diesen Sack mit gerösteten Getreidekörnern

und dazu diese zehn Brote für deine Brüder!

Bring sie schnell ins Heerlager zu deinen Brüdern!

Davids Vater, der zum Familienverband Efrata in Betlehem gehört.
Bedeutender König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder.
Reifer Weizen, den man am Feuer röstete, war neben Brot ein beliebtes Nahrungsmittel.
Bedeutender König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder.

18Und diese zehn Laib Käse bringst du dem Hauptmann.

Dann sieh nach deinen Brüdern, ob es ihnen gut geht,

und lass dir ein Lebenszeichen von ihnen geben!«

19Saul aber, Davids Brüder und die Männer aus Israel

standen im Kampf mit den Philistern

im Terebinthen-Tal.

Israelitischer Heerführer und erster König in Israel.
Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag im heutigen Gazastreifen.
Talebene zwischen Mittelmeerküste und dem Gebirge Juda, ca. 20 km südwestlich von Betlehem.


Israelitischer Heerführer und erster König in Israel.
Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag im heutigen Gazastreifen. Darstellung des Kopfes und der Haartracht eines Philisters.
Talebene zwischen Mittelmeerküste und dem Gebirge Juda, ca. 20 km südwestlich von Betlehem.

20Früh am Morgen übergab David seine Schafherde

einem anderen Hirten, der auf sie aufpassen sollte.

Dann packte er die Lebensmittel ein und ging los,

wie es ihm sein Vater Isai aufgetragen hatte.

Als er zum Lagerplatz des Heeres kam,

rückte es gerade in Schlachtordnung aus.

Dabei stimmte es ein lautes Kriegsgeschrei an.

21Israel und die Philister standen sich gegenüber,

Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.

22David übergab die Vorräte, die er dabei hatte,

einem Wachposten, der auf sie aufpasste.

Dann lief er nach vorn bis in die Schlachtreihe

und begrüßte seine Brüder.

23Während er noch mit ihnen redete,

trat einer aus den Reihen der Philister hervor:

Es war Goliat, der Einzelkämpfer der Philister,

der aus der Stadt Gat stammte.

Der forderte Israel in seiner üblichen Weise heraus,

und David hörte es.

Einzelkämpfer im Heer der Philister. Er wurde wegen seiner Größe und Stärke gefürchtet.
Eine der fünf Hauptstädte der Philister.
Einzelkämpfer im Heer der Philister. Er wurde wegen seiner Größe und Stärke gefürchtet.
Eine der fünf Hauptstädte der Philister.

24Als alle Soldaten Israels den Mann sahen,

wichen sie aus lauter Angst vor ihm zurück.

25Die Israeliten sprachen untereinander:

»Habt ihr diesen Mann gesehen, wie er daherkommt?

Er kommt nur, um Israel lächerlich zu machen.

Gibt es einen Mann, der ihn erschlagen kann?

Der König wird ihm dafür ein Vermögen schenken.

Er wird ihm seine Tochter zur Frau geben

und die Familie von Steuern in Israel befreien.«


26David fragte die Soldaten, die bei ihm standen:

»Was bekommt der Mann, der den Philister erschlägt

und so die Schande von Israel nimmt?

Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister,

dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes

lächerlich machen darf?«

Verächtliche Bezeichnung für die Philister, die im Gegensatz zu den Israeliten die Beschneidung nicht kannten.

27Die Truppe gab ihm dieselbe Auskunft:

»Das und das bekommt der Mann, der ihn erschlägt!«

28Sein ältester Bruder Eliab hörte zu,

wie David mit den Soldaten redete.

Eliab ärgerte sich über David und sagte:

»Warum bist du überhaupt hierher gekommen?

Und wem hast du deine wenigen Schafe übergeben,

damit du sie in der Wüste zurücklassen kannst?

Ich kenne doch deine vorlaute und freche Art!

Du bist gekommen, um dir den Krieg anzusehen.«

29David antwortete: »Was habe ich denn getan?

Es war doch nur eine Frage!«

30Er drehte sich um und fragte einen anderen.

Die Truppe gab ihm dieselbe Auskunft wie zuvor.

Israels König ruft David zu sich

31Es sprach sich herum, wie David geredet hatte.

Und man berichtete auch Saul davon.

Daraufhin ließ er ihn holen.

32David sagte zu Saul:

»Mein Herr verliere nicht den Mut wegen dem da!

Dein Knecht wird hingehen

und mit diesem Philister kämpfen.«

33Saul antwortete David: »Auf keinen Fall!

Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen

und mit ihm kämpfen.

Du bist ja noch ein unerfahrener Junge,

er ist dagegen von Jugend an ein geübter Kämpfer.«

34David erwiderte:

»Als Hirte war dein Knecht

bei den Schafen seines Vaters.

Es kam vor, dass ein Löwe oder ein Bär

die Herde überfiel und ein Lamm rauben wollte.

In der Antike gab es in den Gebirgen Palästinas noch Bären. Das Raubtier wurde neben dem Löwen besonders gefürchtet.
In der Antike gab es in den Gebirgen Palästinas noch Bären. Das Raubtier wurde neben dem Löwen besonders gefürchtet.

35Da lief ich hinterher, schlug auf ihn ein

und rettete das Tier aus seinem Rachen.

Wenn er dann auf mich losgehen wollte,

packte ich ihn an der Mähne und schlug ihn tot.

36Den Löwen wie den Bären hat dein Knecht erledigt.

Und genauso soll es dem Philister ergehen,

diesem unbeschnittenen Kerl!

Denn er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gottes

lächerlich gemacht.«

37Und David sagte:

»Der HERR war es, der mich aus den Tatzen des Löwen

und des Bären gerettet hat.

Er wird mich auch aus der Hand des Philisters retten!«

Darauf sagte Saul zu David:

»Geh hin, der HERR wird mit dir sein!«


38Saul wollte David seine eigene Rüstung anlegen.

Er setzte ihm den Helm aus Bronze auf den Kopf

und zog ihm den Brustpanzer an.

Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet.
Eine Art Hemd mit aufgenähten Metallplättchen, das als Schutz im Kampf getragen wurde.
Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet.
Eine Art Hemd mit aufgenähten Metallplättchen, das als Schutz im Kampf getragen wurde. Römischer Soldat in Rüstung.

39Sein Schwert sollte David über der Rüstung tragen.

So ausgestattet, versuchte er zu gehen.

Aber er war es nicht gewohnt.

David sagte zu Saul:

»Ich kann damit nicht gehen,

denn ich bin es nicht gewohnt!«

Also musste er alles wieder ausziehen.

Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen.
Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. Zweischneidiger Kurzdolch. Römischer Soldat in Rüstung.

40David nahm nur einen Stock in seine Hand

und suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bachbett.

Die steckte er ein, er tat sie in seine Hirtentasche.

Dann zog er mit der Schleuder in seiner Hand

dem Philister entgegen.

Ein Lederband, in das ein Stein eingelegt und das geschwungen wurde. Durch die Freigabe eines der Enden konnte das Geschoss ca. 200 Meter weit geschleudert werden.
Ein Lederband, in das ein Stein eingelegt und das geschwungen wurde. Durch die Freigabe eines der Enden konnte das Geschoss ca. 200 Meter weit geschleudert werden.

David im Zweikampf mit dem Philister

41Auch der Philister ging los und näherte sich David.

Vor ihm lief ein Mann, der seinen Schild trug.

Abwehrwaffe in der Schlacht und Sinnbild für Gottes Schutz.
Abwehrwaffe in der Schlacht und Sinnbild für Gottes Schutz. Assyrische Soldaten mit Rundschild auf einem Streitwagen

42Als der Philister sah, wer ihm da entgegenkam,

hatte er nur Verachtung für David übrig.

Denn der war ja nur ein unerfahrener Junge,

mit brauner Haut und von schöner Gestalt.

43Der Philister schrie David zu:

»Bin ich denn ein Hund,

dass du mit Stöcken zu mir kommst?«

Dann verfluchte er David bei seinen Göttern.

Hier als Schimpfwort verwendet, so wie man im alten Orient die vielen herrenlos umherschweifenden Hunde verachtete.

44Und der Philister schrie David zu:

»Komm nur her zu mir!

Ich gebe dein Fleisch den Aasgeiern am Himmel

und den Raubtieren auf dem Feld zu fressen.«

45David aber erwiderte dem Philister:

»Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Speer.

Ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaot.

Er ist der Gott der Schlachtreihen Israels.

Du hast sie lächerlich gemacht.

Der Beiname bedeutet »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.
Der Beiname bedeutet »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.

46Heute wird der HERR dich in meine Gewalt geben.

Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen.

Auch das Heer der Philister wird heute erschlagen.

Ich gebe ihre Leichen den Aasgeiern am Himmel

und den Raubtieren auf der Erde zu fressen.

Dann wird die ganze Welt erkennen:

Es gibt einen Gott, der für Israel kämpft.

47Dann werden alle feindlichen Heere erkennen:

Der HERR rettet nicht durch Schwert und Lanze.

Denn der HERR bestimmt den Ausgang der Schlacht.

Und er wird euch in unsere Gewalt geben.«


48Da ging der Philister los

und kam direkt auf David zu.

Sofort trat David aus der Schlachtreihe

und lief dem Philister entgegen.

49Dabei steckte David seine Hand in die Tasche,

zog einen Stein heraus und schleuderte ihn.

Er traf den Philister am Kopf.

Der Stein durchschlug seine Stirn,

sodass er mit dem Gesicht zu Boden stürzte.

50Nur mit Schleuder und Stein

war David stärker als der Philister.

Er besiegte den Philister und tötete ihn.

Ein Schwert hatte David dazu nicht gebraucht.

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