Orientierungshilfen

Heutige Bibeln enthalten eine ganze Reihe von Orientierungshilfen und zusätzlichen Informationen. Wer sie zu nutzen weiß, findet sich nicht nur schneller zurecht, sondern hat auch zahlreiche Hilfen zum besseren Verständnis des Bibeltextes zur Hand. 

Buchtitel

Jedes Buch der Bibel hat einen Titel. Er gibt den Namen des Buches an. Es gibt unterschiedliche Schreibweisen der Namen, die meisten neueren Übersetzungen richten sich jedoch nach den so genannten "Loccumer Richtlinien". Manchmal gibt es mehrere Bücher mit dem gleichen Namen. Sie sind dann der Reihe nach nummeriert.

Kapitel und Verse

Alle Bücher der Bibel sind eingeteilt in Kapitel und Verse (einige ganz kurze Bücher nur in Verse). Die Kapitel- und Versangaben erlauben es, jede Bibelstelle sehr schnell zu finden. Sie sind wie ein Link, der an eine bestimmte Stelle im Text führt.

Eine Bibelstelle besteht aus drei, manchmal auch aus vier Elementen: Dem Namen des Buches, der Kapitelangabe und den Versangaben. Kapitelangabe und Versangabe sind durch ein Komma getrennt. Gibt es mehrere Bücher mit gleichem Namen (so wie bei den 5 Büchern Mose), wird angegeben, um das wievielte Buch es sich handelt.

Überschriften

Sie gliedern das Buch in Sinnabschnitte. In den ursprünglichen Handschriften mit dem hebräischen bzw. griechischen Text gibt es noch keine Überschriften. Sie wurden erst später zur besseren Orientierung hinzugefügt. Sie unterscheiden sich deshalb in verschiedenen Bibelausgaben oft deutlich voneinander.

Parallelstellen

Bei den Geschichtsbüchern des Alten und Neuen Testaments kommt es vor, dass dieselbe Geschichte in verschiedenen Büchern gleich lautend oder ähnlich überliefert ist. Auf solche „Abschnittsparallelen“ verweisen Stellenangaben unter der Überschrift.

Biblische Namen

Bei der Übersetzung der Bibel aus den Ursprachen (Hebräisch und Griechisch) müssen die Namen von Menschen und Orten ins Deutsche übertragen werden. In der katholischen Kirche schrieb man früher diese Namen zum Teil anders als in der evangelischen. Für einen gemeinsamen, ökumenischen Bibeltext musste man deshalb eine einheitliche Schreibweise finden. Dafür wurden 1967 in der norddeutschen Stadt Loccum die sogenannten „Loccumer Richtlinien“ erarbeitet, die z.B. in der Gute-Nachricht-Bibel und der Einheitsübersetzung verwendet werden. Sie schlagen eine bestimmte Schreibweise der biblischen Namen vor, hier einige Beispiele:

Ökumenisch (Loccumer R.) Katholisch Evangelisch
Ijob Job Hiob
Golgota Golgotha Golgatha
Noach Noe Noah

Die BasisBibel: Leichte Orientierung durch zahlreiche innovative Ideen

Innenseite der BasisBibel mit Erläuterungen