www.basisbibel.de

Jesus kommt nach Samarien

41Die Pharisäer hörten,

dass Jesus mehr Menschen

zu Jüngern machte und taufte als Johannes.

2– Allerdings taufte Jesus nicht selbst,

sondern nur seine Jünger. –

3Als Jesus das erfuhr,

verließ er Judäa

und kehrte wieder nach Galiläa zurück.

Jesus spricht am Jakobsbrunnen mit einer Frau: Das Wasser des Lebens

4Dabei musste er Samarien durchqueren.

5Unterwegs kam er nach Sychar,

einem Ort in Samarien.

In seiner Nähe liegt das Grundstück,

das Jakob einst seinem Sohn Josef vererbt hatte.

6Dort befand sich der Jakobsbrunnen.

Jesus war müde von dem langen Weg

und setzte sich an den Brunnen.

Es war um die sechste Stunde.

7Da kam eine Samariterin,

um Wasser zu schöpfen.

Jesus bat sie:

»Gib mir etwas zu trinken.«

8Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen,

um etwas zu essen zu kaufen.

9Die Samariterin sagte zu ihm:

»Du bist ein Jude

und ich bin eine Samariterin.

Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten?«

– Denn die Juden vermeiden

jeden Umgang mit Samaritern. –


10Jesus antwortete:

»Wenn du wüsstest,

was für ein Geschenk Gott den Menschen macht

und wer dich hier bittet:

›Gib mir etwas zu trinken‹! –

Dann würdest du ihn bitten,

und er würde dir lebendiges Wasser geben!«

11Da sagte die Frau zu ihm:

»Herr, du hast nicht einmal einen Eimer

und der Brunnen ist tief.

Woher willst du das Quellwasser nehmen?

12Bist du etwa bedeutender als unser Stammvater Jakob?

Er hat uns diesen Brunnen hinterlassen.

Er selbst hat daraus getrunken,

ebenso seine Söhne und sein Vieh.«

13Darauf antwortete Jesus ihr:

»Wer von diesem Wasser hier trinkt,

bekommt wieder Durst.

14Aber wer von dem Wasser trinkt,

das ich ihm gebe,

wird nie wieder Durst haben.

Denn das Wasser,

das ich ihm gebe,

wird in ihm zu einer Quelle:

Ihr Wasser fließt und fließt

– bis ins ewige Leben.«

15Da bat ihn die Frau:

»Herr, gib mir dieses Wasser.

Dann habe ich nie mehr Durst

und muss nicht mehr herkommen,

um Wasser zu schöpfen.«


16Jesus sagte zu ihr:

»Geh,

ruf deinen Mann

und bring ihn her!«

17Da antwortete ihm die Frau:

»Ich habe keinen Mann.»

Jesus sagte zu ihr:

»Es stimmt, wenn du sagst:

›Ich habe keinen Mann.‹

18Fünfmal warst du schon verheiratet,

und der, mit dem du jetzt zusammen bist,

ist nicht dein Mann.

Da hast du die Wahrheit gesagt.«


19Da sagte die Frau:

»Herr, ich sehe:

Du bist ein Prophet!

20Unsere Vorfahren haben Gott

auf dem Berg dort verehrt.

Aber ihr behauptet,

dass sich in Jerusalem der richtige Ort befindet,

um Gott zu verehren!«

21Da sagte Jesus:

»Glaub mir, Frau:

Es kommt die Stunde,

in der ihr den Vater

weder auf diesem Berg

noch in Jerusalem verehren werdet.

22Ihr Samariter betet Gott an

und kennt ihn nicht.

Wir beten Gott an

und kennen ihn.

Denn die Rettung für alle Menschen

kommt aus dem jüdischen Volk.

23Aber es kommt die Stunde,

ja, sie ist schon da!

Dann werden die Menschen,

die Gott wirklich verehren,

den Vater anbeten.

Dabei werden sie vom Heiligen Geist

und von Gottes Wahrheit erfüllt sein.

Denn der Vater sucht Menschen,

die ihn so anbeten.

24Gott selbst ist Geist.

Und wer ihn anbetet,

muss dazu vom Geist

und von der Wahrheit erfüllt sein.«


25Da sagte die Frau zu ihm:

»Ich weiß,

dass der Messias kommt.

Man nennt ihn auch Christus.

Wenn der kommt,

wird er uns über all das

Auskunft geben.«

26Jesus antwortete:

»Ich bin es.

Ich, der mit dir spricht.«

Jesus spricht zu den Jüngern: Wovon Jesus lebt

27In diesem Augenblick kamen seine Jünger zurück.

Sie wunderten sich,

dass er mit einer Frau redete.

Aber keiner fragte ihn:

»Was willst du von ihr?«,

oder:

»Worüber redest du mit ihr?«

28Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen

und lief in den Ort.

Sie sagte zu den Leuten:

29»Kommt und schaut euch das an!

Da ist ein Mensch,

der hat mir alles gesagt,

was ich getan habe.

Ist er vielleicht der Christus?«

30Da liefen die Leute aus dem Ort zu Jesus hin.


31Inzwischen drängten ihn die Jünger:

»Rabbi, iss etwas!«

32Aber Jesus sagte zu ihnen:

»Ich lebe von einer Nahrung,

die ihr nicht kennt.«

33Da fragten die Jünger einander:

»Hat jemand ihm zu essen gebracht?«

34Jesus sagte zu ihnen:

»Gott hat mich gesandt.

Ich erfülle seinen Willen

und vollende sein Werk.

Das ist meine Nahrung.

35Sagt ihr nicht auch:

›In vier Monaten ist Erntezeit‹?

Seht doch,

ich sage euch:

Macht die Augen auf

und schaut euch die Felder an.

Sie sind schon reif für die Ernte.

36Wer die Ernte einbringt,

erhält seinen Lohn:

Er sammelt die Frucht für das ewige Leben.

Derjenige, der sät,

und derjenige, der erntet,

sollen sich miteinander freuen.

37In diesem Fall trifft das Sprichwort zu:

›Einer sät und ein anderer erntet.‹

38Denn ich habe euch ausgesandt,

um dort zu ernten,

wo ihr nicht gearbeitet habt.

Andere haben sich abgemüht

und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit.«

Viele Samariter kommen zum Glauben an Jesus

39Viele Samariter aus dem Ort

kamen zum Glauben an Jesus,

weil die Frau bezeugt hatte:

»Er hat mir alles gesagt,

was ich getan habe.«

40Als nun die Samariter zu Jesus kamen,

baten sie ihn:

»Bleibe bei uns!«

So blieb er zwei Tage dort.

41Da kamen noch viel mehr

zum Glauben an Jesus

wegen seiner Worte.

42Sie sagten zu der Frau:

»Wir glauben nicht wegen deiner Erzählung,

sondern weil wir ihn selbst gehört haben.

Jetzt wissen wir:

Er ist wirklich der Retter dieser Welt.«