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Apostelgeschichte

Die Gute Nachricht in Jerusalem

Pfingsten: Der Heilige Geist kommt

2 1 Dann kam der Pfingsttag.

Alle, die zu Jesus gehört hatten,

waren an einem Ort versammelt.

2 Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen

wie von einem starken Wind.

Das Rauschen erfüllte das ganze Haus,

in dem sie sich aufhielten.

3 Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen.

Die verteilten sich

und ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder.

4 Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt.

Sie begannen,

in fremden Sprachen zu reden -

ganz so,

wie der Geist es ihnen eingab.

5 In Jerusalem lebten auch fromme Juden aus aller Welt,

die sich hier niedergelassen hatten.

6 Als das Rauschen einsetzte,

strömten sie zusammen.

Sie waren verstört,

denn jeder hörte sie

in seiner eigenen Sprache reden.

7 Erstaunt und verwundert sagten sie:

"Sind das denn nicht alles Leute aus Galiläa,

die hier reden?

8 Wie kommt es,

dass jeder von uns

sie in seiner Muttersprache reden hört?

9 Wir kommen aus Persien, Medien und Elam.

Wir stammen aus Mesopotamien,

Judäa, Kappadozien,

aus Pontus und der Provinz Asien,

10 aus Phrygien und Pamphylien.

Aus Ägypten und der Gegend von Zyrene in Libyen,

ja sogar aus Rom sind Besucher hier.

11 Wir sind Juden von Geburt an

und Fremde,

die zum jüdischen Glauben übergetreten sind.

Auch Kreter und Araber sind dabei.

Wir alle hören diese Leute

in unseren eigenen Sprachen erzählen,

was Gott Großes getan hat."

12 Erstaunt und ratlos sagte einer zum anderen:

"Was hat das wohl zu bedeuten?"

13 Wieder andere spotteten:

"Die haben zu viel neuen Wein getrunken!"

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Die Pfingstpredigt des Apostels Petrus

14 Da trat Petrus vor die Menge

und mit ihm die anderen elf Apostel.

Mit lauter Stimme rief er ihnen zu:

"Ihr Männer von Judäa!

Bewohner von Jerusalem!

Lasst euch erklären,

was hier vorgeht,

und hört mir gut zu!

15 Diese Leute sind nicht betrunken,

wie ihr meint.

Es ist ja erst die dritte Stunde des Tages.

16 Nein, was hier geschieht,

hat der Prophet Joël vorhergesagt:

17 'Gott spricht:

Das wird in den letzten Tagen geschehen:

Ich werde meinen Geist über alle Menschen ausgießen.

Eure Söhne und eure Töchter werden als Propheten reden.

Eure jungen Männer werden Visionen schauen

und eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.

18 Über alle, die mir dienen,

Männer und Frauen,

werde ich in diesen Tagen meinen Geist ausgießen.

Und sie werden als Propheten reden.

19 Ich werde Wunder tun droben am Himmel.

Und ich werde Zeichen erscheinen lassen unten auf der Erde:

Blut und Feuer

und dichte Rauchwolken.

20 Die Sonne wird sich verfinstern,

und der Mond wird sich in Blut verwandeln.

Dies alles geschieht,

bevor der große und prächtige Tag des Herrn anbricht.

21 Jeder, der dann den Namen des Herrn anruft,

wird gerettet werden!'

22 Ihr Männer von Israel,

hört diese Worte:

Es geht um Jesus, den Nazoräer.

Gott selbst hat euch gezeigt,

wer er war.

Mitten unter euch hat Gott durch ihn

machtvolle Taten,

Wunder und Zeichen geschehen lassen.

Das wisst ihr ja selbst!

23 Es war Gottes Wille und Plan,

dass dieser Mann euch schutzlos ausgeliefert war.

Und ihr habt ihn ans Kreuz schlagen

und umbringen lassen -

von Menschen,

die das Gesetz Gottes nicht kennen.

24 Aber Gott hat ihn auferweckt

und aus der Gewalt des Todes befreit.

Denn der Tod hatte keine Macht über ihn

und konnte ihn nicht festhalten.

25 Deshalb legt ihm schon David

die Worte in den Mund:

'Ich habe den Herrn ständig vor Augen.

Er steht an meiner rechten Seite,

damit ich nicht ins Unglück gerate.

26 Das macht mich von ganzem Herzen froh,

und mein Mund jubelt vor Freude.

Selbst wenn mein Körper im Grab liegt,

gibt es noch Hoffnung.

27 Denn du überlässt mich nicht dem Totenreich.

Du lässt nicht zu,

dass dein treuer Diener verwest.

28 Du hast mir Wege zum Leben gezeigt.

Freude erfüllt mich,

wenn ich vor dir stehe.'

29 Ihr Brüder!

Ich darf hier ja ganz offen sprechen:

Unser Stammvater David ist damals gestorben

und wurde begraben.

Sein Grab ist noch heute bei uns zu sehen.

30 Er war ein Prophet.

Er wusste:

Gott hatte ihm feierlich geschworen,

einen seiner Nachkommen

auf seinen Thron zu setzen.

31 Weil David das vorausgesehen hat,

konnte er über die Auferstehung des Christus sagen:

'Er wurde nicht dem Totenreich überlassen

und sein Körper verweste nicht.'

32 David hat hier von Jesus gesprochen.

Den hat Gott auferweckt.

Dafür sind wir alle Zeugen.

33 Er ist emporgehoben worden,

sodass er an der rechten Seite Gottes sitzt.

Er hat vom Vater die versprochene Gabe erhalten:

Den Heiligen Geist.

Den hat er über uns ausgegossen.

Und genau das ist es,

was ihr hier seht und hört.

34 Denn nicht David ist

in den Himmel hinaufgestiegen.

Er sagt ja selbst:

'Gott, der Herr, sprach zu meinem Herrn:

Setze dich an meine rechte Seite.

35 Ich will dir alle deine Feinde unterwerfen.

Sie sollen wie ein Schemel für deine Füße sein.'

36 Daran soll ganz Israel

mit unerschütterlicher Gewissheit erkennen:

Diesen Jesus,

den ihr gekreuzigt habt,

hat Gott zum Herrn und Christus gemacht."

Die Wirkung der Predigt

37 Mit seinen Worten traf Petrus die Zuhörer mitten ins Herz.

Sie fragten ihn und die anderen Apostel:

"Ihr Brüder,

was sollen wir tun?"

38 Petrus antwortete ihnen:

"Ändert euer Leben!

Lasst euch alle taufen

auf den Namen von Jesus Christus.

Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben

und euch den Heiligen Geist schenken.

39 Diese Zusage gilt für euch

und eure Kinder.

Und sie gilt für alle Menschen,

die jetzt noch fern sind.

Denn der Herr, unser Gott,

wird sie zum Glauben an Jesus hinzurufen."

40 Mit diesen und noch vielen weiteren Worten

beschwor Petrus die Leute

und ermahnte sie:

"Lasst euch retten!

Wendet euch ab von dieser Generation,

die durch und durch schuldbeladen ist!"

41 Viele nahmen die Botschaft an,

die Petrus verkündet hatte,

und ließen sich taufen.

Ungefähr 3000 Menschen

kamen an diesem Tag zur Gemeinde dazu.

Das Leben der Gemeinde

42 Die Menschen, die zum Glauben gekommen waren,

trafen sich regelmäßig.

Sie ließen sich von den Aposteln unterweisen,

pflegten ihre Gemeinschaft,

brachen das Brot

und beteten.

43 Die Menschen in Jerusalem wurden von Furcht ergriffen.

Denn durch die Apostel

geschahen viele Wunder und Zeichen.

44 Alle Glaubenden hielten zusammen

und verfügten gemeinsam über ihren Besitz.

45 Immer wieder verkauften sie Grundstücke

oder sonstiges Eigentum.

Sie verteilten den Erlös an alle Bedürftigen -

je nachdem,

wie viel jemand brauchte.

46 Tag für Tag versammelten sie sich als Gemeinschaft im Tempel.

In den Häusern hielten sie die Feier des Brotbrechens

und teilten das Mahl voll Freude

und in aufrichtiger Herzlichkeit.

47 Sie lobten Gott

und waren beim ganzen Volk beliebt.

Der Herr ließ täglich

weitere Menschen zur Gemeinde hinzukommen,

die gerettet werden sollten.