Über die BasisBibel

Die BasisBibel versteht sich bewusst als eine Bibelübersetzung im Zeitalter der elektronischen Medien, durch die sich Mediennutzungs- und Leseverhalten dramatisch verändert haben. Das Internet ist dabei, traditionelle Leitmedien wie Zeitung oder Hörfunk / Fernsehen abzulösen. Damit hat sich auch die Fülle von Informationen, die an einem Tag rezipiert werden will, vervielfacht, und entsprechend weniger Zeit steht für das einzelne Medium zur Verfügung. Da am Bildschirm stets zugleich eine gewisse »informationelle Kurzsichtigkeit« zu verkraften ist, muss die sprachliche Struktur der vermittelten Informationen in einer Weise gestaltet sein, die unmittelbar überschaubar und eingängig ist – andernfalls wird sie entweder gar nicht erst wahrgenommen oder sofort wieder vergessen.

Klare Gliederung der Informationen

Eine Bibelübersetzung, die sich unter diesen Voraussetzungen Gehör verschaffen will, muss dem Rechnung tragen. Entsprechend folgt die Sprache der BasisBibel konsequent dem Prinzip der »linearen Informationsvermittlung«. Dies geschieht in Form von in sich abgeschlossenen Einheiten, die wie die Perlen an einer Kette aufeinanderfolgen. Langatmige Schachtelsätze und umständliche Erklärungen sind damit von vornherein ausgeschlossen. Klar und prägnant muss die Botschaft in Worte gefasst werden. Entsprechend kommt die BasisBibel in aller Regel mit Sätzen aus, die nicht mehr als 16 Wörter und nur einen Nebensatz umfassen. Dies entspricht nun wiederum durchaus dem Aufbau des griechischen Originaltextes. Zwar gibt es im griechischen Neuen Testament mitunter schier endlos lange und komplex aufgebaute Sätze. Aber selbst diese sind durch die für das Griechische typischen Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen in überschaubare kurze Sinneinheiten gegliedert, die wiederum die Grundlage für die Satzeinheiten der BasisBibel bilden. Das ist der zweite Grund, warum die BasisBibel der Form des Originaltextes genauer entsprechen kann als die traditionellen kommunikativen Übersetzungen.

Auch die Typografie steht im Dienst dieses Anliegens. Bei der BasisBibel ist der Zeilenfall als Teil der Übersetzung nicht zufällig, sondern intendiert. Jede Zeile enthält eine Informationseinheit. Dadurch erreicht die BasisBibel einen Grad an Lesefreundlichkeit, der dem klassischen Fließtext weit überlegen ist und der genau dem durch die elektronischen Medien geprägten Leseverhalten entspricht.

Zusatzinformationen am Rand bzw. als Hypertext

Noch in einer weiteren Hinsicht ermöglicht das durch die elektronischen Medien geprägte Leseverhalten die größere Nähe der BasisBibel zum Originaltext: Die Zusatzinformationen, die in den traditionellen kommunikativen Bibelübersetzungen innerhalb des Textes gegeben werden, sind hier fast durchweg in Anmerkungen außerhalb des Textes verlagert. Im Buch sind sie am Rand zu finden, in der elektronischen Fassung als Hypertext angelegt, der bei Bedarf angeklickt werden kann. So sind diese Informationen bei der Lektüre sofort zur Hand, ohne dass erst im Anhang nachgeschlagen werden muss. Außerdem ermöglicht die Platzierung bei der Stelle, auf die sie sich beziehen, jeweils punktgenau die Information zu geben, um die es hier geht. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn die Autoren der biblischen Bücher unterschiedliche theologische Konzeptionen mit denselben griechischen Begriffen verbinden.

Die BasisBibel – eine Bibelübersetzung im Zeitalter der elektronischen Medien

Die Bibel ist von allen Büchern dasjenige, das am meisten übersetzt wurde – und zwar nicht nur in verschiedene Sprachen, sondern auch in unterschiedliche Fassungen innerhalb einer Sprache.

Seit Martin Luther hat die Übersetzung der Bibel in Deutschland einen besonderen Stellenwert. Dies spiegelt sich nicht zuletzt darin, dass es heute knapp 40 verschiedene Bibelübersetzungen in die deutsche Sprache gibt (Dialektübersetzungen nicht mitgezählt) – und noch immer kommen neue hinzu. In diesem vielstimmigen Konzert der Bibelübersetzungen spielt die BasisBibel eine besondere Rolle.