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  • Hoheslied
  • Hld 1,1-3

11Dies ist das Lied der Lieder.

Es stammt von Salomo.

Die Überschrift macht den berühmten israelitischen König Salomo zum Verfasser des Hohelieds, vgl. 1. Könige 5,12.

Liebe ist köstlicher als Wein

2Ich möcht, dass er mich küsst,

dass er mich küsst mit seinem Mund.

Ja, deine Liebe ist köstlicher als Wein.

3Deine Salben verbreiten köstlichen Duft.

Wie Öl geht dein Name über die Lippen.

Deshalb schwärmen die jungen Frauen für dich.


4»Nimm mich mit dir, schnell, lass uns gehen!«

Der König führt mich heim in seinen Palast.

»Lasst uns jubeln und unsere Freude haben mit dir!

An deiner Liebe wollen wir uns berauschen

mehr noch als am Wein!«

Die jungen Frauen schwärmen zurecht für dich.

Die Sprecherin schließt sich mit anderen Frauen zu einem Chor zusammen.

Das Mädchen vom Land

5Braun gebrannt bin ich und schön,

ihr Töchter aus Jerusalem:

Dunkel wie die Zeltdecken der Beduinen,

schön wie die Teppiche Salomos.

Genannt wird Kedar, ein Beduinenstamm der syrisch-arabischen Wüste.

6Seht nicht darauf, wie dunkel ich bin.

Die Sonne hat mich so braun gebrannt.

Die Söhne meiner Mutter waren mir böse:

Ich musste draußen die Weinberge bewachen.

Meinen eigenen Weinberg habe ich nicht bewacht.

Bildwort für den Körper der Frau. Damit wird angedeutet, dass sich das Mädchen auf ein Liebesabenteuer eingelassen hat.

Ein Hirtenlied

7»Gib mir Nachricht, mein Geliebter:

Wo weidest du deine Herde?

Wo lässt du sie lagern zur Mittagszeit?

Sonst laufe ich ziellos durch die Gegend

und suche dich bei den Herden deiner Freunde.«

Das freie Leben der Hirten wird gern als Bild für die Welt der Liebenden gebraucht.


8»Du Schönste unter den Frauen:

Wenn du das nicht weißt,

folg einfach den Spuren der Schafe!

Führ deine Zicklein auf die Weide!

Bei den Zelten der Hirten findest du mich.«

Verkleinerungsform für Ziege, bezeichnet hier die weiblichen Jungtiere.

Schön geschmückt

9Mit einer Stute am Wagen des Pharao

vergleiche ich dich, meine Freundin:

Der Vergleich zielt auf den kostbaren Schmuck des königlichen Paradepferds.
Bezeichnung für den König von Ägypten.

10Mit Bändern schön geschmückt sind deine Wangen,

dein Hals, um den du Muschelketten trägst.

11Wir wollen Kettchen aus Gold für dich machen,

silberne Glöckchen hängen wir dran.

Wohlgerüche

12Bis zum König, der an festlicher Tafel sitzt,

verströmt mein Parfüm seinen betörenden Duft.

Wörtlich »meine Narde«. Die aus Indien stammende Pflanze wurde schon im Altertum importiert und zur Zubereitung kostbarer Salben verwendet, vgl. Johannes 12,3.

13Mein Liebster ist ein Beutel duftender Myrrhe,

der zwischen meinen Brüsten liegt.

Ein Säckchen mit aromatisch duftenden Harzen, das Frauen um den Hals zu tragen pflegten.

14Mein Liebster ist ein Zweig von Hennablüten,

ein Wohlgeruch in den Weinbergen von En-Gedi.

Im Frühling trägt der Hennastrauch Büschel von duftenden weißlichen Blüten.
Fruchtbare Oase an der Westküste des Toten Meers.

Liebesgeflüster in der Hochzeitsnacht

15»Ja, schön bist du, meine Freundin!

Du bist so wunderschön!

Deine Augen sind wie zwei Tauben.«


16»Auch du bist schön, mein Liebster!

Du bist so begehrenswert!

Grünes Laub umrankt unser Hochzeitslager.

17Aus Zedern sind die Balken unseres Hauses,

Zypressenholz trägt unser Dach.«

Bis zu 30 Meter hoher, starker Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst.
Bis zu 30 Meter hoher, starker Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Zedernwald

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